Warnung vor Crypto currency (igmarkets-tc.com): Erfahrungen zur Auszahlung
Sie haben möglicherweise schon von Crypto currency gehört, einem Anbieter, der sich als Krypto- und Forex-Trading-Plattform präsentiert. Die Realität ist jedoch ganz anders: Crypto currency (igmarkets-tc.com) ist eine betrügerische Plattform, die darauf abzielt, Ihr Geld zu entwenden. Wir zeigen Ihnen, wie die Masche funktioniert und wie Sie sich schützen können.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum igmarkets-tc.com unseriös ist
Die erste Warnung kommt von den Grunddaten: Crypto currency gibt keine Registrierungsnummer, keine Lizenzbehörde und keine Lizenznummer an. Auf der Website findet sich keine Aufsichtsbehörde, und das Unternehmen ist nicht im Handelsregister verzeichnet. Der fehlende rechtliche Rahmen ist ein klassisches Indiz für einen Betrug.
Zudem gibt es keine Kontaktdaten: weder E-Mail noch Telefon: und die Plattform bietet keine physische Adresse an. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über ein Kontaktformular, das nicht existiert. Solche Mängel sind bei seriösen Brokern ein absolutes Muss, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.
Die angebotenen Dienste: Krypto-, Forex- und CFD-Trading: werden ohne jegliche Zulassung angeboten. Für solche Finanzprodukte ist in Deutschland eine Lizenz der BaFin oder einer anderen anerkannten Aufsichtsbehörde zwingend erforderlich. Crypto currency erfüllt diese Voraussetzung nicht.
Ein weiteres Alarmzeichen ist die fehlende Angabe von Zahlungsmethoden. Die Plattform akzeptiert keine gängigen Banküberweisungen, Kreditkarten oder etablierte Krypto-Wallets: lediglich ein generisches “Zahlung einrichten” Feld erscheint, das zu keinem realen Zahlungsgateway führt.
Schließlich fehlen auf der Website sämtliche Testimonials, Auszeichnungen oder Bewertungen. Stattdessen wird ein unrealistisches Bild von 50 Jahren Erfahrung und 313 000 Kunden präsentiert, ohne dass diese Angaben verifizierbar sind. Diese Kombination aus fehlenden regulatorischen Merkmalen, fehlenden Kontaktdaten und unrealistischen Behauptungen macht Crypto currency (igmarkets-tc.com) eindeutig unseriös.
Wie der Betrug bei igmarkets-tc.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Crypto currency nutzt moderne Marketing-Taktiken, um potenzielle Opfer anzusprechen. In den letzten Jahren haben wir beobachtet, dass Betrüger häufig über soziale Medien wie Instagram, Facebook, TikTok und Telegram-Gruppen auftreten. Dort platzieren sie ansprechende Anzeigen mit gefälschten „Erfolgs-Stories“ von angeblichen Krypto-Gurus, die behaupten, ein “Geheim-Strategie-System” zu besitzen.
Sobald ein Interessent ein Profil besucht, wird er mit einer „Willkommens-Bonus-Angebot“ konfrontiert: “Einmalige 20 % Bonus auf Ihre erste Einzahlung, wenn Sie sich innerhalb von 24 Stunden anmelden.” Diese Verknappung erzeugt ein Gefühl der Dringlichkeit, sodass der Nutzer oft eine geringe Anfangsinvestition tätigt: typischerweise um die 250 €: um die Plattform zu testen.
Der Einstieg erfolgt über ein einfaches Registrierungsformular, das keine Überprüfung der Identität verlangt. Nach dem Login erscheint ein Dashboard, das auf den ersten Blick sehr professionell wirkt, jedoch keinerlei echte Handels- oder Kontodaten enthält. Die Plattform nutzt ein Front-End-Programm, das gefälschte Gewinnzahlen generiert, um die Nutzer zu täuschen und ihr Vertrauen zu gewinnen.
