Granite-Profit Limited (graniteprofits.online): Ist das ein Betrug?
Sie haben möglicherweise schon ein Konto bei Granit-Profit Limited eröffnet und sind nun auf die Praxis der Plattform gestoßen. Diese Analyse zeigt, dass graniteprofits.online eindeutig betrügerische Absichten verfolgt und keine seriöse Anlegertätigkeit anbietet.

Achtung
Betrugsverdacht
Sie haben ein Konto auf Granit-Profit Limited eröffnet und erwarten Gewinne. Doch die Plattform ist kein regulierter Broker, sondern ein Betrugsnetzwerk. In diesem Artikel erfahren Sie, wie der Betrug abläuft, welche Warnsignale Sie beachten sollten und welche Schritte Sie jetzt unternehmen können, um Ihr Geld zu schützen.
Warum graniteprofits.online unseriös ist
Die erste Anzeichen für Unregelmäßigkeiten zeigen sich bereits in den öffentlich zugänglichen Informationen. Granit-Profit Limited gibt keine Handelsregisternummer oder Aufsichtsbehörde an, obwohl ein regulierter Broker diese Angaben zwingend vorweisen müsste. Der angebliche Sitz im Vereinigten Königreich ist nicht im Handelsregister verzeichnet, was ein starkes Hinweis auf eine Fassade ist.
Weiterhin bietet die Plattform ausschließlich Bitcoin als Zahlungsmittel an. Ein seriöser Broker würde eine breite Palette von Banküberweisungen oder Kreditkartenzahlungen zulassen. Die Versprechen von „20 % bis 100 %“ Rendite sind unrealistisch und ohne jegliche Quellenangabe. Diese Kombination aus fehlender Regulierung, unvollständigen Kontaktdaten und überhöhten Renditeversprechen weist eindeutig auf betrügerisches Verhalten hin.
Angegebene Adresse von Granit-Profit Limited
Die Plattform nennt als Sitz „Vereinigtes Königreich“, jedoch ist die Adresse im Handelsregister nicht auffindbar. Es gibt keinerlei Anzeichen für eine registrierte Niederlassung dort, was die Angabe als Fassade erscheinen lässt.
Unter der angegebenen Anschrift im Vereinigten Königreich ist tatsächlich ein Ort ("Vereinigtes Königreich") verortet, kein für einen Broker geeignetes Büro oder Firmensitz.
Die infrastrukturelle Spurensuche fördert einen Widerspruch zutage. Der Server steht in den USA, die behauptete Firmenadresse aber im Vereinigten Königreich. Solche Diskrepanzen sind ein typisches Merkmal betrügerischer Plattformen, die hinter ausländischer Hosting-Infrastruktur eine seriöse Adresse vortäuschen.
- Adresse
- Vereinigtes Königreich
- Server-Standort
- USA
- Hosting-Land
- USA
Wie der Betrug bei graniteprofits.online abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst durch gezielte Social-Media-Kampagnen angesprochen. Granit-Profit Limited nutzt dabei gefälschte Testimonials mit Namen wie RITHY LIM oder DARA HENG, die angeblich in kurzer Zeit hohe Gewinne erzielt haben. Diese Namen erscheinen auf der Website, aber es gibt keine Möglichkeit, deren Identität zu überprüfen.
Sobald ein Interessent ein Interesse signalisiert, erhält er eine Einladung zu einem persönlichen Beratungsgespräch. Hier wird ihm ein sehr niedriger Mindesteinzahlungsbetrag von 25 € vorgeschlagen, um die Hemmschwelle zu senken. Der Einstieg klingt verlockend: „Nur 25 € starten und sehen Sie selbst, wie sich Ihr Kapital vervielfacht.“ Diese Technik nutzt die Psychologie der Verfügbarkeit und der schnellen Gewinne, um Vertrauen zu erwecken.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung werden die Nutzer mit simulierten Handelsdaten konfrontiert. Auf der Plattform erscheinen in wenigen Tagen angeblich hohe Gewinnzahlen: aus 25 € in 2 Wochen 800 €. Diese Zahlen entstehen nicht durch echte Markttransaktionen, sondern werden von einer internen Datenbank generiert, die die Benutzeroberfläche mit attraktiven Charts füttert.
Kein echter Order-Book-Feed wird angebunden; es gibt keine Verbindung zu einer Börse oder einem regulierten Clearinghouse. Stattdessen bleibt die Plattform auf einer einzigen Web-Anwendung, die lediglich hübsche Zahlen darstellt. Das Ziel ist klar: das Vertrauen der Anleger zu gewinnen, damit sie weitere Mittel einzahlen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Wenn die ersten simulierten Gewinne sichtbar sind, beginnt die Plattform, den Anleger zu locken. Ein „Account-Manager“ oder ein angeblicher „Anlageberater“ bietet exklusive VIP-Konditionen an: Hebel bis zu 1:500, garantierte Profite, Zugang zu angeblichen IPO-Deals oder Insider-Tipps.
