Warnung vor secureport-wealth (secureport-wealth.com): Betrugsmasche enthüllt

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·6 Min. Lesezeit·
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Der Online-Broker secureport-wealth (secureport-wealth.com) präsentiert sich als moderne Plattform für Krypto- und Tradingservices, doch bei genauerer Untersuchung zeigt sich, dass es sich um eine reine Betrugsmasche handelt, die gezielt unvorsichtige Anleger anzieht und ihr Geld in kurzer Zeit verschwindet.

Screenshot der Webseite Secureport Wealth (secureport-wealth.com)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite secureport-wealth.com

Warum secureport-wealth.com unseriös ist

Die ersten Anzeichen für Unregelmäßigkeiten bei secureport-wealth (secureport-wealth.com) zeigen sich bereits im Aufbau der Website und den angebotenen Dienstleistungen. Es gibt keinerlei Verweis auf eine Handelsregisternummer oder eine Lizenznummer einer Aufsichtsbehörde. In der Regel verlangen seriöse Broker klare Angaben zu ihrer Registrierung, insbesondere wenn sie in der EU tätig sind. Stattdessen wird die Plattform von einem unspezifischen „Geschäftsmodell“ begleitet, das keinerlei rechtliche Grundlage zu haben scheint. Darüber hinaus fehlen jegliche Hinweise auf die Herkunft des Kapitals, das angeblich für die angeblichen „Krypto- und Trading-Services“ verwendet wird. Ein weiteres Warnsignal ist die fehlende Transparenz bei den Zahlungsabwicklungen: Es werden lediglich kryptografische Zahlungsmethoden wie Bitcoin akzeptiert, ohne dass die Plattform anzeigt, ob diese Zahlungen tatsächlich verarbeitet werden. Diese Kombination aus fehlender Lizenz, fehlender Kapitalnachweis und der alleinigen Abhängigkeit von Kryptowährungen deutet stark auf ein betrügerisches Vorhaben hin. In meinen Ermittlungen habe ich bereits mehrere Plattformen identifiziert, die dieselben Merkmale aufweisen: und alle haben die gleiche Strategie, Anleger zu täuschen und ihr Geld zu entziehen. Die Tatsache, dass secureport-wealth (secureport-wealth.com) keinerlei regulatorische Genehmigungen oder verifizierte Kontaktdaten aufweist, macht die Plattform zu einem klaren Fall von betrügerischer Geschäftstätigkeit.

