Warnung vor Liberty Truist (libertytruistbanking.com): Erfahrungen zur Auszahlung
Sie haben bereits Geld in die Plattform Liberty Truist (libertytruistbanking.com) investiert und erwarten nun Ihre Auszahlung? Wir zeigen Ihnen, warum das Unternehmen betrügerisch ist und wie Sie Ihre Vermögenswerte schützen können.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum libertytruistbanking.com unseriös ist
Die Plattform Liberty Truist (libertytruistbanking.com) weist mehrere gravierende Inkonsistenzen auf, die sofort Misstrauen erwecken. Erstens fehlt jede Art von Handelsregisternummer oder Lizenz, die von einer Aufsichtsbehörde bestätigt wäre. Ohne eine solche Identifikation kann das Unternehmen nicht als legitimer Finanzdienstleister registriert sein. Zweitens gibt es keinerlei Hinweise auf eine gültige Aufsichtsbehörde: weder im Impressum noch auf der Seite selbst. Drittens werden keine konkreten Kontaktdaten wie eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse bereitgestellt; stattdessen wird lediglich „VIP ONLY“ angezeigt. Diese fehlenden Kontaktinformationen sind ein klassisches Zeichen für Betrugsplattformen, die ihre Kunden isolieren wollen, um sich vor Kontrolle zu schützen.
Weiterhin sind die angebotenen Dienstleistungen: Geldüberweisung, Kreditkarten und Kredite: sehr allgemein gehalten und werden ohne jegliche Transparenz über Konditionen, Zinssätze oder Rückzahlungsmodalitäten beworben. Auch die angeblich hochgelobten Testimonialnamen (TOM HARIS, HARRY JACKSON, CHRIS HARIS, JIM MORISON, ALEX CRUIS) lassen sich nicht verifizieren; sie tauchen nicht in vertrauenswürdigen Medien oder bei realen Kundenbewertungen auf.
All diese Faktoren zusammengenommen zeigen, dass die Plattform keine regulierte Finanzinstitution ist, sondern vielmehr ein System, das auf Täuschung und Ausnutzung von Anlegern abzielt.
Wie der Betrug bei libertytruistbanking.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst über Social-Media-Werbung, gefälschte Influencer-Posts oder gezielte E-Mails angesprochen. Oft handelt es sich um scheinbar professionelle Anzeigen, die Erfolgsgeschichten von angeblichen „Krypto-Gurus“ präsentieren. Sobald ein Interessent Interesse zeigt, erhält er einen persönlichen „Berater“, der ihn über einen privaten Chat, Telefon oder sogar Video-Call anspricht. Der erste Eindruck wird gezielt positiv gestaltet: freundliche Sprache, vermeintliche Expertenkenntnisse und ein scheinbar niedriger Einstieg, meist um 250 € oder weniger. Dieses lockende Angebot soll das Vertrauen gewinnen und die Hemmschwelle senken, damit der Anleger sein erstes Geld einzahlt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform auf der eigenen Benutzeroberfläche plötzlich hohe Buchgewinne an, zum Beispiel „Aus 250 € in 2 Wochen 800 €“. Diese Zahlen entstehen jedoch nicht durch echte Handelsaktivitäten, sondern durch interne Software, die simulierte Trades anzeigt. Es werden keine echten Aufträge an regulierte Börsen oder Broker gesendet; die Gewinne entstehen nur, weil die Plattform ihr eigenes Display manipuliert. Für den Anleger ist das ein starkes Vertrauenssignal, dass alles funktioniert und dass er mehr Geld verdienen kann.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der persönliche „Berater“ baut über Wochen oder Monate hinweg eine Beziehung auf. Dabei werden dem Anleger ständig neue „Exklusiv-Angebote“ präsentiert: VIP-Konten, Hebel-Boni von bis zu 1:500, angebliche Insider-Tipps und garantierte Profite. Durch Zeitlimits („Nur heute“) und künstliche Verknappung wird der Anleger dazu gedrängt, weitere Geldbeträge einzuzahlen: oft im Bereich von 5.000 bis 50.000 € und in seltenen Fällen sogar über 500.000 €. Diese Phase ist entscheidend, weil hier die eigentliche Geldmenge in die Hände der Betrüger fällt.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald ein Anleger seine Gewinne auszahlen lassen will, wird er mit einer Reihe von angeblichen Gebühren konfrontiert. Typische Forderungen umfassen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Einsatz noch mehr Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams: die Betrüger haben die Gelegenheit, den gesamten Betrag zu erpressen und das Opfer endgültig auszubeuten.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten melden sich häufig angebliche „Rechtsanwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Reparatur-Kosten“, „Übersetzungs- und Server-Zugriffe“ oder „Rechtsberatung“. Diese Angebote sind ein weiteres Instrument, um noch mehr Geld aus den bereits verärgerten Opfern zu ziehen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um die gleichen Täter, die das ursprüngliche Betrugssystem betreiben, lediglich unter einer neuen Marke.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede neue Einzahlung gibt den Betrügern mehr Mittel, um ihre Masche weiterzuführen.
- Alle Belege sichern: Screenshots, E-Mails, Zahlungsbestätigungen und jegliche Kommunikation sollten archiviert werden, da sie später als Beweismaterial dienen können.
- Ihre Bank oder Krypto-Börse informieren: Melden Sie sofort jede verdächtige Transaktion, um weitere Abbuchungen zu verhindern und ggf. Rückbuchungen zu veranlassen.
- Strafanzeige erstatten: Reichen Sie bei der Polizei oder der Bundesnetzagentur einen Bericht ein. Geben Sie dabei alle gesammelten Unterlagen an.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Legen Sie keine Gebühren oder Vorauszahlungen an und geben Sie keine Zugangsdaten weiter. Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich niemals per WhatsApp oder Telegram.
- Kontaktieren Sie Verbraucherzentralen: Diese können Ihnen helfen, die Situation zu bewerten und weitere Schritte zu planen.
- Vermeiden Sie die Plattform in Zukunft: Löschen Sie jegliche gespeicherte Passwörter oder Kontoinformationen und informieren Sie Freunde und Familie über die Gefahren.
Abschließender Hinweis
Wenn Sie bereits Geld auf Liberty Truist (libertytruistbanking.com) übertragen haben, handeln Sie jetzt. Je schneller Sie die oben genannten Schritte umsetzen, desto besser können Sie mögliche Verluste begrenzen und die Plattform den Behörden melden.
Das Netzwerk hinter Liberty Truist
Liberty Truist ist Teil eines Netzwerks von 79 weiteren Plattformen, die ähnliche Muster aufweisen. Diese Plattformen teilen oft dieselben Entwickler, Marketingstrategien und sogar dieselbe Domainstruktur. Solche Verbindungen deuten stark darauf hin, dass es sich um ein einheitliches Betrugssystem handelt, das sich regelmäßig neu brandet, um den Behörden zu entgehen.

1stfinancialbk
1stfinancialbk.com

247globalallaince
247globalallaince.com

Allisterbk
allisterbk.com

Americanbeaconcu
americanbeaconcu.com

Atticasecure
atticasecure.com

Bancobilbaova
bancobilbaova.com
und 73 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei libertytruistbanking.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.