Um die Dringlichkeit zu erhöhen, werden Zeitlimits gesetzt: „Nur heute verfügbar“: und es wird ein künstlicher Mangel erzeugt, indem die Plattform behauptet, es gäbe nur begrenzte Plätze für neue Investoren. Gleichzeitig werden andere angebliche Anlegerberichte zitiert, die scheinbar schnelle Erfolge erzielt haben. Durch diese Kombination aus sozialem Druck, künstlicher Verknappung und verlockenden Versprechen werden weitere Einzahlungen angekurbelt.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald ein Anleger sein Geld abheben möchte, tauchen plötzlich Gebühren auf, die angeblich notwendig sind, um die Auszahlung abzuschließen.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten häufig Dritte in Erscheinung. Sie stellen sich als Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ vor, die angeblich das Geld zurückholen können. Sie fordern Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“.
Diese Personen nutzen die Verwirrung und Angst der Opfer aus. Hinter allem steht jedoch dieselbe Gruppe, die die ursprüngliche Plattform betrieben hat. Sie verkaufen die gesammelten Daten weiter und versuchen, noch mehr Geld aus den verzweifelten Opfern zu ziehen. Seriöse Anwälte oder Behörden werden NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram kontaktiert.
Das Netzwerk hinter graniteprofits.online
Granite-Profit Limited ist Teil eines Netzwerks von 24 weiteren Plattformen, die in ihrer Struktur, ihrem Design und ihrem Marketing stark ähneln. Oftmals wechseln die Betreiber ihre Domainnamen, um den Behörden zu entgehen, während die Kerninfrastruktur: Server, Web-Applikationen, Zahlungsverbindungen: unverändert bleibt. Diese Art des Re-Brandings ist typisch bei Betrugsnetzwerken, die sich nach einer Aufklärung schnell neu positionieren.
Durch die enge Verknüpfung lassen sich mehrere Plattformen gleichzeitig kontrollieren, was die Betreiber in die Lage versetzt, bei einer einzelnen Aufklärung mehrere Fronten zu verlieren. Für Opfer bedeutet das, dass es nicht ausreicht, nur eine Plattform zu melden; man muss das gesamte Netzwerk untersuchen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie bemerken, dass Ihre Gewinne nur simuliert sind, stoppen Sie alle weiteren Transfers. Jede zusätzliche Zahlung erhöht das Risiko, dass Sie das restliche Geld verlieren.
- Belege und Screenshots sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Transaktions-Screenshots, Konto-Statements und Chat-Protokolle. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie später Anzeige erstatten oder eine Rückerstattung beantragen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Kryptobörsen-Account: Informieren Sie Ihre Bank über die verdächtigen Transaktionen. Falls Sie Kryptowährungen eingesetzt haben, melden Sie den Vorfall bei Ihrem Exchange. Viele Anbieter haben Melde- und Sperrmechanismen, die Ihnen helfen können, weitere Verluste zu verhindern.
- Anzeige bei der Polizei erstatten: Wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle oder die Internet-Kriminalitätseinheit. Die Ermittler verfügen über die Mittel, um die Betreiber zu identifizieren und rechtliche Schritte einzuleiten.
- Ignorieren Sie „Recovery-Scams“: Wenn Sie von Anwälten oder Forensik-Experten kontaktiert werden, die behaupten, Ihr Geld zurückzuholen, lehnen Sie jede Vorauszahlung ab. Seriöse Fachleute werden niemals unaufgefordert aufgreifen und verlangen Vorauszahlungen.
- Informieren Sie sich über Regulierungsbehörden: Prüfen Sie, ob die Plattform bei einer Aufsichtsbehörde registriert ist. Fehlen solche Angaben, ist das ein starkes Warnsignal.
- Teilen Sie Ihre Erfahrung: Veröffentlichen Sie Ihre Geschichte in Foren, auf sozialen Medien oder bei Verbraucherschutz-Organisationen. So warnen Sie andere potenzielle Opfer und erhöhen die Sichtbarkeit des Betrugs.
Abschluss
Granite-Profit Limited ist keine seriöse Anlageplattform, sondern ein gut organisiertes Betrugsnetzwerk, das systematisch Vertrauen schafft, um Geld zu erlangen. Wenn Sie bereits betroffen sind, handeln Sie rasch und nutzen Sie die oben genannten Schritte, um Ihre Interessen zu schützen.
Das Netzwerk hinter graniteprofits.online
Granite-Profit Limited ist Teil eines Netzwerks von 24 weiteren Plattformen, die ähnliche Marketing- und Funktionsmuster aufweisen. Die wiederholten Namens- und Design-Elemente deuten stark auf gemeinsame Hintermänner hin, die sich nach Aufklärung erneut umbenennen.

Bitsure Global
bitsure-global.com

Blockwealth Limited
blockwealth-limited.com

Chevoils
chevoils.com

Expert Deluxe
expert-deluxe.com

Fragariatrade
fragariatrade.net

Global Benefitshares
global-benefitshares.online
und 18 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei graniteprofits.online gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.