onlinesparenglobal.com auf der Schwarzen Liste

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·3 Min. Lesezeit·
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Onlinesparenglobal nutzt die Webseite onlinesparenglobal.com, um arglose Anleger anzulocken. Hinter den professionell wirkenden Seiten verbirgt sich nach unserer Einschätzung eine organisierte Struktur.

Screenshot der Webseite Onlinesparenglobal (onlinesparenglobal.com)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite onlinesparenglobal.com

Warum onlinesparenglobal.com unseriös ist

Die Daten zu onlinesparenglobal.com sind leer. Es fehlt eine Handelsregisternummer. Es gibt keine Angabe zu einer Aufsichtsbehörde. Es wird weder ein Lizenznachweis noch ein Kontaktnummern angegeben. Auf der Website finden Sie keine Kontaktadresse. Die Plattform bietet keine Zahlungsmethoden an, die nachvollziehbar sind. Es gibt keine Referenzen von anerkannten Finanzinstituten. Das Fehlen dieser Grundelemente ist ein klares Warnsignal. Betrüger verstecken sich hinter fehlenden Registrierungen. Wenn ein Anbieter keine Lizenz hat, ist er nicht berechtigt, Finanzprodukte anzubieten. Das ist ein eindeutiger Hinweis auf unseriöse Absichten.

Wie der Betrug bei onlinesparenglobal.com abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot

Sie werden von vermeintlichen Anlageberatern kontaktiert. Diese rufen Sie an oder schicken Ihnen eine Nachricht über soziale Medien. Sie behaupten, exklusive Zugang zu hochprofitablen Strategien zu haben. Sie nutzen gefälschte Testimonials oder vermeintliche Prominente, um Vertrauen zu gewinnen. Der erste Betrag, den Sie einzahlen, ist gering: etwa 250 €. Sie denken, es sei ein Test. Dieses geringe Risiko führt Sie dazu, mehr zu investieren. Der Betrug beginnt, sobald Sie ein Konto eröffnen und ein kleines Geld einzahlen.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach der Einzahlung sehen Sie auf Ihrem Dashboard scheinbar hohe Gewinne. Die Plattform zeigt Ihnen, dass aus 250 € plötzlich 800 € wurden. Diese Zahlen entstehen durch Software, die Ihnen fiktive Gewinne anzeigt. Es gibt keine echte Orderausführung auf einer Börse. Es gibt kein echtes Konto bei einem regulierten Broker. Die Gewinne sind ein Trick, um Ihnen zu zeigen, dass Ihre Investition funktioniert. Vertrauen entsteht. Sie glauben, dass Sie einen Gewinn erzielt haben.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Jetzt wird Ihnen ein persönlicher „Account-Manager“ zugewiesen. Er spricht Sie an, dass Sie ein VIP-Konto erhalten können. Er verspricht Hebelboni, garantierte Profite und exklusiven Zugang zu IPOs. Er setzt Zeitlimits: „Nur heute.“ Er erzeugt künstliche Verknappung. Er nutzt soziale Beweise, indem er vorgibt, andere Anleger haben bereits große Summen vermehrt. Sie werden aufgefordert, mehr zu investieren. Typische Betrugszahlen liegen zwischen 5.000 und 50.000 €, manche Opfer geben sogar 500.000 €. Sie werden getäuscht, dass Ihr Geld wächst.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Sie fordern nun die Auszahlung Ihrer Gewinne. Der Betreiber verlangt sofort mehrere Gebühren.

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach dem ersten Verlust erhalten Sie plötzlich Nachrichten von angeblichen Anwälten, Behörden oder „Krypto-Forensikern“. Sie behaupten, Ihr Geld zurückholen zu können. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ und „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Forderungen stecken oft dieselben Täter. Sie verkaufen Ihre Daten weiter. Echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Ignorieren Sie solche Angebote.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie erkennen, dass das Unternehmen keine legitimen Lizenzen hat, stoppen Sie alle Transaktionen.
  2. Sichern Sie Beweise. Machen Sie Screenshots von allen Nachrichten, E-Mails, Zahlungen und der Plattform selbst. Diese Dokumente sind wichtig, wenn Sie später rechtliche Schritte einleiten.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsanbieter. Informieren Sie sie über den Verdacht eines Betrugs und fordern Sie ggf. eine Sperrung der Kontobewegungen.
  4. Reichen Sie eine Strafanzeige ein. Gehen Sie zu Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder melden Sie sich online. Ihre Ermittler werden die Fälle prüfen.
  5. Ignorieren Sie Recovery-Scams. Wer Ihnen anbietet, Ihr Geld zurückzuholen, verlangt meist Vorauszahlungen. Das ist ein Zeichen für weitere Betrugsmaschen. Schließen Sie sich nicht damit ein.

Schluss

Sie sind nicht allein. Viele Menschen sind bereits Opfer von onlinesparenglobal (onlinesparenglobal.com). Schützen Sie sich, handeln Sie jetzt und informieren Sie andere.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei onlinesparenglobal.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei onlinesparenglobal.com
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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