Warnung vor clayscredit (clayscredit.co.uk): Erfahrungen zur Auszahlung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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clayscredit (clayscredit.co.uk) ist ein betrügerisches Krypto-Trading-Portal. Es lockt mit falschen Renditen und führt Sie in ein Netz aus Täuschung und Geldverlust.

Screenshot der Webseite Clayscredit (clayscredit.co.uk)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite clayscredit.co.uk

Warum clayscredit.co.uk unseriös ist

clayscredit.co.uk stellt sich als Krypto-Trading-Plattform dar, die angeblich hohe Renditen verspricht. Die Daten sprechen jedoch eindeutig dagegen. Auf der Website findet sich keine Handelsregisternummer, kein Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde und keine Lizenznummer. Das Fehlen jeglicher regulatorischer Angaben ist ein rotes Signal. Außerdem gibt es keinerlei Kontaktdaten: weder E-Mail noch Telefon. Die Plattform akzeptiert ausschließlich Bitcoin als Zahlungsmittel, während seriöse Broker mehrere Fiat-Optionen anbieten. Kombiniert man diese Punkte, entsteht ein klares Bild: clayscredit.co.uk ist ein Betrugsauftritt ohne rechtliche Basis.

Wie der Betrug bei clayscredit abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt & Lockangebot

Die ersten Anzeichen beginnen online. Auf Social-Media-Kanälen wie Facebook, Instagram oder TikTok tauchen Werbeanzeigen auf, die schnelle Gewinne versprechen. Oft werden gefälschte Testimonials von vermeintlichen „Erfolgsinvestoren“ verwendet. Nach dem Klick auf einen Link wird ein Registrierungsformular angezeigt, das nur minimale Angaben erfordert. Die erste Einzahlung bleibt bewusst niedrig: typischerweise 250 €: um die psychologische Hemmschwelle zu senken. Sobald das Geld eingegangen ist, wird der Benutzer in eine persönliche „Account-Manager-Session“ verwiesen, die sofort beginnt, Vertrauen aufzubauen. Der Manager verspricht, dass das Geld in wenigen Tagen in die „Markt-Pioniere“ investiert wird, um sofortige Renditen zu generieren. Durch das Gefühl von Exklusivität und Dringlichkeit wird der Anleger dazu gebracht, sich schneller zu entscheiden, als er es eigentlich sollte.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung öffnet sich die Handelsplattform mit einer farbenfrohen Oberfläche. Dort erscheinen sofort hohe Buchgewinne, zum Beispiel 800 € aus 250 €. Diese Zahlen sind jedoch rein simuliert. Es gibt keine echten Aufträge an einer Börse, keine echte Liquidität, keine Preisbewegungen. Die Plattform nutzt lediglich ein Dashboard, das vorgefertigte Gewinne anzeigt. Das Ziel ist klar: Vertrauen schaffen und das Gefühl geben, bereits erfolgreich zu sein. Der Nutzer wird ermutigt, Screenshots zu teilen, was die Glaubwürdigkeit erhöht. Gleichzeitig wird er mit einem Dashboard konfrontiert, das ständig aktualisiert wird, sodass er glaubt, dass die Gewinne real und kontinuierlich sind.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Im Anschluss an die ersten Gewinne beginnt der „Berater“ mit dem Verkauf von VIP-Konten. Er verspricht Hebel-Bonuses von 1:500, garantierte Profite, exklusiven Zugang zu IPOs und „Insider-Tipps“. Durch wiederholte Erinnerungen, Zeitlimits und Social-Proof-Elemente wird der Anleger dazu bewegt, mehr Geld einzuzahlen. Typische Betrugszahlen liegen zwischen 5.000 € und 50.000 €. Manche Opfer geben sogar mehr als 500.000 € ab, weil sie glauben, ein System zu haben, das garantiert. Der Manager nutzt dabei psychologische Taktiken wie „nur heute“, „exklusive Plätze“, „limitierte Angebote“, um den Druck zu erhöhen. Er spielt mit dem Stolz und der Angst des Opfers, das Geld zu verlieren oder das Angebot zu verpassen.

Schritt 4: Auszahlungswunsch & Forderung von Gebühren

Wenn ein Anleger nun seine Gewinne auszahlen möchte, wird sofort die Auszahlungsphase blockiert. Auf dem Bildschirm tauchen plötzlich mehrere Gebühren auf. Diese umfassen:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung
  • Versicherungsgebühr
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Die Plattform nutzt diese Phase, um noch mehr Geld von den Opfern zu ergaunern. Sie zeigt dem Kunden ein verzweifeltes „Auszahlungsformular“ und verlangt, dass er die Gebühren vorab bezahlt, damit die Auszahlung in 24 h erfolgen könne. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen neue „Helfer“ auf. Das sind angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder Krypto-Forensiker, die versprechen, das Geld zurückzubekommen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Server-Zugriff“ oder „Übersetzungen“. Hinter diesen Forderungen steckt meist dieselbe Gruppe, die die Plattform betreibt. Sie nutzen die Verzweiflung der Opfer, um noch mehr Geld zu kassieren. Ein echtes Amt würde NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram Kontakt aufnehmen. Diese Recovery-Scammer nutzen die Angst vor Verlust und die Hoffnung auf Rückgewinnung aus, um weitere Gebühren zu erheben. Sie geben vor, ein offizielles Verfahren zu haben, das die Rückzahlung garantiert, während sie gleichzeitig die Opfer dazu bringen, ihre Daten preiszugeben.

Das Netzwerk hinter clayscredit

clayscredit.co.uk ist Teil eines Netzwerks von 79 ähnlichen Plattformen. Diese Plattformen teilen die gleiche Infrastruktur, nutzen gemeinsame Backend-Server und re-brandieren sich ständig, sobald Behörden oder Nutzer auf sie aufmerksam werden. Durch dieses Netzwerk können die Betreiber ihr Risiko streuen und gleichzeitig neue Opfer anziehen, indem sie immer wieder neue Domain-Namen verwenden. Oftmals wechseln sie die Kontaktdaten und die Design-Elemente, aber die Kernmechanik bleibt gleich: falsche Gewinne, gefälschte Testimonials, gefälschte Lizenzen und ein komplexes System aus Gebühren, das die Opfer in die Falle lockt.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Einzahlung erhöht das Risiko, komplett nichts zurückzubekommen. Einmal in das System eingezahlt, ist es fast unmöglich, die Mittel ohne Hilfe der Plattform zurückzubekommen.
  2. Belege sichern. Bewahren Sie sämtliche E-Mails, Screenshots und Transaktionsdaten auf. Diese sind entscheidend für spätere Ermittlungen. Speichern Sie die Bank- oder Wallet-Transaktionen in einem gesicherten Ordner,

Verdächtige Verbindungen zu clayscredit

clayscredit.co.uk ist Teil eines Netzwerks von 79 Plattformen, die ähnliche Betrugsmuster aufweisen.

und 73 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei clayscredit.co.uk gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei clayscredit.co.uk
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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