finoraglobal24 (finoraglobal24.com) im Faktencheck: Betrugswarnung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·3 Min. Lesezeit·
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Achtung! finoraglobal24 (finoraglobal24.com) ist kein seriöser Broker. Er lockt Anleger mit falschen Versprechen und verstecken ihr wahres Gesicht hinter leeren Angaben.

Screenshot der Webseite Finoraglobal24 (finoraglobal24.com)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite finoraglobal24.com

Warum finoraglobal24.com unseriös ist

finoraglobal24.com gibt keinerlei Aufsichtsbehörde an, keine Handelsregisternummer, keine Kontaktdaten: alles wesentliche Anzeichen für einen legitimen Broker. Auf der Website finden sich keinerlei Informationen zu einer Lizenz oder einem regulatorischen Rahmen. Der Betreiber nutzt ein komplett anonymes Profil, ohne dass ein offizielles Firmenkonto im Handelsregister verzeichnet ist. Außerdem werden keine realen Handelsdaten angezeigt; die angeblichen Renditen erscheinen nur in einer internen Simulation. Diese Kombination aus fehlender Transparenz, fehlenden regulatorischen Bestätigungen und unrealistischen Gewinnzahlen ist ein klares Indiz für einen Betrug.

Wie der Betrug bei finoraglobal24.com abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot

Die meisten Opfer werden über gezielte Werbeanzeigen in sozialen Medien kontaktiert. Dort wird ein „Anlageberater“ präsentiert, der sofort einen kleinen Betrag (z. B. 250 €) verspricht, in kurzer Zeit stark zu steigern. Diese niedrige Einstiegssumme senkt die Hemmschwelle und schafft Vertrauen. Die Agentur nutzt gefälschte Testimonials, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen, und bietet ein „exklusives“ Angebot an, das nur für „erste“ Kunden gilt. Sobald Sie sich anmelden, erhalten Sie Zugang zu einer hübsch gestalteten Oberfläche, die sofort hohe Gewinne anzeigt.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform sofort steigende Zahlen an. Die „Gewinne“ entstehen jedoch nicht durch echte Marktbewegungen. Stattdessen generiert die Software zufällige Daten, die in einer hübschen Grafik dargestellt werden. Es gibt keine echten Orderbuch-Spuren, keine Transaktionsnachweise auf einer Börse. Das Ziel ist es, den Anleger zu täuschen und ihn glauben zu lassen, dass seine Investition gewinnbringend ist.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Ein fiktiver „Account-Manager“ baut über Wochen eine Beziehung auf und spricht von VIP-Konten, Hebelboni von 1:500 und garantierten Profiten. Er nutzt Zeitdruck („Nur heute“) und künstliche Verknappung („Nur noch wenige Plätze“). Durch soziale Beweise: gefälschte Mit-Investoren-Storys: wird der Eindruck geschaffen, dass andere bereits große Summen angelegt haben. Die Opfer zahlen anschließend zwischen 5.000 € und 50.000 € ein, um von den angeblichen Vorteilen zu profitieren.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Sobald der Anleger sein Geld auszahlen möchte, tauchen plötzlich Gebühren auf.

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld und es kommt trotzdem keine Auszahlung.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten treten häufig Dritte auf den Plan: angebliche Anwälte, Behörden­mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die ein „Wiederherstellungs-Programm“ anbieten. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. In Wirklichkeit handelt es sich um dieselben Täter, die Ihre Daten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Hör sofort auf, weitere Zahlungen zu leisten. Jede weitere Einzahlung verschlechtert Ihre Lage.
  2. Sichere sämtliche Beweise. Screenshots von Kontoeinblicken, E-Mails, Zahlungsbestätigungen und Chatverläufen sollten Sie sofort archivieren.
  3. Kontaktiere deine Bank oder Kryptobörse. Informiere sie über die verdächtige Transaktion und bitte um Sperrung des Kontos, falls noch nicht geschehen.
  4. Reiche eine Strafanzeige bei der Polizei ein. Nutze deine Erfahrungen als Hinweisgeber und lasse den Fall von der Finanzermittlungs-Spezialeinheit prüfen.
  5. Ignoriere Recovery-Scam-Anfragen. Lass dich nicht von „Experten“ um Geld bitten. Ein seriöser Rechtsanwalt wird dich nicht per Messenger kontaktieren.

Fazit

Finoraglobal24.com ist ein klarer Betrugsfall. Die fehlenden regulatorischen Angaben, die gefälschten Gewinne und die gefürchteten Gebühren zeigen eindeutig, dass hier kein legitimer Broker agiert. Bewahren Sie Ruhe, handeln Sie sofort und schützen Sie Ihr Vermögen.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei finoraglobal24.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei finoraglobal24.com
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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