Portal (portal.rexfinasset.org): Was Sie wissen müssen
Sie haben bereits ein bisschen Geld auf portal.rexfinasset.org investiert, aber Sie fragen sich, ob das wirklich sicher ist. Wir zeigen Ihnen, warum diese Plattform betrügerisch ist und wie Sie sich schützen können.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum portal.rexfinasset.org unseriös ist
Die Daten, die wir hier präsentieren, sind kein Zufall. Bei portal.rexfinasset.org fehlen wesentliche Transparenzmerkmale: Es gibt weder eine Handelsregisternummer noch einen Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde. Auch ein Lizenzkennzeichen ist nicht vorhanden. In der Beschreibung der angebotenen Dienstleistungen tauchen keine klar definierten Anlageprodukte auf, sondern lediglich vage Begriffe wie „Investition“ und „Trading“. Die Plattform akzeptiert ausschließlich Kryptowährungen, was zwar nicht per se betrügerisch ist, aber in Verbindung mit fehlender Regulierung ein starkes Warnsignal darstellt. Darüber hinaus gibt es keine Kundenreferenzen, keine unabhängigen Bewertungen und keine nachvollziehbaren Erfolgsquoten. Diese fehlenden Elemente sind klassische Indikatoren für eine unseriöse Trading-Plattform.
Die Daten, die Sie hier sehen, sind nicht nur Zahlen, sie sind Warnsignale, die auf ein systematisches Vorgehen hinweisen. Die Kombination aus fehlender Regulierung, unklaren Produktbeschreibungen und fehlenden Kundenbewertungen legt nahe, dass portal.rexfinasset.org keine legitime Finanzdienstleisterin ist. Stattdessen handelt es sich wahrscheinlich um ein von Betrügern betriebenes System, das darauf abzielt, Geld zu sammeln, ohne echte Handelsaktivität zu ermöglichen.
Wie der Betrug bei portal.rexfinasset.org abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst über gezielte Werbung auf sozialen Medien auf die Plattform aufmerksam. Oft erscheinen dort angebliche „Anlageberater“ oder „Trading-Experten“, die ein scheinbar lukratives Angebot unterbreiten. Das Lockangebot besteht in einer sehr niedrigen ersten Einzahlung, häufig um die 250 €: so wird die psychologische Hemmschwelle gesenkt. Die Plattform präsentiert sich als modern und technologisch fortschrittlich, mit einer ansprechenden Webseite und professionellen Grafiken. Durch die niedrige Einstiegshürde fühlen sich potenzielle Anleger ermutigt, ihre Konten zu eröffnen und das Angebot auszuprobieren.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Benutzeroberfläche von portal.rexfinasset.org sofort hohe Gewinne an: zum Beispiel „aus 250 € werden in zwei Wochen 800 €“. Diese Zahlen stammen ausschließlich aus einer Software-Simulation und sind keine echten Börsentransaktionen. Es gibt keine Aufzeichnungen über tatsächliche Aufträge, keine Handelsbücher und keine Verbindung zu einem regulierten Broker. Das Ziel dieser Manipulation ist es, Vertrauen aufzubauen und den Eindruck zu erwecken, dass die Plattform tatsächlich profitabel ist. Sobald das Vertrauen gewährt ist, werden die Anleger motiviert, mehr Geld einzuzahlen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der nächste Schritt besteht darin, die Anleger zu ermutigen, größere Summen einzuzahlen. Ein persönlicher „Account-Manager“ oder ein angeblicher „Berater“ baut eine Beziehung auf und verspricht exklusive Vorteile wie hohe Hebel, garantierte Profite oder Zugang zu IPO-Plätzen. Zeitliche Druckmechanismen („nur heute“) und gefälschte Erfolgsgeschichten anderer Anleger werden eingesetzt, um die Entscheidung zu beschleunigen. Viele Opfer zahlen inzwischen mehrere Tausend Euro und manche sogar über 50 000 €. Diese Phase ist entscheidend, weil hier der größte Teil des Geldes von den Betrügern erfasst wird.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn die Anleger nun ihr Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen lassen wollen, tritt die letzte Melkphase ein. Plötzlich verlangt die Plattform eine Reihe von Gebühren, die in der Realität nicht existieren. Typische Fake-Gebühren sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich das Geld, das er einzahlen wollte, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die behaupten, das Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen stecken meist dieselben Täter, die die Plattform betreiben. Sie verkaufen die Opferdaten an andere Betrüger und nutzen sie, um weitere Geldwäsche-Operationen durchzuführen. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie den Verdacht haben, handeln Sie zügig. Jede weitere Einzahlung erhöht das Risiko, dass Sie noch mehr Geld verlieren.
- Belege sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Transaktionsbestätigungen, Screenshots der Plattform und jegliche Korrespondenz. Diese Dokumente sind wichtig, um den Fall nachzuweisen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse: Informieren Sie Ihre Finanzinstitution über die verdächtigen Transaktionen. Sie können Ihnen bei der Rückverfolgung und eventuell bei der Rückbuchung helfen.
- Erstatten Sie Strafanzeige: Wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle oder an die Ermittlungsbehörde für Finanzbetrug. Ihre Anzeige trägt dazu bei, weitere Opfer zu verhindern und die Täter zur Verantwortung zu ziehen.
- Ignorieren Sie „Recovery-Scam“-Angebote: Seriöse Anwälte oder Behörden werden niemals ohne vorherige Kontaktaufnahme per Telefon oder E-Mail anrufen. Jede Forderung nach Vorauszahlungen ist ein klarer Betrug. Schützen Sie Ihre Daten und Ihr Geld, indem Sie solche Kontakte meiden.
Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen helfen, die betrügerische Natur von portal.rexfinasset.org zu erkennen und sich dagegen zu schützen. Zögern Sie nicht, die oben genannten Schritte zu befolgen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei portal.rexfinasset.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.