Warnung: depoz.company unter Betrugsverdacht
Lassen Sie sich nicht von depoz.company täuschen. Depoz gibt sich als seriöser Broker aus, doch nach unserer Einschätzung handelt es sich um eine Betrugsmasche. Ihr eingezahltes Geld ist in Gefahr.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum depoz.company unseriös ist
Depoz (depoz.company) präsentiert sich als moderne Investmentplattform, doch die Fakten zeigen, dass es sich um ein klassisches Betrugsschema handelt. Erstens fehlt auf der Website jegliche gesetzliche Registrierungsnummer oder Angabe einer Aufsichtsbehörde. Ohne diese Angaben ist die Plattform nicht reguliert und kann keine verbindlichen Auflagen erfüllen. Zweitens gibt es keinerlei Kontaktmöglichkeiten: weder E-Mail noch Telefon. Ein seriöser Broker stellt stets mehrere Kommunikationskanäle bereit, damit Kunden Fragen stellen und Anliegen klären können. Drittens ist die Plattform in keiner offiziellen Datenbank gelistet, was die Nachvollziehbarkeit von Geschäftstätigkeiten verhindert. Viertens wird auf der Website keinerlei Lizenznummer oder regulatorische Bestätigung angezeigt, obwohl die Plattform von angeblich erfahrenen Experten betrieben wird. Diese Mängel sind klare Warnsignale: Ohne Regulierung, ohne Kontakt und ohne Transparenz kann die Plattform keine vertrauenswürdige Finanzdienstleistung erbringen.
Wie der Betrug bei depoz.company abläuft
1. Erste Kontaktaufnahme und verlockendes Lockangebot
Depoz nutzt gezielt Social-Media-Werbung, um potenzielle Opfer anzusprechen. In kurzen, emotionalen Videos wird ein vermeintlicher „Top-Trader“ gezeigt, der angeblich in kurzer Zeit enorme Gewinne erzielt hat. Die Werbung enthält keine seriösen Referenzen, sondern nur vage Behauptungen und gefälschte Erfolgsgeschichten. Sobald ein Interessent auf einen Link klickt, wird er auf ein Registrierungsformular geführt, in dem er persönliche Daten eingibt. Der erste Geldtransfer ist bewusst niedrig gehalten: typischerweise 250 €, um die Hemmschwelle zu senken. Diese geringe Summe wirkt wie ein „Sicherheitskredit“, der später als „Erste Investition“ bezeichnet wird. Durch die schnelle Anmeldung wird das Vertrauen aufgebaut, ohne dass echte Kontrollen stattfindet.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach dem ersten Geldtransfer öffnet Depoz ein Dashboard, das scheinbar hohe Renditen anzeigt. Sie sehen, wie aus 250 € plötzlich 800 € entstehen: alles innerhalb weniger Tage. In Wahrheit werden diese Zahlen nicht aus realen Börsenkursen berechnet; die Software generiert zufällige Gewinne, um den Eindruck von Erfolg zu erwecken. Es gibt keinerlei Transaktionshistorie oder echte Orderbuchdaten. Die Plattform nutzt nur ein internes System, das die Gewinne simuliert. Dieser Trick dient dazu, den Anleger zu täuschen und ihn zu glauben, er habe ein profitables Investment. Die Simulation ist so überzeugend, dass viele Nutzer ihre ersten Gewinne tatsächlich als Beweis für die Wirksamkeit des Systems ansehen.