Der gesamte Prozess ist so gestaltet, dass die Opfer sich sicher fühlen und die Plattform als legitimen Broker betrachten. Die anfängliche Einzahlung ist klein genug, um keine große finanzielle Verpflichtung darzustellen, aber groß genug, um die Illusion von Erfolg zu erzeugen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt Crypto currency dem Nutzer sofort vermeintliche Gewinne. Das Dashboard aktualisiert die Kontostände in Echtzeit, sodass aus 250 € plötzlich 800 € oder mehr entstehen. Diese Zahlen stammen aus einer internen Datenbank, die für jede Transaktion simulierte Ergebnisse erzeugt. Es gibt keine tatsächlichen Aufträge an eine Börse, keine Ausführung von Trades und keine Verbindung zu einem realen Krypto-Exchange.
Die Plattform nutzt dynamische Grafiken, die den Eindruck von steigenden Kursen vermitteln, und bietet „Live-Charts“, die tatsächlich nur statische Bilder sind. Das Ziel ist klar: Vertrauen aufbauen. Sobald das Opfer sieht, dass sein Geld wächst, fühlt er sich sicher und beginnt, an die Zuverlässigkeit der Plattform zu glauben.
In dieser Phase wird die Plattform von einer angeblichen „Account-Manager“-Person betreut, die persönlich auf dem Chat-Support antwortet und die Erfolge bestätigt. Diese Kommunikation ist oft in einer Mischung aus Englisch und einer lokalen Sprache gehalten, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Das Vertrauen wächst, und der Nutzer ist bereit, weitere Einzahlungen zu leisten.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Mit dem aufgebauten Vertrauen setzt Crypto currency die nächste Phase an. Der Account-Manager bietet exklusive „VIP-Konten“ an, die angeblich höhere Hebel und Boni von bis zu 1 : 500 ermöglichen. Er verspricht „garantierte Profite“ und „exklusive IPO-Zugänge“, die angeblich nur bei einem größeren Investitionsbetrag verfügbar sind.
Die Techniken, die hier eingesetzt werden, sind vielfältig: Zeitlimits („nur heute“), künstliche Verknappung („nur noch 10 Plätze frei“) und Social-Proof durch gefälschte Mit-Anleger-Stories. Das Opfer wird häufig mit der Angst konfrontiert, dass er die Chance verpasst, wenn er nicht sofort ein weiteres Investment tätigt.
Typischerweise zahlen die Opfer zwischen 5 000 € und 50 000 €, manchmal sogar über 500 000 €, um von den angeblichen „Gewinnen“ zu profitieren. Diese Zahlungen erfolgen über verschiedene Zahlungsmethoden, die von der Plattform gefordert werden, aber in Wirklichkeit an die Täterbankkonten weitergeleitet werden. Die Plattform verschleiert die Transaktionen mit komplexen Zahlungswegen, sodass das Geld nicht nachverfolgt werden kann.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald ein Nutzer den Wunsch äußert, seine Gewinne oder das Kapital auszuzahlen, beginnt die eigentliche Abrechnung. Die Plattform fordert plötzlich eine Reihe von Gebühren an. Hier ein typisches Beispiel für die verlangten Gebühren (ohne konkrete Beträge oder Prozentsätze):
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine dieser „Gebühren“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Investment das gesamte Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Diese Phase ist die letzte Melkphase des Scams, in der die Täter das Vertrauen der Opfer vollständig ausnutzen und ihre Geldflut beenden.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten werden häufig weitere Personen ins Spiel gebracht: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die behaupten, das Geld zurückzuholen. Diese Personen bieten „Wiederherstellungs-Software“ oder „Server-Zugriffe“ an, die angeblich das verlorene Geld zurückbringen.
Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Rechtsberatung“. In der Regel sind dies die gleichen Täter, die bereits die erste Phase des Scams ausgeführt haben. Die Opfer werden in die Falle gelockt, indem die Betrüger behaupten, sie hätten einen Weg gefunden, das Geld zurückzubekommen.
