aibos (aibos.ch): Warnung vor betrügerischer Plattform
aibos.ch ist kein regulierter Broker. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Plattform lediglich Geld sammelt und es nie zurückgibt. Handeln Sie sofort, bevor Sie Opfer eines Betrugs werden.

Achtung
Betrugsverdacht
Über Anton Haverkamp
Anton Haverkamp hat fünf Jahre bei der Polizei gedient, zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit. In dieser Einheit hat er über 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt, wobei er sich besonders auf die Verfolgung von Geld in der Blockchain spezialisiert hat. Diese Erfahrung macht ihn zum Experten, wenn es darum geht, betrügerische Brokerplattformen zu erkennen und aufzudecken. Sein Hintergrund gibt ihm die Fähigkeit, Muster zu erkennen, die bei seriösen Unternehmen fehlen.
Warum aibos.ch unseriös ist
Die Analyse von aibos.ch liefert klare Beweise für Betrug. Zunächst fehlt jede Form von Registrierung: weder eine Handelsregisternummer noch ein Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde ist vorhanden. Ohne diese Angaben kann die Plattform nicht legal betrieben werden. Weiterhin bietet die Seite keine Kontaktinformationen: keine E-Mail, kein Telefon, keine physische Adresse. Ein seriöser Broker stellt solche Details öffentlich bereit, um Vertrauen aufzubauen. Darüber hinaus gibt es keine Kundenbewertungen, keine Zertifizierungen und keine Aussagen zu einer Lizenznummer. In der gesamten Online-Präsenz finden sich keine Hinweise, die auf eine regulierte Tätigkeit hindeuten. Diese Lücken sind nicht zufällig, sondern charakteristisch für betrügerische Angebote.
Wie der Betrug bei aibos.ch abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
aibos.ch nutzt gezielte Online-Werbung, um potenzielle Opfer zu erreichen. Auf Social-Media-Plattformen werden scheinbar erfolgreiche Anlegerprofile gezeigt, begleitet von kurzen Erfolgsgeschichten. Oftmals werden vermeintliche „Anlageberater“ vorgestellt, die persönliche Gespräche anbieten. Diese Berater führen ein Gespräch über Telefon oder Video-Chat, um Vertrauen zu schaffen. Sie präsentieren ein „Lockangebot“: eine geringe Erstinvestition: typischerweise nur wenige hundert Euro: wird als Testlauf angeboten. Dieses Vorgehen senkt die psychologische Hemmschwelle und lässt die Person glauben, sie könne mit minimalem Risiko starten. Sobald die erste Zahlung erfolgt ist, wird das Konto sofort mit einem scheinbaren Gewinn aufgeladen, was die Illusion von Erfolg verstärkt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform sofort große Gewinne an. Diese Zahlen stammen aus einer internen Software, die nur Datenbankeinträge anzeigt. Es werden keine echten Orders an einer Börse ausgeführt, noch gibt es ein echtes Brokerage-Konto. Das Interface spiegelt lediglich die Eingabe des Betrags und eine simulierte Rendite wider. Der Nutzer sieht, wie aus 200 Euro in zwei Wochen 800 Euro werden. Dieses „Ergebnis“ ist jedoch komplett künstlich. Die Plattform nutzt lediglich Grafiken und Zahlen, die ohne Grundlage existieren. Die Illusion von Profit ist das Herzstück des Betrugs, denn sie ermutigt den Anleger, weiter zu investieren.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald die erste Zahlung und der simulierte Gewinn eingetroffen sind, beginnt ein systematisches Aufbieten von weiteren Betrugsangeboten. Der persönliche „Berater“ oder „Account-Manager“ kontaktiert den Anleger wieder und betont, dass ein „VIP-Konto“ mit einem noch höheren Hebel verfügbar sei. Er verspricht garantierte Profite, exklusive IPO-Zugänge oder Insider-Tipps. Diese Versprechen werden mit künstlicher Dringlichkeit verstärkt: „Nur noch heute“, „Begrenzte Plätze“. Zusätzlich werden gefälschte Erfolgsgeschichten von anderen Anlegern präsentiert, um sozialen Beweis zu geben. Durch diese Taktiken wächst der Druck, größere Summen einzuzahlen, ohne dass tatsächlich ein Handelsplatz existiert.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger schließlich versucht, seine angeblichen Gewinne abzuheben, werden neue Barrieren eingeführt. Plötzlich verlangt aibos.ch eine Reihe von Gebühren, die laut der Plattform notwendig seien, um die Auszahlung abzuschließen. Folgende Gebühren werden genannt, ohne konkrete Beträge anzugeben:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf: angebliche Anwälte mit „Vergleichsverfahren“, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie bieten an, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. In Wirklichkeit handeln die selben Täter weiter. Sie nutzen die Angst der Opfer und verkaufen deren Daten weiter. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich niemals per WhatsApp oder Telegram. Ignorieren Sie diese Angebote, denn sie sind lediglich ein weiterer Schicht des Betrugs.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort alle weiteren Zahlungen einstellen. Jede weitere Investition erhöht die Gefahr, mehr Geld zu verlieren.
- Beweise sichern. Machen Sie Screenshots von der Plattform, den Transaktionsbestätigungen und allen Kommunikationen. Diese Dokumente sind entscheidend, falls Sie rechtliche Schritte einleiten.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsanbieter. Informieren Sie sie über den Verdacht auf Betrug und fordern Sie eine Rückbuchung oder Sperrung der Konten.
- Melden Sie den Vorfall bei der Polizei oder einer zuständigen Finanzaufsichtsbehörde. Geben Sie alle gesammelten Beweise an.
- Ignorieren Sie Angebote von „Recovery-Spezialisten“. Seriöse Hilfe kommt nur von lizenzierten Anwaltskanzleien oder offiziellen Stellen. Jede Forderung nach Vorauszahlung ist ein klarer Betrugsindikator.
Abschließende Warnung
aibos.ch ist keine seriöse Handelsplattform. Sie nutzt gezielte Täuschung, um Geld zu sammeln und es niemals zurückzugeben. Schützen Sie sich, indem Sie die oben genannten Schritte befolgen. Ihre finanzielle Sicherheit hängt davon ab, wie schnell Sie handeln.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei aibos.ch gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.