3. Drängen auf zusätzliche Einzahlungen
Nachdem die ersten „Gewinne“ gezeigt wurden, wird der Anleger aktiv zu größeren Einzahlungen motiviert. Ein persönlicher „Berater“, der über Chat-Apps erreichbar ist, schlägt vor, ein „VIP-Konto“ zu eröffnen. Hierfür bietet Depoz angeblich Hebel von bis zu 1:500, garantiert Gewinne und exklusive Einblicke in IPO-Angebote. Der Druck wird durch Zeitlimits („Nur heute“, „Limit 48 h“) und gefälschte Testimonials verstärkt. Der Anleger wird suggeriert, dass nur durch zusätzliche Einzahlungen das Risiko minimiert und die Rendite maximiert werden kann. Oft wird der Kunde über Monate hinweg angesprochen, bis er mehrere tausend Euro einsetzt: und das alles, ohne dass echte Handelsgeschäfte stattfinden.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger nun seine Gewinne oder sein ursprünglich investiertes Kapital auszahlen möchte, tritt die eigentliche Betrugsmasche in Kraft. Depoz verlangt plötzlich eine Reihe von Gebühren, die in der Regel nicht bei seriösen Anbietern üblich sind.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Verlust auch dieses extra Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Dies ist die letzte Melkphase des Scams: ein Versuch, noch mehr Geld aus den ohnehin geschädigten Anlegern zu ziehen.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten häufig Dritte in den Kontakt. Sie präsentieren sich als Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie behaupten, das Geld zurückzuholen, und fordern dafür Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungskosten“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Personen sind in der Regel dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben. Sie verkaufen die Daten der Opfer an Dritte oder nutzen sie für weitere Betrugsversuche. Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Jede Aufforderung, Geld zu überweisen, ist ein klarer Hinweis auf eine weitere Betrugsmasche.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Zahlung erhöht das Risiko, dass Sie noch mehr Geld verlieren.
- Sichern Sie Beweise. Speichern Sie alle E-Mails, Chat-Logs, Zahlungsbestätigungen und Screenshot-Bilder der Plattform. Diese Dokumente sind entscheidend, falls Sie später Strafanzeige erstatten möchten.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Kryptowährungsbörse. Informieren Sie die Institution sofort über die verdächtigen Transaktionen. Bitten Sie um Sperrung der Konten und Rückabwicklung, falls möglich.
- Erstatten Sie Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle oder beim Bundeskriminalamt. Nutzen Sie Ihre Erfahrung mit Anton Haverkamp als Hinweisgeber: Je mehr konkrete Beweise Sie vorlegen, desto schneller wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
- Ignorieren Sie alle weiteren Kontaktversuche von angeblichen „Reparaturteams“. Jede Aufforderung, Geld für angebliche Gebühren oder Dienstleistungen zu überweisen, ist ein weiterer Betrugsversuch. Melden Sie solche Kontakte sofort an die Polizei.
- Informieren Sie Ihre Freunde und Familie. Teilen Sie Ihre Erfahrungen und warnen Sie vor Depoz (depoz.company). So verhindern Sie, dass weitere Menschen Opfer werden.
- Suchen Sie unabhängige rechtliche Beratung. Ein Anwalt, der sich auf Finanzbetrug spezialisiert hat, kann Ihnen helfen, Ihre Rechte durchzusetzen und mögliche Schadensersatzansprüche zu prüfen.
- Nutzen Sie Online-Foren und Verbraucherportale. Dort können Sie Ihre Geschichte teilen und andere Anleger warnen. Plattformen wie Trustpilot oder ähnliche Seiten sind ein guter Ort, um Warnungen zu veröffentlichen.
- Bleiben Sie wachsam. Auch nach dem ersten Ausfall können weitere Betrüger versuchen, Ihr Vertrauen erneut zu gewinnen. Seien Sie immer skeptisch, wenn Ihnen plötzlich „exklusive“ Gewinnchancen präsentiert werden.
- Nutzen Sie offizielle Regulierungsstellen. Melden Sie Depoz (depoz.company) bei der BaFin oder einer vergleichbaren Behörde, damit weitere Nutzer vor ähnlichen Risiken geschützt werden.
Abschließende Warnung
Depoz (depoz.company) ist ein klarer Betrug. Handeln Sie jetzt, bevor weitere Anleger ihr Geld verlieren.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei depoz.company gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.