Warnung vor Citi Polis Credit Union (citipoliscs.live): Was passiert, wenn Sie dort investieren?
Sie haben sich bei Citi Polis Credit Union angemeldet, um von vermeintlichen Renditen zu profitieren: und riskieren nun, Ihr Geld zu verlieren. Diese Plattform ist keine regulierte Bank, sondern ein betrügerisches Anlage- und Kreditunternehmen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum citipoliscs.live unseriös ist
Zunächst einmal fehlt der Hinweis auf eine gültige Lizenznummer. Obwohl die Seite die FDIC als Aufsichtsbehörde nennt, liefert sie keine eindeutige Lizenznummer, die man überprüfen könnte. Das ist ein starkes Warnsignal: Seriöse Banken und Finanzinstitute müssen ihre Lizenznummer öffentlich zugänglich machen, damit Kunden die Echtheit verifizieren können.
Darüber hinaus gibt es keinerlei Anzeichen einer Registrierung im Handelsregister oder einer Aufsichtspflicht. Der Angabe „FDIC“ ist ohne Nachweis der Zulassung unhaltbar. In den wenigen öffentlich zugänglichen Angaben sind keine Aufsichtsbehörden oder regulatorischen Genehmigungen aufgeführt.
Ein weiteres Problem ist die fehlende Transparenz bei den Kontoverbindungen. Die Plattform bietet keine Möglichkeit, echte Banktransaktionen auszuführen. Stattdessen akzeptiert sie nur Zahlungsarten, die nicht reguliert sind, und keine klaren Informationen darüber, wie die Gelder tatsächlich verwaltet werden.
Schließlich ist die Marketingstrategie auf das Erzeugen von Dringlichkeit ausgelegt. Die Seite nutzt kurze Texte, die den Eindruck erwecken, dass nur jetzt ein exklusives Angebot verfügbar sei. Das ist eine klassische Taktik, um Entscheidungen zu beschleunigen, ohne dass der Kunde Zeit hat, die Fakten gründlich zu prüfen.
Alle diese Punkte zusammen zeigen, dass citipoliscs.live keine regulierte Bank ist, sondern ein betrügerisches Unternehmen, das darauf ausgelegt ist, Vertrauen zu erwecken und dann auszunutzen.
Wo Citi Polis Credit Union angeblich sitzt
Die Website nennt die Adresse „123 Banking Street, Financial District, New York, NY 10001“. In öffentlichen Handelsregistern ist der Name jedoch nicht unter dieser Anschrift verzeichnet. Die fehlende Verknüpfung zwischen der Behördendatenbank und der angegebenen Adresse wirft sofort Zweifel auf.
Am angeblichen Standort in den USA steht in Wirklichkeit OSM-Kategorie historic:district ("Stone Street Historic District"). Für die Tätigkeit als Online-Broker ist diese Lokation offensichtlich ungeeignet.
Bei genauerer Prüfung treten zwei Inkonsistenzen zutage. Der Server steht im Vereinigten Königreich, die behauptete Firmenadresse aber in den USA. Der Hosting-Anbieter ist in Zypern registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen in den USA. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.
