Tagesschau.finance (tagesschau.finance): Ist die Plattform ein Betrug?
Tagesschau.finance ist ein betrügerisches Finanzportal. Anleger werden durch falsche Versprechen und manipulative Taktiken getäuscht, um ihr Kapital zu verlieren.

Achtung
Betrugsverdacht
Was passiert, wenn Sie Opfer von tagesschau.finance werden?
Sie haben Ihr Geld in ein vermeintlich lukratives Investment gelegt, doch plötzlich sehen Sie keine Rückzahlungen. Die Plattform verlangt Gebühren, die Sie nicht erwartet haben, und die angeblichen Gewinne verschwinden. In solchen Fällen ist es wichtig, sofort zu handeln: stoppen Sie weitere Zahlungen, sichern Sie sämtliche Kommunikationsnachweise und melden Sie sich bei den zuständigen Behörden. Ein strukturierter Ansatz erhöht Ihre Chancen auf Rückerstattung und verhindert, dass andere Opfer das gleiche Risiko eingehen.
Über Anton Haverkamp
In meinen Jahren bei der Finanzermittlungs-Spezialeinheit habe ich über 500 Fälle von Anlagebetrug untersucht. Ich war verantwortlich für die Verfolgung von Geldflüssen in der Blockchain und habe dabei zahlreiche kriminelle Netzwerke aufgedeckt. Mein Hintergrund als Polizist und Finanzermittler verleiht mir ein tiefes Verständnis dafür, wie Betrüger ihre Operationen aufbauen und wie man sie zerschlagen kann. Diese Erfahrung nutze ich, um Ihnen klare, forensisch fundierte Informationen zu liefern, damit Sie die Gefahr frühzeitig erkennen.
Warum tagesschau.finance unseriös ist
Die Analyse der öffentlichen Daten zeigt mehrere kritische Mängel:
- Keine Registrierung: Auf der Website findet sich weder eine Handelsregisternummer noch Angaben zu einer Aufsichtsbehörde. Für ein seriöses Finanzportal sind solche Angaben Pflicht.
- Keine Lizenz: Es wird weder ein Lizenzinhaber noch ein Lizenznummer genannt. Ein regulierter Broker müsste dies offenlegen.
- Keine Kontaktinformationen: Kein Telefon, keine E-Mail und keine physische Adresse werden bereitgestellt. Dies erschwert jegliche Rückfragen und Rückverfolgung.
- Keine Erfolgsgarantie: Es werden keine unrealistischen Renditen oder Garantien versprochen, jedoch fehlt jegliche Transparenz zu Handelsaktivitäten und Risikohintergründen.
- Keine Zahlungsnachweise: Es gibt keine Angaben zu den akzeptierten Zahlungsmethoden und keine Bestätigung, dass Einzahlungen tatsächlich bei einem Broker hinterlegt werden.
Diese Inkonsistenzen sind typische Signale eines betrügerischen Angebots. Ohne rechtliche Rahmenbedingungen und transparente Kontoverwaltung kann keine seriöse Plattform sein.
Wie der Betrug bei tagesschau.finance abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die meisten Opfer werden durch gezielte Social-Media-Werbung erreicht. Kurzvideos mit angeblichen „Erfolgen“ werden auf TikTok, Instagram oder Facebook geschaltet, oft mit gefälschten Testimonials. Anschließend erhalten sie eine Einladung zu einer kostenlosen Webinar-Session, in der ein vermeintlicher „Anlageberater“ erklärt, wie man mit wenig Kapital große Gewinne erzielen kann. Der erste Betrag ist bewusst niedrig: meist 250 €: damit der Betroffene nicht sofort erkennt, dass er in ein betrügerisches System einsteigt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der Einzahlung werden auf dem Dashboard scheinbar hohe Kursgewinne angezeigt. Diese Zahlen entstehen aus einer Software, die keine echten Börsenaufträge ausführt. Stattdessen werden Daten generiert, die das Bild eines erfolgreichen Handels zeichnen. Der Nutzer sieht, dass aus 250 € in zwei Wochen 800 € geworden sind. Durch wiederholte, scheinbar reale Gewinne entsteht ein Vertrauensfaktor, der weitere Investitionen anheizt.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein „Account Manager“ greift ein und bietet exklusive VIP-Konten mit angeblich hohen Hebeln (z. B. 1:500). Er spricht von garantierten Profiten, Insider-Tipps und Zugang zu IPOs. Durch Zeitlimits („Nur heute“) und gefälschte Erfolgsgeschichten entsteht ein Drang, mehr Geld einzuzahlen. Oft zahlen die Opfer zwischen 5.000 € und 50.000 €: manchmal sogar bis zu 500.000 €: ohne dass echte Trades stattfinden.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn die Betroffenen ihr Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen lassen wollen, werden plötzlich Gebühren eingeführt. Typische Forderungen sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Warnung: Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich das Geld, das er in die Plattform investiert hat, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig „Experten“ auf: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie behaupten, das Geld könne zurückgeholt werden, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Personen sind meist die gleichen Täter, die die ursprüngliche Plattform betreiben, und verkaufen die Daten der Opfer weiter. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Stoppen Sie alle Transaktionen zur Plattform.
- Nachweise sichern. Speichern Sie E-Mails, Chat-Logs, Kontoauszüge und sämtliche Kommunikationsnachweise.
- Bank bzw. Krypto-Börse informieren. Setzen Sie sich mit Ihrer Bank in Verbindung und melden Sie die verdächtigen Transaktionen.
- Anzeige erstatten. Reichen Sie bei der örtlichen Polizeidienststelle oder bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige ein.
- Recovery-Scams ignorieren. Lehnen Sie jegliche Angebote ab, die Vorauszahlungen fordern. Sie sind Teil der Masche und führen zum weiteren Verlust Ihres Geldes.
Fazit
Tagesschau.finance bietet keine regulierten Dienstleistungen, keine Transparenz und keine rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Plattform nutzt manipulierte Daten, um Vertrauen aufzubauen und Geld zu ergaunern. Als Opfer sollten Sie sofort handeln, Beweise sichern und die Behörden informieren, um weitere Verluste zu verhindern.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei tagesschau.finance gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.