Alternatives Broker (alternatives-broker.com): Betrug oder Wahrheit?
Alternatives Broker (alternatives-broker.com) ist ein klarer Fall von Betrug. Die Plattform verspricht hohe Renditen, liefert jedoch keine echte Handelsplattform und verlangt versteckte Gebühren.

Achtung
Betrugsverdacht
Über Anton Haverkamp
Ich bin Anton Haverkamp, fünf Jahre in der Polizei tätig gewesen. Zuletzt arbeitete ich als Finanzermittler in einer Spezialeinheit. In dieser Einheit habe ich mehr als 500 Anlagebetrugsfälle verfolgt, darunter zahlreiche Blockchain-Projekte. Meine Aufgabe war es, die Herkunft gestohlener Gelder aufzuspüren und die Täter zu identifizieren. Durch meine Erfahrung in der Finanzermittlung weiß ich genau, welche Anzeichen auf einen Betrug hinweisen. Wenn ich auf eine Plattform wie alternatives-broker.com treffe, prüfe ich sofort die Lizenzangaben, die Unternehmensdaten und die Zahlungswege. Jede Unstimmigkeit zählt.
Warum alternatives-broker.com unseriös ist
Der erste Verdacht kommt aus der fehlenden Registrierung. Auf der Website ist weder eine Handelsregisternummer noch eine Aufsichtsbehörde angegeben. Das Fehlen einer Lizenz ist bei seriösen Brokern ein absolutes Must-have. Zweitens bietet die Plattform keine klaren Kontaktdaten. Nur die E-Mail-Adresse support@alternatives-broker.com ist vorhanden, die Telefonnummer fehlt komplett. Drittens fehlen sämtliche Erfahrungsberichte, Testimonials oder Erfolgsraten. Die Seite listet keine Kundenbewertungen und verweist nicht einmal auf Trustpilot. Viertens gibt es keinerlei Zahlungsoptionen. Kein Banküberweisung, kein Kreditkarten- oder PayPal-Link, keine Kryptowährung. Der einzige Hinweis auf ein mögliches Geschäftsmodell sind die leeren Felder im Marketing-Bereich. Fünftens steht die Plattform im Zusammenhang mit 16 weiteren fragwürdigen Websites, die dieselbe technische Infrastruktur nutzen. Diese Kombination aus fehlender Lizenz, fehlenden Kontaktdaten, fehlender Zahlungsoption und Netzwerkverdächtigungen macht alternatives-broker.com eindeutig unseriös.
Wie der Betrug bei alternatives-broker.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die Plattform erreicht potenzielle Opfer über gezielte Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken. Oft werden kurze Videos mit vermeintlichen „Erfolgsstorys“ gepostet, die scheinbar schnelle Gewinne versprechen. Anschließend wird ein persönlicher „Berater“ kontaktiert, der in kurzer Zeit ein Konto eröffnet. Das Lockangebot ist bewusst niedrig: typischerweise 250 €: um die Hemmschwelle zu senken. Sobald das Geld überwiesen ist, wird der Kunde mit einer freundlichen Bestätigung begrüßt, die den ersten Schritt des „Profit-Streams“ signalisiert.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform angeblich hohe Gewinne an. In wenigen Tagen werden 800 € angezeigt, obwohl keine echte Order an einer Börse ausgeführt wurde. Die Zahlen stammen aus einer internen Datenbank, die lediglich hübsche Graphen erzeugt. Es gibt keinen echten Handel, keine Orderbücher und keine Nachweise. Der Zweck dieser Fassade ist es, Vertrauen zu schaffen. Das Vertrauen wird weiter gefestigt, wenn der Kunde immer wieder mit vermeintlich höheren „Gewinnen“ belohnt wird.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der „Berater“ baut über Wochen eine persönliche Beziehung auf. Er verspricht exklusive Boni, hohe Hebel, garantierte Profite und sogar Zugang zu IPOs. Um den Kunden zu bewegen, werden häufig Zeitlimits gesetzt („Nur heute“) und künstliche Verknappungen dargestellt. So entsteht der Eindruck, dass der Kunde etwas verpassen würde, wenn er nicht sofort investiert. Typische Betrugszahlen liegen hier zwischen 5.000 und 50.000 €. In einigen Fällen werden sogar mehr als 500.000 € verlangt. Der Kunde glaubt, er hätte einen Vorteil, doch in Wirklichkeit verschiebt der Betrüger die Mittel.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald der Kunde seine „Gewinne“ auszahlen möchte, werden plötzlich Gebühren verlangt. Die Plattform listet folgende Fake-Gebühren auf:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Kapital noch mehr Geld, ohne dass die Auszahlung erfolgt.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach der ersten Zahlungsschleife tauchen häufig angebliche „Rechtsberater“ oder „Krypto-Forensiker“ auf. Sie behaupten, die Gelder zurückzuholen und fordern Vorauszahlungen für „Reparatur-Services“, Übersetzungen oder Server-Zugriffe. Diese Personen sind meist die gleichen Täter, die das ursprüngliche System betrieben haben. Sie verkaufen die Daten an Dritte oder nutzen sie für weitere betrügerische Aktionen. Eine echte Anwaltskanzlei oder Behörde würde NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram Kontakt aufnehmen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede neue Einzahlung erhöht das Risiko, das gesamte Geld zu verlieren.
- Bewahren Sie sämtliche E-Mails, Screenshots und Transaktionsbelege auf. Diese Beweise sind entscheidend, falls Sie den Fall melden wollen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Kryptowährungsbörse und melden Sie die verdächtigen Transaktionen. Bitten Sie um eine Sperrung des Kontos.
- Reichen Sie eine Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle ein. Beschreiben Sie alle Schritte, die Sie mit der Plattform unternommen haben.
- Ignorieren Sie jegliche „Recovery-Scam“-Nachrichten. Seriöse Anwälte und Behörden werden nicht per Chat oder E-Mail unaufgefordert kontaktiert.
Wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind, handeln Sie jetzt. Ihre finanziellen Mittel und Ihre Sicherheit hängen davon ab, dass Sie schnell und gezielt vorgehen.
Das Netzwerk hinter alternatives-broker.com
Alternatives Broker ist Teil eines Netzwerks von 16 anderen Plattformen. Alle teilen dieselbe technische Basis, nutzen oft identische Logos und haben häufig ähnliche Werbeanzeigen. Diese Wiederverwendung deutet stark auf gemeinsame Hintermänner hin.

Admastrategy
admastrategy.finance

Allianzinvest
allianzinvest.cc

Aminaa
aminaa.cc
Clearworkingroom
clearworkingroom.com

Individualcontrol Room
individualcontrol-room.com

My Dash Board
my-dash-board.com
und 10 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei alternatives-broker.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.