Warnung vor Jesusiskinginvestmentgroup.com: Erfahrungen zur Auszahlung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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Sie haben Interesse an einer schnellen Rendite? Jesusiskinginvestmentgroup.com hat sich als unsichere Investmentplattform entpuppt: hier erfahren Sie, warum Sie vorsichtig sein sollten.

Screenshot der Webseite Jesusiskinginvestmentgroup (jesusiskinginvestmentgroup.com)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite jesusiskinginvestmentgroup.com

Warum jesusiskinginvestmentgroup.com unseriös ist

Die Fakten lassen keine Zweifel zu: Jesusiskinginvestmentgroup.com zeigt mehrere kritische Mängel, die in der Welt der regulierten Finanzdienstleister unerlässlich sind. Erstens fehlt eine Handelsregisternummer und jegliche Angabe zu einer Aufsichtsbehörde. In Deutschland und vielen anderen Ländern ist die Angabe einer Zulassungs- bzw. Registrierungsnummer auf der Website einer seriösen Investmentplattform Pflicht. Das Fehlen dieser Angaben ist ein starkes Warnsignal.

Zweitens bietet die Plattform ausschließlich Kryptowährungen als Zahlungsmittel an und verlangt von den Nutzern eine Mindesteinzahlung von 100 €: ein ungewöhnlich niedriges Minimum, das bei vielen legitimen Brokern mindestens 1.000 € betragen würde. Coupled with the fact that the company claims to operate in 100+ languages, this suggests a mass-marketing strategy aimed at a global audience rather than a localized, regulated service.

Drittens ist die Angabe von Testimonials ohne Verifizierbarkeit ein typisches Merkmal von Scams. Die Namen wie „Melony“, „Niyah“ oder „Mr. Chan Thoon“ erscheinen auf der Website, jedoch gibt es keine Möglichkeit, diese Personen zu überprüfen. In regulierten Unternehmen wird die Authentizität von Kundenreferenzen durch unabhängige Prüfer oder durch verifizierte Profilseiten bestätigt.

Viertens gibt es keine Hinweise auf eine Lizenznummer oder ein Zulassungsdatum. Die Plattform behauptet, seit 2015 aktiv zu sein, doch ohne regulatorische Bestätigung bleibt die Angabe lediglich ein leeres Versprechen.

Schließlich ist der angebotene Bonus von 5 % bei der ersten Einzahlung ein weiterer Versuch, Nutzer zu locken. Solche Boni sind in der Finanzwelt zwar üblich, aber sie sind immer an klare Bedingungen geknüpft, die hier nicht vorhanden sind.

Zusammenfassend zeigen diese Inkonsistenzen, dass Jesusiskinginvestmentgroup.com keine regulierte Investmentplattform ist und vielmehr ein betrügerisches Angebot darstellt.

Wo Jesusiskinginvestmentgroup.com angeblich sitzt

Die Plattform gibt an, sich im Flatiron District, 11 W 19 St, New York, USA zu befinden. Auf der Website findet sich jedoch keine Handelsregisternummer, und im Handelsregister ist kein Unternehmen unter dieser Adresse verzeichnet. Es ist unklar, ob dort tatsächlich ein Geschäftsbetrieb existiert oder ob die Adresse nur als Tarnung dient.

An der angegebenen Adresse in den USA befindet sich eine Freizeit-Einrichtung (sauna) ("Bathhouse Flatiron"). Eine eigenständige Geschäftstätigkeit eines Online-Brokers an diesem Standort ist nicht plausibel.

Die infrastrukturelle Spurensuche fördert einen Widerspruch zutage. Der Server steht in Frankreich, die behauptete Firmenadresse aber in den USA. Eine derart aufgespaltene Topologie ist nahezu nie zufällig, sie ist Teil eines Verschleierungsmusters, das in der Branche der unregulierten Online-Broker Standard ist.

