Warnung: Our company (branchelvip.com) ist Betrug

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
Teilen:

Unsere Analyse zeigt, dass Our company (branchelvip.com) ein betrügerisches Broker- und Krypto-Portal ist. Sie sollten sofort alle Transaktionen einstellen.

Screenshot der Webseite Branchelvip (branchelvip.com)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite branchelvip.com

Warum branchelvip.com unseriös ist

Die Daten von branchelvip.com offenbaren sofort mehrere Unstimmigkeiten. Erstens fehlt jegliche Registrierung im Handelsregister: es gibt keine Registernummer, keine Angabe der Aufsichtsbehörde und auch keine Lizenznummer. Ohne diese Angaben kann die Plattform nicht legal als Broker agieren. Zweitens präsentiert die Seite keinerlei Kontakttelefonnummer oder physische Adresse. Der einzige Kontaktweg ist eine E-Mail-Adresse, die sich wie ein generischer Support-Ticket anfühlt. Drittens gibt es keine Testimonials oder Erfahrungsberichte von Kunden, weder auf der Webseite noch in sozialen Medien. Viertens werden keine Garantien oder unrealistische Renditen versprochen, und es fehlt jegliche Form von Lizenznachweis. Schließlich ist die Plattform in vier Sprachen erreichbar (Englisch, Chinesisch, Deutsch, Französisch), was zwar international wirken soll, aber gleichzeitig die Möglichkeit bietet, verschiedene Zielgruppen ohne klare Herkunft zu adressieren. Diese Kombination aus fehlender Transparenz, fehlenden regulatorischen Nachweisen und fehlender Kundenreferenz ist ein klassisches Betrugsprofil.

Wie der Betrug bei branchelvip.com abläuft

1. Erster Kontakt und Lockangebot

Betrüger nutzen meist gezielte Social-Media-Ads, die auf „schnelle Gewinne“ und „exklusive Trading-Gurus“ abzielen. Oft sind diese Anzeigen in Instagram, Facebook oder TikTok eingebettet und enthalten gefälschte Promi-Testimonials oder angebliche „Insider-Tipps“. Sobald ein Interessent ein Profil anlegt, bietet der virtuelle Account-Manager einen niedrigen Einstieg von etwa 250 Euro an: das Ziel ist, die Hemmschwelle zu senken und das Vertrauen zu gewinnen. Durch das Einzahlen kleiner Beträge wird der Nutzer psychologisch in den „Safe-Zone“-Modus versetzt, was ihn für weitere Anreize empfänglicher macht. Der Account-Manager verspricht, dass das Geld sofort investiert wird und bereits in wenigen Tagen hohe Renditen erzielen kann.

2. Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung präsentiert die Plattform fiktive Gewinne. Auf dem Dashboard werden hohe Buchgewinne angezeigt, die scheinbar aus den 250 Euro entstanden sind. In Wirklichkeit handelt es sich um simulierte Zahlen, die in der Web-App generiert werden. Es werden keine echten Aufträge an Börsen ausgeführt, sondern lediglich Datenbank-Einträge, die den Eindruck von Erfolg erwecken. Ziel ist es, das Vertrauen zu festigen und den Nutzer davon zu überzeugen, dass der Broker zuverlässig ist.

3. Drängen zu weiteren Einzahlungen

Ein persönlicher “Berater” baut über Wochen oder Monate eine Beziehung auf. Dabei werden oft Versprechen von VIP-Konten, Hebelboni von 1:500 und exklusiven IPO-Zugängen gemacht. Durch Zeitlimits wie „Nur heute noch“ oder künstliche Verknappung werden die Opfer unter Druck gesetzt. Social-Proof-Elemente: gefälschte Mit-Anleger-Storys: erhöhen die Glaubwürdigkeit. In dieser Phase zahlen Opfer oft zwischen 5.000 Euro und 50.000 Euro, manche sogar bis zu 500.000 Euro, weil sie glauben, ihre Investition würde sich exponentiell vergrößern.

4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn ein Anleger nun seine Gewinne oder das ursprüngliche Kapital auszahlen lassen möchte, wird plötzlich mit einer Reihe von Gebühren konfrontiert. Typische Fake-Gebühren sind:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

5. Recovery-Scam-Nachfolge

Nach ersten Verlusten treten oft Dritte auf: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ mit einer eigenen Wallet-Wiederherstellungs-Software. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um die selben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte oder Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Ignorieren Sie solche Angebote.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede neue Einzahlung verstärkt die Abhängigkeit vom Betrüger.
  2. Beweise sichern: Screenshot aller E-Mails, Transaktionsnachweise, Konto-Abschriften und jeglichen Kommunikationsverlaufs. Diese Dokumente sind später wichtig, um den Fall zu melden.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Krypto-Exchange: Informieren Sie sie über mögliche betrügerische Transaktionen, damit sie Ihre Konten schützen und weitere Auszahlungen blockieren können.
  4. Erstatten Sie Strafanzeige: Melden Sie die Aktivität bei Ihrer örtlichen Polizei oder beim Bundeskriminalamt. Nutzen Sie die Erfahrung von Anton Haverkamp, um die relevanten Beweise vorzulegen.
  5. Ignorieren Sie Recovery-Scam-Angebote: Jeder, der von Ihnen verlangt, Geld für „Reparatur-Dienstleistungen“ zu zahlen, ist höchstwahrscheinlich ein Mitverschwörer des ursprünglichen Betrugs. Vermeiden Sie jeglichen Kontakt.

Abschließender Hinweis

Wenn Sie bereits Opfer von Our company (branchelvip.com) geworden sind, handeln Sie jetzt. Sichern Sie Ihre Beweise, informieren Sie Ihre Bank und melden Sie den Betrug. Nur so können Sie verhindern, dass weitere Menschen in die Falle tappen. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Finanzen zu schützen: nutzen Sie sie.

Das Netzwerk hinter Our company (branchelvip.com)

Our company ist Teil eines Netzwerks von 16 Plattformen, die gemeinsame Infrastruktur und Hintermänner nutzen. Diese Verbindungen lassen sich leicht nachvollziehen, wenn man die IP-Adressen, Domain-Registrierungen und Social-Media-Kanäle prüft. Oftmals wird dieselbe Hosting-Firma verwendet, und die Betreiber tauschen sich in privaten Telegram-Gruppen aus. Für Opfer bedeutet das: ein einziges Konto kann mehrere “Marken” kontrollieren und damit die Angriffe skalieren.

und 10 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei branchelvip.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei branchelvip.com
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

Kontakt

Anfrage stellen

Schildern Sie kurz, was passiert ist. Sie bekommen eine Rückmeldung mit erster Einschätzung und Empfehlung, wie es weitergeht.

Vertraulich · Berufliche Verschwiegenheit · Unverbindlich

Kurz schildern

Ein paar Angaben genügen. Danach melden wir uns mit einer ersten Einschätzung.

Vertraulich · Unverbindlich

Bei Branchelvip Geld verloren?

Kostenlose Fall-Prüfung in 24h

Prüfen