Warnung vor Aurum Foundation LTD (aurum.foundation): Ihre Erfahrungen mit Auszahlungen

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·3 Min. Lesezeit·
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Sie haben Geld bei Aurum Foundation LTD eingezahlt? Das ist ein klarer Hinweis auf einen Betrug. Handeln Sie sofort.

Screenshot der Webseite Aurum (aurum.foundation)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite aurum.foundation

Warum aurum.foundation unseriös ist

Aurum Foundation LTD präsentiert sich als Krypto-Exchange mit einer Reihe von angeblichen Dienstleistungen: Krypto-Investment, Flash Loans, AI-Bots und Neo-Bank. Doch die Daten sprechen eine andere Sprache. Die Plattform listet keine Lizenznummer und verweist auf keine Aufsichtsbehörde. Auf der Website gibt es keinen Hinweis auf eine gültige Genehmigung. Der fehlende regulatorische Rahmen ist ein starkes Warnsignal.

Weiterhin gibt es keine Angaben zum Gründungsjahr. Die Angabe einer Registrierungsnummer BC1571382 erscheint lediglich auf der Website, ohne dass ein registriertes Handelsregister bestätigt. Die Website bietet mehrere Zahlungsmethoden an: Kreditkarte, Banküberweisung und Bitcoin: ohne klare Rückzahlungsmodalitäten. Diese Kombination von fehlender Regulierung, fehlender Transparenz und der Akzeptanz von Kryptowährungen ohne klare Sicherheitsgarantien ist typisch für betrügerische Plattformen.

Wie der Betrug bei aurum.foundation abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot

Der Betrug beginnt mit gezielter Ansprache. Über Social-Media-Ads, gefälschte Instagram-Stories oder Telegram-Gruppen mit angeblichen Trading-Gurus werden potenzielle Opfer angesprochen. Die ersten Einzahlungen werden bewusst niedrig gehalten: etwa 250 €: um die Hemmschwelle zu senken. Sobald das Geld auf ein nicht existierendes Konto gelangt, wird dem Nutzer ein vermeintlich „sicherer“ Einstieg versprochen. Diese Taktik nutzt die Erwartung von schnellem Gewinn und niedrigen Einstiegskosten aus.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform auf der eigenen Oberfläche plötzlich hohe Gewinne an. Man sieht, dass aus 250 € in wenigen Tagen 800 € geworden sind. Dabei gibt es keinerlei echte Handelsaufträge. Die Zahlen sind lediglich Software-Erzeugnisse, die auf einem Dashboard angezeigt werden. Es findet kein echter Handel an einer regulierten Börse statt. Der Zweck ist klar: Vertrauen aufbauen, indem scheinbar echte Renditen gezeigt werden.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Der „Berater“ oder „Account-Manager“ baut über Wochen hinweg eine Beziehung auf. Er verspricht VIP-Konten, Hebel-Bonuse von 1:500, garantierte Profite und exklusive IPO-Zugänge. Durch Zeitlimits wie „nur heute“, künstliche Verknappung und Social-Proof-Methoden wird der Druck erhöht. Typische Betrugszahlen liegen zwischen 5.000 € und 50.000 €, manche Opfer geben sogar mehr als 500.000 € aus. Jede weitere Einzahlung verstärkt das Gefühl von Erfolg.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Jetzt kommt der entscheidende Moment: Das Opfer will seine Gewinne auszahlen. Plötzlich werden Gebühren verlangt. Hier ist die Warnung: Zahl diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung
  • Versicherungsgebühr
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Diese Gebühren erscheinen auf der Website als Pflichtzahlungen, doch sie sind nicht real. Sobald Sie eine dieser Gebühren bezahlen, verschwindet Ihr Geld weiter und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten treten neue „Experten“ auf. Anwalts-Bots, angebliche Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ bieten an, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter dieser Fassade steckt oft dieselbe Gruppe von Tätern, die die Daten weiterverkaufen. Seriöse Anwälte und Behörden kontaktieren Sie nie per WhatsApp oder Telegram. Seien Sie vorsichtig bei jedem „Retter“, der Ihnen sofort helfen will.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jeder weitere Transfer ist ein Verlust. Beenden Sie die Verbindung zur Plattform sofort.
  2. Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Screenshots und Transaktionsbelege. Diese sind wichtig für spätere Ermittlungen.
  3. Bank oder Krypto-Börse informieren: Melden Sie die verdächtigen Transaktionen an Ihre Bank oder an die Plattform, auf der Sie die Einzahlung getätigt haben. Fordern Sie Rückbuchungen an.
  4. Strafanzeige erstatten: Kontaktieren Sie die örtliche Polizeidienststelle oder das Bundeskriminalamt und reichen Sie eine Anzeige ein. Nutzen Sie Ihre Kontakte zu Finanzermittlern, wenn Sie welche haben.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Jede Forderung, die vor einer Auszahlung verlangt, ist ein weiteres Signal. Sagen Sie „Nein“ und beenden Sie die Kommunikation.

Schluss

Aurum Foundation LTD ist ein klarer Betrug. Nutzen Sie die Erkenntnisse, um weitere Verluste zu vermeiden. Handeln Sie jetzt, bevor Sie noch mehr Geld verlieren.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei aurum.foundation gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei aurum.foundation
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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