- Adresse
- USA
- Server-Standort
- Vereinigtes Königreich
- Hosting-Land
- Zypern
Wie der Betrug bei citipoliscs.live abläuft
Schritt 1: Der erste Kontakt und das Lockangebot
Viele Opfer werden durch gezielte Werbekampagnen in sozialen Medien wie Instagram, Facebook oder TikTok auf die Plattform aufmerksam. Dort finden sie angeblich „exklusive“ Einzahlungsbonusse: in diesem Fall ein $200-Gutschrift. Die Werbung ist so gestaltet, dass sie den Eindruck einer schnellen und einfachen Einstiegsmöglichkeit vermittelt. Oft werden auch vermeintliche „Anlageberater“ kontaktiert, die in kurzen Videoanrufen die Plattform vorstellen. Die erste Einzahlung wird bewusst niedrig gehalten, etwa 250 €, um die psychologische Hemmschwelle zu senken und den Kunden in die „Kampagne“ einzuführen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform sofort scheinbar hohe Gewinne: etwa „aus 250 € werden in zwei Wochen 800 €“. Diese Zahlen sind jedoch reine Softwaresimulationen. Es werden keine echten Börsenorders platziert, sondern die Oberfläche füllt sich mit gefälschten Transaktionen. Das Ziel ist klar: Vertrauen aufbauen und den Kunden glauben lassen, dass das System funktioniert.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald der Kunde ein erstes „Profit“ sieht, beginnt die Plattform, weitere Investitionen zu fordern. Ein sogenannter „Account-Manager“ oder ein „VIP-Berater“ übernimmt die Kommunikation. Er verspricht Hebelboni von 1:500, garantierte Profite, exklusive IPO-Zugänge und „Insider-Tipps“. Häufig werden Zeitlimits gesetzt: „nur heute“, „nur für die nächsten 48 h“, um die Entscheidung zu beschleunigen. Die psychologische Druckausübung wird durch gefälschte Erfolgsgeschichten anderer „Investoren“ verstärkt. In der Regel zahlen die Betroffenen zwischen 5.000 und 50.000 €, manchmal sogar über 500.000 €.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Kunde nun seine Gewinne auszahlen möchte, werden plötzlich mehrere Gebühren verlangt. Dazu zählen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust meldet sich häufig ein angeblicher „Anwalt“ oder ein „Krypto-Forensiker“, der verspricht, das Geld zurückzuholen. Diese Personen verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“, „Server-Zugriffe“ oder ähnliche Dienstleistungen. In Wirklichkeit stecken dieselben Täter dahinter. Sie nutzen die Frustration der Opfer, um weitere Geldflüsse zu generieren, indem sie weitere Vorwände stellen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Das Netzwerk hinter citipoliscs.live
Citi Polis Credit Union ist Teil eines Netzwerks von 84 Plattformen, die dieselben Betreiber hinter den Kulissen haben. Diese Struktur ermöglicht es den Tätern, sich nach einem Durchbruch neu zu branden und damit die Ermittlungen zu erschweren. Oft teilen sich die Betreiber dieselbe technische Infrastruktur, verwenden ähnliche Domain-Namen oder nutzen dasselbe Backend-System. Für den Betroffenen bedeutet das: Wenn Sie Opfer geworden sind, könnte es sein, dass Sie nicht nur bei citipoliscs.live, sondern auch bei anderen, ähnlich klingenden Plattformen betrogen wurden.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jeder Versuch, zusätzliche Gelder zu überweisen, verschärft die Situation.
- Alle Belege und Kommunikationen sichern: Screenshots, E-Mails, Textnachrichten und Kontoauszüge sind wichtig für spätere Ermittlungen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Krypto-Börse: Melden Sie die Transaktionen und fordern Sie eine Rückbuchung an, sofern möglich.
- Rechtsanwalt einschalten oder Polizei informieren: Reichen Sie eine Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle ein und geben Sie alle gesicherten Beweise an.
- Ignorieren Sie „Recovery-Scammer“: Jeder, der Ihnen anbietet, Ihr Geld zurückzubekommen, verlangt meist Vorauszahlungen. Seriöse Rechtsanwälte und Behörden werden nicht per WhatsApp oder Telegram unaufgefordert Kontakt aufnehmen.
Schluss
Wenn Sie gerade eine Einzahlung bei citipoliscs.live getätigt haben, sollten Sie sofort handeln und die oben genannten Schritte befolgen. Ihre Sicherheit steht an erster Stelle. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Daten schützen und sich nicht von weiteren Forderungen ausnutzen lassen.
Das Netzwerk hinter citipoliscs.live
Citi Polis Credit Union ist Teil eines Netzwerks von 84 Plattformen, die dieselben Betreiber hinter den Kulissen haben. Diese Verflechtung ist typisch für Betrugsnetzwerke, die sich nach einem Durchbruch neu branden und damit die Aufdeckung erschweren.

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Noveltiesbank
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Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei citipoliscs.live gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.