LegitimateFxMarket (legitimatefxmarket.org.actionsrefund.services): Der Betrug im Überblick

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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Der Broker LegitimateFxMarket (legitimatefxmarket.org.actionsrefund.services) ist ein klarer Fall von Betrug. Alle Signale deuten darauf hin, dass Anleger hier ihr Geld verlieren.

Screenshot der Webseite Actionsrefund (legitimatefxmarket.org.actionsrefund.services)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite legitimatefxmarket.org.actionsrefund.services

Warum legitimatefxmarket.org.actionsrefund.services unseriös ist

Die erste Anzeichen für Unregelmäßigkeiten zeigen sich bereits bei den grundlegenden Unternehmensangaben. Auf der Website findet sich keine Handelsregisternummer, weder eine Angabe einer Aufsichtsbehörde noch eine Lizenznummer. Der Betreiber gibt keine Kontaktdaten an: weder E-Mail noch Telefonnummer. Diese fehlenden Informationen sind ein starkes Warnsignal, denn seriöse Broker sind verpflichtet, ihre Registrierung und Lizenz transparent zu veröffentlichen.
Im Marketing-Bereich gibt es kaum Angaben. Das Mindestdepot ist auf 500 € festgelegt, jedoch fehlen jegliche Zahlungs­methoden, keine klaren Bonusbedingungen, keine Erfolgsquote. Die Plattform listet keine echten Kundenerfahrungen, sondern nur eine Liste von Namen, die nicht überprüfbar sind: Paula Wilson, BENDIKS DEVONTAE, Michael Holz, Mary Saveley, Martin Sommer und John Williams. Ohne Referenzaufzeichnungen, keine Bewertungen auf Trustpilot und keine belegten Erfolge ist das ein klares Zeichen, dass die Testimonials gefälscht sind. Die Plattform nutzt keine transparenten Vertragsbedingungen und verweigert jegliche rechtliche Prüfung.
Die angebliche Erfahrung von 18 Jahren und die Behauptung von 490 000 Fällen werfen weitere Fragen auf. Ein Broker, der seit 2018 aktiv ist, kann nicht über 18 Jahre Erfahrung verfügen. Das bedeutet, die Zahlen wurden offensichtlich manipuliert. Der fehlende Erfolgssatz, die fehlenden Auszeichnungen und die völlige Abwesenheit von regulatorischen Nachweisen deuten eindeutig darauf hin, dass LegitimateFxMarket keine legitime Finanzinstitution ist.
Zusammenfassend zeigen die fehlenden rechtlichen Dokumente, die fehlenden Kontaktdaten, die unrealistisch hohen Zahlen und die unbestätigten Testimonials, dass es sich um einen klaren Betrug handelt. Anleger, die hier ihr Geld einzahlen, riskieren, ihr gesamtes Kapital zu verlieren, ohne dass ein nachvollziehbarer Handelsprozess stattfindet.

Wie der Betrug bei legitimatefxmarket.org.actionsrefund.services abläuft

Erster Kontakt und Lockangebot

Die meisten Opfer werden zunächst über gezielte Werbekampagnen erreicht. Anonyme E-Mails, gesponserte Instagram-Posts oder TikTok-Videos mit scheinbar zufälligen „Erfolgsgeschichten“ locken potenzielle Kunden. In einigen Fällen werden auch Cold-Calls von angeblichen „Anlageberatern“ getätigt, die das Unternehmen als „high-risk, high-reward“ darstellen. Das Mindestdepot von 500 € erscheint moderat und ermutigt Interessenten, eine geringe Testeinlage zu tätigen. Durch die Nutzung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel wird die Rückverfolgbarkeit erschwert und die Glaubwürdigkeit erhöht.

Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung wird den Kunden ein Dashboard präsentiert, das fiktive Gewinne anzeigt. Die Plattform nutzt vorgefertigte Tabellen, die auf Basis von Algorithmen zufällige Zahlen generieren. Diese Daten werden als „Live-Markt-Performance“ ausgegeben, obwohl keine echten Orders an Börsen ausgeführt werden. Der Kunde sieht eine schnelle Rendite von 200 % innerhalb von zwei Wochen, was die Glaubwürdigkeit des Brokers erhöht.