Eine echte Rechtsberatung oder Behörde würde nie unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram Kontakt aufnehmen, noch würde sie Vorauszahlungen fordern. Diese Recovery-Scam-Nachfolge ist ein weiterer Mechanismus, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen und sie zu weiteren Zahlungen zu bewegen.
Das Netzwerk hinter Crypto currency
Crypto currency ist Teil eines Netzwerks von 30 Plattformen, die ähnliche Merkmale aufweisen: fehlende Registernummern, keine Lizenzangaben und ein gemeinsames Muster aus gefälschten Testimonials und übertriebenen Renditeversprechen. Diese Gemeinsamkeiten deuten auf ein organisiertes Betrugssystem hin, bei dem dieselben hinter den Kulissen agieren und sich immer wieder neu branden. Solche Netzwerke nutzen gemeinsame Infrastruktur, geteilte Software und Re-Branding-Strategien, um sich von den Behörden abzuschirmen und neue Opfer zu gewinnen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie bemerken, dass Ihre Kontoinformationen geändert wurden oder Gebühren verlangt werden, stellen Sie alle Transaktionen sofort ein. Jede weitere Zahlung erhöht Ihre Verluste.
- Sammeln Sie Beweise. Speichern Sie sämtliche E-Mails, Screenshots, Chat-Logs und Transaktionsnachweise. Diese Dokumente sind entscheidend, falls Sie später rechtliche Schritte einleiten oder die Polizei einschalten möchten.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Krypto-Börse. Informieren Sie Ihre Bank über mögliche Betrugsversuche und fordern Sie ggf. die Sperrung der Konten. Bei Krypto-Börsen sollten Sie den Kundensupport kontaktieren und um Hilfe bei der Rückverfolgung der Transaktionen bitten.
- Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei. Reichen Sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle eine Anzeige ein. Nutzen Sie dabei die gesammelten Beweise, damit die Ermittler den Täter leichter identifizieren können.
- Ignorieren Sie Recovery-Scam-Versuche. Seien Sie skeptisch gegenüber allen Angeboten, die behaupten, Ihr Geld zurückzubekommen. Seriöse Anwälte oder Behörden werden niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram kontaktieren. Jede Forderung um Vorauszahlung ist ein klarer Hinweis auf einen weiteren Betrug.
- Informieren Sie sich weiter. Besuchen Sie seriöse Informationsquellen wie die BaFin-Website, die Verbraucherzentrale oder spezialisierte Foren, um mehr über typische Betrugsszenarien zu erfahren. Je mehr Sie wissen, desto besser können Sie sich schützen.
- Teilen Sie Ihre Erfahrungen. Helfen Sie anderen, indem Sie Ihre Geschichte in Online-Foren oder auf Plattformen teilen. Das Bewusstsein in der Community wächst, wenn mehr Menschen von solchen Betrugsfällen berichten.
Durch diese Schritte können Sie nicht nur Ihre aktuellen Verluste minimieren, sondern auch dazu beitragen, dass die Täter ihre Netzwerke zerschlagen und weitere Opfer vor Schaden bewahren. Sie haben die Kontrolle über die nächsten Schritte: handeln Sie jetzt, bevor weitere Betrugsversuche Ihre Finanzen gefährden.
Das Netzwerk hinter Crypto currency
Crypto currency ist Teil eines Netzwerks von 30 Plattformen, die ähnliche Merkmale aufweisen: fehlende Registernummern, keine Lizenzangaben und ein gemeinsames Muster aus gefälschten Testimonials und übertriebenen Renditeversprechen. Diese Gemeinsamkeiten deuten auf ein organisierte Betrugssystem hin, bei dem dieselben hinter den Kulissen agieren und sich immer wieder neu branden.

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Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei igmarkets-tc.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.