Adresse
USA
Server-Standort
Frankreich
Hosting-Land
Frankreich

Wie der Betrug bei jesusiskinginvestmentgroup.com abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot

Opfer werden häufig durch gezielte Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken angesprochen. Die Plattform nutzt gefälschte Testimonials, die angeblich schnelle Gewinne erzielt haben, um Vertrauen aufzubauen. In vielen Fällen beginnt der Kontakt über eine private Nachricht, die den Nutzer zu einer „Kostenlosen Demo-Version“ einlädt. Sobald die Demo abgeschlossen ist, wird ein geringer Betrag: meistens rund 250 €: für die „erste Investition“ gefordert. Dieser niedrige Betrag senkt die psychologische Hemmschwelle und schafft die Illusion eines risikoarmen Startes.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung werden die Nutzer auf einer benutzerfreundlichen Web-App mit hohen Gewinnzahlen begrüßt. Die Plattform präsentiert simulierte Charts, die zeigen, wie aus 250 € in wenigen Tagen 800 € entstehen. Diese Zahlen sind jedoch reine Software-Simulationen, die keinerlei echte Handelsaktivität widerspiegeln. Es gibt keine Verbindung zu regulierten Börsen oder Handelsbüros, und die „Transaktionen“ laufen ausschließlich innerhalb des eigenen Systems.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Ein sogenannter „Account-Manager“ übernimmt die Kommunikation und baut über Wochen hinweg eine persönliche Beziehung auf. Er verspricht exklusive Boni wie Hebel von 1:500, garantierte Renditen und Zugang zu „IPO-Zulagen“. Durch soziale Beweisführung: gefälschte Mit-Investor-Storys: und künstliche Zeitlimits wird die Angst des Nutzers verstärkt. Oft wird der Nutzer dazu gedrängt, zwischen 5.000 € und 50.000 € einzuzahlen, um den angeblichen VIP-Status zu erreichen.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn der Nutzer nun seine Gewinne auszahlen möchte, tauchen plötzlich Gebühren auf. Typische Forderungen beinhalten:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Diese Phase ist die letzte Melkphase des Scams: Sobald Sie die Gebühren zahlen, wird Ihnen die Auszahlung verweigert, und die Plattform verschwindet.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten melden sich häufig „Experten“: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder Krypto-Forensiker: die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen stecken jedoch dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben. Ein echter Anwalt oder eine Behörde würde NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram Kontakt aufnehmen und sofort Vorauszahlungen verlangen.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie bemerken, dass Ihr Konto von der Plattform kontrolliert wird, stoppen Sie alle Transfers.
  2. Belege sichern. Speichern Sie alle E-Mails, Screenshots, Transaktionsnachweise und Kontoauszüge. Diese Dokumente sind später entscheidend für Ermittlungen und mögliche Strafanzeigen.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse. Informieren Sie Ihren Zahlungsanbieter über den Verdacht einer betrügerischen Transaktion. Viele Banken haben spezielle Abteilungen für Geldwäsche- und Betrugsfälle.
  4. Erstatten Sie Strafanzeige. Reichen Sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle eine Anzeige ein. Geben Sie alle gesammelten Beweise an und schildern Sie den Ablauf des Scams.
  5. Ignorieren Sie Recovery-Scammer. Lassen Sie sich von angeblichen Anwälten oder Behörden nicht erneut um Geld bitten. Legen Sie alle Kontaktversuche sofort ab und melden Sie diese im Zweifelsfall der Polizei.

Fazit

Jesusiskinginvestmentgroup.com ist ein klarer Fall von Betrug. Die fehlenden regulatorischen Angaben, die gefälschten Testimonials und die künstlichen Gewinne machen deutlich, dass die Plattform keine echte Investmentfirma ist. Wenn Sie bereits involviert sind, handeln Sie schnell: sichern Sie Beweise, melden Sie den Betrug bei den zuständigen Behörden und geben Sie keine weiteren Gelder preis.

Das Netzwerk hinter Jesusiskinginvestmentgroup.com

Jesusiskinginvestmentgroup.com ist Teil eines Netzwerks von 24 weiteren Plattformen, die dieselben technischen Hintergründe und oft dieselben Werbemittel nutzen. Dieses Vorgehen deutet auf ein gemeinsames Geschäftsmodell hin, bei dem die Betreiber ihre Angebote re-Branding-weise weiterverkaufen und gleichzeitig Kundengelder auf einer zentralen Infrastruktur abwickeln.

und 18 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei jesusiskinginvestmentgroup.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei jesusiskinginvestmentgroup.com
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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