Drängen zu weiteren Einzahlungen

Im Anschluss wird ein persönlicher „Account-Manager“ zugewiesen, der regelmäßig Kontakt hält. Über Wochen oder Monate hinweg werden dem Kunden „VIP-Konten“, Hebelboni von 1:500 und exklusive „IPO-Zugänge“ versprochen. Durch geschickte Psychologie wird der Kunde mit Zeitlimits, künstlicher Verknappung und Social-Proof-Elementen manipuliert. Die durchschnittliche weitere Einzahlung beträgt zwischen 5.000 € und 50.000 €, wobei einige Opfer über 500.000 € verlieren.

Auszahlungswunsch und Gebühren

Wenn der Kunde nun eine Auszahlung verlangt, wird ihm eine Reihe von Gebühren vorgemacht.

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
    Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen oft Dritte auf. Anwalts- und Behörden-Mitarbeiter-Nachrichtungen, „Krypto-Forensiker“ oder ausländische Polizeibehörden versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ und „Server-Zugriffe“. Dahinter stecken in der Regel dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram, sodass solche Anfragen immer verdächtig sind.

Das Netzwerk hinter LegitimateFxMarket

LegitimateFxMarket agiert in enger Verbindung mit 50 weiteren Plattformen. Diese betreiben identische Front-Ends, nutzen dieselbe Server-Infrastruktur und teilen die gleichen hinterhältigen Betreiber. Sobald eine Plattform auffliegt, wird sie umbenannt und erneut betrieben. Dieses Netzwerk ermöglicht es den Tätern, schnell neue Marken zu lancieren und gleichzeitig das Risiko für die Ermittlungen zu streuen.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede Einzahlung erhöht das Risiko, das gesamte Kapital zu verlieren.
  2. Alle Beweismaterialien sichern: E-Mails, Screenshot der Plattform, Kontoauszüge, Chat-Logs. Diese Unterlagen sind entscheidend, wenn Sie rechtliche Schritte einleiten.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse und melden Sie die verdächtigen Transaktionen. Bitten Sie um Sperrung und Rückverfolgung der Gelder.
  4. Reichen Sie bei der örtlichen Polizeidienststelle eine Strafanzeige ein. Geben Sie alle gesammelten Beweise an. Ihre Meldung kann helfen, weitere Opfer zu schützen.
  5. Ignorieren Sie sämtliche „Recovery-Scam“-Nachrichten. Seriöse Anwälte oder Behörden werden Sie nicht per WhatsApp kontaktieren, um Gebühren zu erheben.
  6. Informieren Sie sich bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder bei der zuständigen Aufsichtsbehörde über die Registrierung des Brokers. Fehlt eine Lizenz, ist der Broker illegal.
  7. Nutzen Sie unabhängige Foren und soziale Netzwerke, um über Ihre Erfahrungen zu berichten. Dies erhöht die Sichtbarkeit des Betrugs und kann andere Anleger warnen.
  8. Ziehen Sie in Erwägung, einen erfahrenen Anwalt für Finanzrecht hinzuzuziehen. Dieser kann prüfen, ob eine Rückforderung oder ein Schadensersatz möglich ist.

Die Kombination aus sofortiger Handlung, gründlicher Dokumentation und rechtlicher Unterstützung maximiert Ihre Chancen, das verlorene Geld zu schützen und die Täter zu verfolgen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Finanzrecht oder melden Sie sich bei der BaFin.

Das Netzwerk hinter LegitimateFxMarket

LegitimateFxMarket ist Teil eines Netzwerks von 50 ähnlichen Plattformen, die auf dieselbe Infrastruktur und dieselben hinterhältigen Betreiber zurückgreifen.

und 44 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei legitimatefxmarket.org.actionsrefund.services gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei legitimatefxmarket.org.actionsrefund.services
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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