cexwex.com im Verdacht: Warnung
Zahlen Sie kein Geld bei cexwex.com ein. Cexwex steht unter Betrugsverdacht. Die Warnzeichen sind eindeutig und die Zahl der Betroffenen wächst.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum cexwex.com unseriös ist
Die Website von cexwex.com bietet keinerlei Hinweise auf eine Handelsregisternummer oder eine Lizenzbehörde. Auf der Seite fehlen sämtliche Kontaktinformationen: keine E-Mail, kein Telefon, keine Adresse. Die Betreiber behaupten keine Erfahrung oder Erfolge an und geben keine Referenzen an. In den angebotenen Services tauchen keine regulären Anlageprodukte auf; stattdessen wird lediglich ein generisches „Trading“ ohne weitere Details angeboten. Die Plattform nutzt keine vertrauenswürdigen Zahlungsmethoden; Bitcoin ist die einzige aufgeführte Option, was ein übliches Merkmal von Scam-Plattformen ist. Alle genannten Punkte deuten stark auf ein betrügerisches Vorgehen hin.
Wie der Betrug bei cexwex.com abläuft
1. Erster Kontakt und Lockangebot
Potenzielle Kunden werden über Social-Media-Ads, gefälschte Influencer-Posts und Telegram-Gruppen erreicht. Die ersten Nachrichten enthalten einen lockenden, scheinbar günstigen Einstieg, z. B. eine „Einzahlung von 250 €“. Die Sprache ist knapp, technisch und ohne emotionalen Appell. Das Ziel ist es, die Hemmschwelle zu senken. Sobald der Nutzer die Plattform betritt, erhält er Zugriff auf eine Dashboard-Schnittstelle, die sofort hohe Gewinne anzeigt: jedoch nur Simulation.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform in wenigen Tagen „Gewinne“ von bis zu 800 € an. Die Zahlen werden in Echtzeit generiert, ohne dass echte Markttransaktionen stattfinden. Die Software simuliert Börsenbewegungen, die zu den gewünschten Ergebnissen führen. Anleger sehen sich damit ein Gefühl von Erfolg und Vertrauen ausgesetzt, obwohl keine reale Order ausgeführt wird.
3. Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein „Account-Manager“ greift nach Wochen Kontakt auf. Er verspricht VIP-Konten, Hebelboni von 1:500 und angebliche „Insider-Tipps“. Die Kommunikation nutzt häufig Zeitlimits wie „Nur heute verfügbar“ und Social-Proof-Elemente, etwa gefälschte Mit-Anleger-Stories. Typische Betrugsmuster: hohe Einzahlungen von 5.000 € bis 50.000 € und sogar über 500.000 € bei besonders gierigen Opfern.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald ein Nutzer die Auszahlung wünscht, werden sofort mehrere Gebühren genannt.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten kontaktieren oft „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“. Sie bieten an, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Anfragen sind ein klarer Hinweis auf einen Recovery-Scam. In der Regel handelt es sich um dieselben Täter, die die gesammelten Daten weiterverkaufen. Echte Anwälte oder Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Zweifel bestehen, sofort keine zusätzlichen Transfers durchführen.
- Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Screenshots, Transaktionsdetails und Kontobelege. Diese Dokumente sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Bank oder Krypto-Börse informieren: Melden Sie die verdächtigen Transaktionen bei Ihrer Bank oder der Plattform, auf der die Einzahlung erfolgt ist. Bitten Sie um sofortige Sperrung der betroffenen Konten.
- Strafanzeige erstatten: Kontaktieren Sie die örtliche Polizeidienststelle oder das Bundeskriminalamt und legen Sie alle gesammelten Beweise vor. Ein forensischer Bericht kann die Ermittlungen beschleunigen.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit angeblichen „Wiederherstellern“. Diese Angebote sind Teil des Betrugsmusters und führen nur zu weiteren Verlusten.
Sichern Sie Ihre Daten, informieren Sie die Behörden und handeln Sie umgehend, um weitere Schäden zu verhindern.
Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei cexwex.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.