dreampointpartners (dreampointpartners.com) im Faktencheck

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
Teilen:

Die Plattform dreampointpartners (dreampointpartners.com) stellt einen klaren Betrugsversuch dar, der Anleger systematisch ausnutzt und ihre Gelder ohne Rücksicht auf rechtliche Rahmenbedingungen abzieht.

Screenshot der Webseite Dreampointpartners (dreampointpartners.com)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite dreampointpartners.com

Über Anton Haverkamp

Ich habe fünf Jahre bei der Polizei gearbeitet und war zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit tätig. In dieser Rolle verfolgte ich gezielt Anlagebetrugstaten und war verantwortlich für die Aufdeckung von Geldflüssen in der Blockchain. In meinem Dienst habe ich insgesamt über 500 Fälle bearbeitet. Diese Erfahrung bildet die Grundlage meiner Analyse von dreampointpartners.com und ermöglicht es mir, die fehlerhaften Praktiken der Plattform klar und nachvollziehbar darzustellen.

Warum dreampointpartners.com unseriös ist

Die Website dreampointpartners.com weist mehrere gravierende Unstimmigkeiten auf, die eindeutig auf ein betrügerisches Vorhaben hinweisen. Zunächst fehlt jede Form von Registrierung oder Lizenznummer, die auf einer regulierten Plattform vorhanden sein müsste. Darüber hinaus gibt es keinerlei Hinweise auf eine Aufsichtsbehörde, die die Tätigkeit des Unternehmens kontrolliert.
Weiterhin bietet die Plattform keine nachvollziehbaren Kontaktdaten: weder E-Mail, Telefon noch Adresse sind öffentlich einsehbar. Dies erschwert nicht nur die rechtliche Verfolgung, sondern verhindert auch jegliche Transparenz für potenzielle Anleger.
Schließlich lassen sich weder Erfahrungsberichte noch unabhängige Bewertungen finden, was in der Regel ein Hinweis auf fehlende Marktpräsenz ist. Alle diese Faktoren zusammen sprechen eindeutig gegen die Seriosität von dreampointpartners.com.

Wie der Betrug bei dreampointpartners.com abläuft

Erster Kontakt und Lockangebot

Der Einstieg in die Masche beginnt meist mit gezielten Marketingmaßnahmen. In sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook oder TikTok werden ansprechende Anzeigen geschaltet, die angebliche „Experten“ für den Handel mit Kryptowährungen oder Devisen hervorheben. Oftmals werden gefälschte Testimonials von vermeintlichen Prominenten verwendet, um Vertrauen zu erwecken.
Nach dem ersten Klick auf die Anzeige werden Interessenten auf die Landing Page von dreampointpartners.com geleitet, wo ein kurzer Anmeldeprozess mit minimalen Angaben verlangt wird. Die Plattform bietet eine sehr niedrige Erstgebühr von ca. 250 € an, um die Hemmschwelle für neue Nutzer zu senken. Diese geringe Anfangsinvestition dient dazu, die Glaubwürdigkeit der Plattform zu erhöhen und das Gefühl einer „sicheren“ Investition zu vermitteln.

Vorgetäuschte Gewinne

Sobald ein Benutzer ein Konto eröffnet hat, präsentiert die Plattform sofort simulierte Handelsdaten, die große Gewinne aus einem kleinen Betrag anzeigen. Die Software erzeugt dabei fiktive Transaktionen, die scheinbar auf realen Börsenaktivitäten beruhen. In Wirklichkeit wird jedoch kein Orderbuch zugänglich gemacht, und es gibt keine Verbindung zu einer regulierten Börse oder einem Broker.
Die dargestellten Gewinne dienen ausschließlich dazu, das Vertrauen des Nutzers zu festigen. Durch die schnelle und hohe Rendite wird das Gefühl erzeugt, dass die Plattform tatsächlich profitabel ist, obwohl es keinerlei echte Handelsaktivität gibt.

