Warnung vor Cubo Markets (cubomarkets.com): Erfahrungsberichte und Auszahlungsprobleme

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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Sie haben bereits Geld bei Cubo Markets eingezahlt und erwarten nun Ihre Gewinne? Die Plattform ist ein klarer Betrug: Sie verlieren nicht nur Ihr Geld, sondern riskieren auch weitere Verluste durch gefälschte Auszahlungsgebühren. Wir zeigen Ihnen, warum Cubo Markets unseriös ist und wie Sie sich schützen können.

Screenshot der Webseite Cubomarkets (cubomarkets.com)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite cubomarkets.com

Warum cubomarkets.com unseriös ist

Cubo Markets präsentiert sich auf seiner Website als globaler Broker mit Angeboten im Forex-, Krypto- und Aktienhandel. Doch die Daten, die wir analysiert haben, weisen mehrere alarmierende Inkonsistenzen auf. Erstens fehlt jegliche Angabe einer Handelsregisternummer oder Lizenzbehörde: ein Muss für jedes regulierte Finanzunternehmen. Zweitens ist die angebliche Geschäftsadresse ein unsortiertes Sammelsurium von sechs Ländern, wobei in keinem dieser Länder ein Eintrag im Handelsregister zu finden ist. Drittens akzeptiert die Plattform Banküberweisungen, Kreditkarten und E-Wallets, ohne ein sicheres Verfahren zur Verifizierung von Identität und Geldfluss zu gewährleisten. Schließlich listet Cubo Markets 18 angeblich zufriedene Kunden, deren Namen ohne weitere Identifikationsdaten oder verifizierbare Konten erscheinen. Diese Kombination aus fehlender Transparenz, geografischer Unklarheit und fehlender regulatorischer Absicherung ist ein deutliches Warnsignal, dass es sich bei Cubo Markets um ein unseriöses Angebot handelt.

Wie der Betrug bei cubomarkets.com abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot

Viele Opfer werden über Social-Media-Ads oder Telegram-Gruppen auf Cubo Markets aufmerksam. Die Werbeanzeigen zeigen scheinbar erfolgreiche Trader, die ihre Gewinne in kurzen Videos präsentieren. Der erste Schritt besteht darin, ein kleines, leichtes Einzahlungsangebot zu machen: oft um die 250 €: um die Hemmschwelle zu senken. Sobald das Geld auf das Konto der Plattform gelangt, wird dem Anleger ein persönlicher „Account-Manager“ zugeteilt, der ihm das Gefühl gibt, individuell betreut zu werden.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform angeblich hohe Gewinne an. Der Anleger sieht auf dem Dashboard, wie 250 € innerhalb weniger Tage in 800 € wachsen. Diese Zahlen entstehen jedoch nicht durch echten Handel, sondern sind simulierte Werte, die von der Web-App erzeugt werden. Es gibt keine echten Orderbuch-Transaktionen, keine Verbindung zu regulierten Börsen und keine nachvollziehbare Positionsrechnung. Der Zweck dieser simulierten Gewinne ist es, Vertrauen zu schaffen und den Anleger zu ermutigen, weiter einzuzahlen.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Der „Account-Manager“ nutzt psychologische Druckmittel, um weitere Geldflüsse zu erzwingen. Er bietet angeblich VIP-Konto-Status, Hebelboni von 1:500 und „exklusive“ IPO-Zugänge an. Durch Zeitlimits wie „Nur heute verfügbar“ oder künstliche Verknappung von „Plätzen“ versucht er, die Angst des Anlegers vor verpassten Chancen zu schüren. In der Praxis werden die Opfer dazu gebracht, zwischen 5 000 € und 50 000 € einzuzahlen: in manchen Fällen sogar über 500 000 €: ohne dass echte Handelsaktivitäten stattfinden.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn ein Anleger nun sein Geld abheben möchte, tauchen plötzlich Gebühren auf. Zu den häufig genannten Fake-Gebühren gehören:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Sobald Sie diese Gebühren zahlen, verschwinden die angeblichen Gewinne: und Ihre Einzahlung bleibt unverändert unzugänglich.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen oft „Experten“ auf: angebliche Anwälte, Krypto-Forensiker oder sogar vermeintliche Behördenmitarbeiter. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Reparatur- oder Analyse-Kosten“. Diese Forderungen sind immer Teil einer zweiten Betrugs-Schicht, bei der die Täter die Daten weiterverkaufen oder weitere Opfer erpressen. Echte Anwälte oder Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie den Verdacht haben, dass es sich um einen Betrug handelt, stoppen Sie jegliche Transaktionen.
  2. Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Chat-Logs, Kontoauszüge und Bildschirmfotos. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie später rechtliche Schritte einleiten oder die Polizei informieren.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienstleister: Informieren Sie die Bank, über die Sie Geld überwiesen haben, und fordern Sie eine Rückbuchung an. Viele Banken haben Prozesse, um Geld bei Verdacht auf Betrug zurückzuverfolgen.
  4. Erstatten Sie Strafanzeige: Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder beim Online-Verbraucherschutz. Ihre Erfahrung kann anderen helfen und die Täter ermitteln.
  5. Ignorieren Sie „Recovery-Scams“: Seien Sie skeptisch bei jedem Angebot, das vorgibt, Ihr Geld zurückzugewinnen. Legitime Anwälte oder Behörden werden Sie nicht über soziale Medien kontaktieren und verlangen keine Vorauszahlung.

Schluss

Wenn Sie bereits bei Cubo Markets investiert haben oder noch vorhaben, ist es wichtig, sofort zu handeln. Vermeiden Sie weitere Einzahlungen, sichern Sie Ihre Beweise und melden Sie den Vorfall. Durch schnelle Reaktion erhöhen Sie Ihre Chancen, zumindest einen Teil Ihres Geldes zurückzufordern.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei cubomarkets.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei cubomarkets.com
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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