moduski.de Erfahrungen: Warnung vor Betrug

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·3 Min. Lesezeit·
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Wir warnen ausdrücklich vor moduski.de. Bei Moduski handelt es sich nach unserer Einschätzung um einen unseriösen Broker, der Anleger mit falschen Versprechen in die Falle lockt. Zahlreiche Geschädigte haben sich bereits gemeldet.

Screenshot der Webseite Moduski (moduski.de)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite moduski.de

Warum moduski.de unseriös ist

Der erste Hinweis auf die unseriöse Natur von moduski.de ist die völlige Abwesenheit von regulatorischen Angaben. Auf der Website finden sich weder eine Handelsregisternummer noch eine Angabe einer Aufsichtsbehörde. Ein weiteres Alarmsignal ist die fehlende Transparenz bezüglich der angebotenen Dienstleistungen: „KI-gestütztes Trading“ und „Automatisierte Handelssysteme“ werden ohne jegliche Erläuterung der zugrunde liegenden Technologie präsentiert. Stattdessen wird lediglich ein lockendes Minimum von 250 € als Einstiegshürde genannt, begleitet von einer aggressiven Marketingkampagne, die Dringlichkeit erzeugt. Diese Kombination: fehlende Lizenzinformationen, unspezifizierte Dienstleistungen und ein starkes „Jetzt handeln“-Verhalten: ist ein klassisches Muster, das Betrüger einsetzen, um Vertrauen aufzubauen, ohne echte Geschäftsgrundlagen zu besitzen.

Wie der Betrug bei moduski.de abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot

Der Betrug beginnt meist mit einer gezielten Ansprache. Potenzielle Opfer werden durch soziale Medien: besonders über gefälschte Instagram-Stories oder TikTok-Videos: angesprochen, die angebliche „KI-Trading-Erfolge“ demonstrieren. Oft wird ein scheinbar legitimer „Anlageberater“ kontaktiert, der über eine professionelle Telefonleitung (Telefonnummer +49) erreichbar ist. Der Einstiegshürde von 250 € dient dabei als psychologischer Knopfdruck: Kleine Beträge wirken ungefährlich, lassen den Nutzer in die Plattform einsteigen und bauen Vertrauen auf, indem sie ein erstes „Profit“ simulieren.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform dem Nutzer beeindruckende Gewinne. Die Software präsentiert ein Dashboard mit steigenden Zahlen, die scheinbar aus dem 250-Euro-Investitionsbetrag innerhalb weniger Tage 800 € hervorgebracht haben. Dabei handelt es sich lediglich um Datenbank-Einträge, die von einem Skript generiert werden. Es findet kein echter Handel statt, keine Orders werden an Börsen platziert, sondern lediglich hübsche Zahlen in einer Web-App angezeigt. Die Darstellung erzeugt den Eindruck von Erfolg, der das Vertrauen des Nutzers weiter festigt.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Mit wachsendem Vertrauen wird der Nutzer dazu ermutigt, weitere Beträge einzuzahlen. Hier kommt die „VIP-Konto-Versprechen“-Taktik ins Spiel: Höhere Hebel, angebliche „exklusive“ IPO-Zugänge oder „Insider-Tipps“ werden versprochen. Durch soziale Beweise: gefälschte Testimonials wie „Stefan Richter“: und künstliche Verknappung wird das Gefühl erzeugt, dass der Nutzer etwas verpassen könnte, wenn er nicht sofort handelt. In vielen Fällen steigen die Einzahlungen von ein paar Tausend Euro bis zu über 50.000 €, wobei die Plattform immer mehr „Bonus-Rücklagen“ aufbaut, die eigentlich nie existieren.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn der Nutzer seine Gewinne auszahlen lassen möchte, wird plötzlich ein Berg an Gebühren aufgeführt. Dazu gehören: Transaktionsgebühr, Steuervorauszahlung ans Finanzamt, Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“, KYC-Verifizierungsgebühr, Konto-Aktivierungsgebühr und Anti-Geldwäsche-Hinterlegung. Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Sobald der Nutzer in die Zahlung dieser Gebühren einwilligt, verschwindet das Geld: die angeblichen Gewinne existieren nicht: und die Plattform verschwindet.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach dem ersten Verlust treten häufig „Experten“ auf: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Reparatur- und Übersetzungsgebühren“ oder „Server-Zugriff“. Hinter diesen Anfragen stecken die selben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. In der Realität melden sich echte Behörden oder Anwälte NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Diese Phase dient dazu, weitere Beträge zu ergaunern und die Opfer zu erdrücken.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie sich in einer „Gebühren-Falle“ befinden, sind Ihre Mittel unwiederbringlich verloren.
  2. Belege sichern: Speichern Sie sämtliche Screenshots, E-Mails und Banküberweisungsnachweise. Diese sind für Ermittlungen und mögliche Schadensersatzansprüche unverzichtbar.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse: Melden Sie den Vorfall und lassen Sie ggf. die Transaktionen stornieren. Ihre Bank kann Ihnen helfen, weitere Verluste zu verhindern.
  4. Erstatten Sie Anzeige: Wenden Sie sich an das örtliche Polizeidienststelle oder an die Bundesnetzagentur. Je früher die Meldung erfolgt, desto größer sind die Chancen, den Täter zu identifizieren.
  5. Ignorieren Sie „Recovery-Scams“: Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich nicht per unaufgefordertem Kontakt. Seien Sie vorsichtig bei jedem Angebot, das Vorauszahlungen verlangt.

Wenn Sie in einer ähnlichen Situation sind, handeln Sie sofort nach diesen Schritten. Jede Verzögerung kann den Schaden vergrößern.

Sie sind nicht allein. Viele Menschen wurden bereits Opfer von Moduski. Durch schnelles Handeln und das Teilen Ihrer Erfahrungen können weitere Anleger geschützt werden.

Verdächtige Verbindungen: Seiten mit Gemeinsamkeiten zu Moduski

Unsere Auswertung zeigt, dass Moduski technische und strukturelle Verbindungen zu weiteren Seiten aufweist. Alle Seiten sind ähnlich aufgebaut und werden offenbar von denselben Verantwortlichen betrieben:

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei moduski.de gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei moduski.de
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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