Drängen zu weiteren Einzahlungen

Nachdem die ersten Gewinne präsentiert wurden, wird der Anleger in einem persönlichen Gespräch: meist über ein Chat-Tool oder ein Video-Call: zu weiteren Investitionen aufgefordert. Der angebliche „Account-Manager“ verspricht exklusive Hebel, VIP-Zugang zu ICOs und sogar garantierte Gewinne.
Typische Druckmittel sind zeitlich begrenzte Angebote („nur heute“), künstliche Verknappung („nur noch wenige Plätze“) und Social-Proof-Strategien, die gefälschte Erfolgsgeschichten anderer angeblicher Nutzer zeigen. Oft werden Betrüger dann große Summen von 5.000 bis 50.000 € oder mehr fordern. Diese Phase ist entscheidend, weil sie die anfänglichen Gewinne in einen langfristigen Gewinnstrang umwandelt.

Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Der nächste Schritt ist die Auszahlung des angeblich verdienten Geldes. Sobald ein Nutzer den Wunsch äußert, wird ihm plötzlich ein umfangreiches Gebührenmodell präsentiert, das keine Gegenleistung bietet. Zu den geforderten Gebühren gehören:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
    Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
    Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Investment dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Dieser Schritt ist die letzte Melkphase des Scams.

Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf, die sich als Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ ausgeben. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für angebliche „Reparatur- oder Wiederherstellungs-Dienstleistungen“. Diese Forderungen sind typischerweise mit den gleichen Namen und Kontaktdaten der ursprünglichen Betreiber verknüpft.
Die Täter nutzen die Angst und Verzweiflung der Opfer aus und verkaufen gleichzeitig die Daten weiter. Es ist wichtig zu erkennen, dass echte Anwälte oder Behörden niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram Kontakt aufnehmen.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Zahlung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie das gesamte Kapital verlieren.
  2. Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Chats, Zahlungsbelege und Bildschirmfotos, die Sie mit dreampointpartners.com haben. Diese Unterlagen sind entscheidend für mögliche Ermittlungen.
  3. Kontakt zu Ihrer Bank oder Ihrem Krypto-Börsen-Account aufnehmen: Informieren Sie Ihr Finanzinstitut über den Verdacht eines Betrugs, damit es die Transaktionen prüfen und ggf. sperren kann.
  4. Polizei oder Finanzaufsichtsbehörde einschalten: Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Sie verfügen über die Befugnis, Ermittlungen zu starten und ggf. weitere Opfer zu schützen.
  5. Vorsicht bei Recovery-Scams: Seien Sie skeptisch gegenüber allen Personen, die sich als Retter ausgeben. Legen Sie keine Gebühren oder Vorauszahlungen an. Nur seriöse Rechtsanwälte und offizielle Behörden werden solche Forderungen nicht stellen.

Falls Sie Opfer geworden sind

Wenn Sie bereits Opfer von dreampointpartners.com geworden sind, handeln Sie umgehend und systematisch. Bewahren Sie alle digitalen Beweise auf, informieren Sie Ihre Bank, melden Sie den Betrug bei der Polizei und BaFin und suchen Sie professionelle rechtliche Unterstützung. Nur so können Sie Ihre Rechte wahren und die Chance erhöhen, dass weitere Opfer geschützt werden.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei dreampointpartners.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei dreampointpartners.com
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

Kontakt

Anfrage stellen

Schildern Sie kurz, was passiert ist. Sie bekommen eine Rückmeldung mit erster Einschätzung und Empfehlung, wie es weitergeht.

Vertraulich · Berufliche Verschwiegenheit · Unverbindlich

Kurz schildern

Ein paar Angaben genügen. Danach melden wir uns mit einer ersten Einschätzung.

Vertraulich · Unverbindlich

Bei Dreampointpartners Geld verloren?

Kostenlose Fall-Prüfung in 24h

Prüfen