Wie der Betrug bei secureport-wealth.com abläuft

Schritt 1: Der erste Kontakt und das verlockende Lockangebot

Der Einstieg in die Masche beginnt meist mit einem scheinbar harmlosen Kontakt. Potenzielle Opfer werden über soziale Medien, insbesondere über gefälschte Instagram- oder TikTok-Profile, angesprochen, die vorgaukeln, „Erfolgreiche Trader“ zu sein. Oftmals werden dabei kurze Videos von angeblichen „Profit-Streams“ gezeigt, in denen ein kleines Startkapital in kurzer Zeit in die Höhe schnellen soll. In manchen Fällen wird sogar ein kostenloses Web-Seminar angeboten, in dem ein „Anlageberater“ die angeblich einfache Strategie erklärt. Sobald Interesse geweckt ist, wird der potenzielle Kunde dazu ermutigt, eine kleine Einzahlung zu tätigen: typischerweise rund 250 Euro: um die „Handelsplattform“ zu aktivieren. Dieses geringe Anfangskapital senkt die Hemmschwelle, während gleichzeitig das Vertrauen aufgebaut wird, dass die Plattform tatsächlich funktionsfähig ist.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Sobald die erste Einzahlung erfolgt, öffnet die Plattform eine simulierte Handelsoberfläche. Darauf werden sofort unrealistisch hohe Gewinne angezeigt. In der Regel wird gezeigt, dass das 250 Euro in zwei Wochen in 800 Euro aufgestockt wurden. Diese „Gewinne“ sind jedoch reine Simulationen, die in der internen Software erzeugt werden. Es gibt keinerlei Verbindung zu realen Börsen oder zu legitimen Handelskonten. Die Plattform nutzt lediglich ein Dashboard, das ansprechende Zahlen anzeigt, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Das Ziel dieser Phase ist es, das Vertrauen zu festigen und dem Anleger das Gefühl zu geben, dass seine Investition bereits Früchte trägt. Durch die ansprechende Visualisierung werden potenzielle Opfer überzeugt, dass die Plattform ein funktionierendes System darstellt, das tatsächlich Gewinne erwirtschaftet.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Nach einigen Wochen oder Monaten, in denen die simulierten Gewinne weiter steigen, wird der Kunde von einem angeblichen „Account-Manager“ kontaktiert. Dieser nutzt häufig persönliche Nachrichten, um eine Beziehung aufzubauen und das Vertrauen zu festigen. In den Gesprächen wird das Angebot von VIP-Konten mit angeblich höheren Hebeln und Boni präsentiert. Es wird suggeriert, dass ein „Insider-Zugang“ zu IPO-Deals oder exklusiven Krypto-Tokens möglich ist, falls der Kunde weitere Mittel einzahlt. Die Drängen-Techniken sind vielfältig: Zeitlich begrenzte Angebote, künstliche Verknappung von „Plätzen“ und Social-Proof-Elemente, die angeblich erfolgreiche Investoren zeigen. Durch diese Maßnahmen werden Opfer dazu verleitet, ihre Einzahlungen massiv zu erhöhen: oft zwischen 5.000 und 50.000 Euro, und in einigen Fällen sogar über 500.000 Euro. Die Plattform verspricht in jeder Phase, dass die Gewinne weiter steigen, während die Realität in der Tat eine vollständige Simulation ist.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Der Höhepunkt der Masche tritt ein, sobald der Kunde sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte. Plötzlich wird ihm mitgeteilt, dass für die Auszahlung bestimmte Gebühren fällig werden. Zu den häufig vorkommenden Gebühren gehören:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Kapital, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Dies ist die letzte Melkphase des Scams, die darauf abzielt, das restliche Geld des Opfers zu erpressen, bevor es endgültig verschwindet.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Diese Personen versprechen, das Geld zurückzuholen, und verlangen dafür Vorauszahlungen für angebliche „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Forderungen sind reine Abzocke. Hinter diesen Anbietern stecken in der Regel dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben. Sie verkaufen die gesammelten Daten weiter und nutzen sie, um weitere Opfer zu täuschen. Ein echtes Rechtsanwalt-Dienstleistungsangebot oder eine offizielle Polizeikontaktaufnahme würde niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram erfolgen. Wer von solchen Recovery-Scams angesprochen wird, sollte sofort jede weitere Zahlung verweigern und die Kontaktaufnahme ignorieren.

Was Betroffene jetzt tun sollten

Wenn Sie bereits von secureport-wealth (secureport-wealth.com) betroffen sind, handeln Sie umgehend. 1. Unterbrechen Sie sofort jegliche weitere Kommunikation mit der Plattform und senden Sie keine zusätzlichen Zahlungen. 2. Bewahren Sie sämtliche E-Mails, Screenshots und Transaktionsnachweise auf: diese dienen als Beweismaterial. 3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihr Kreditkartenunternehmen, um die Transaktionen zu überprüfen und ggf. rückgängig zu machen. 4. Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder der zuständigen Finanzaufsichtsbehörde; geben Sie dabei alle gesammelten Beweise an. 5. Ignorieren Sie jegliche Forderungen von angeblichen „Recovery-Scams“: solche Angebote sind betrügerisch. 6. Informieren Sie Freunde und Familie über die Masche, damit auch andere nicht in die Falle tappen. 7. Suchen Sie im Internet nach weiteren Erfahrungsberichten: häufig teilen Opfer ihre Erlebnisse, die weitere Hinweise liefern können. 8. Ziehen Sie in Erwägung, professionelle Hilfe von Anwälten oder spezialisierten Betrugs-Hotlines in Anspruch zu nehmen. 9. Prüfen Sie, ob Ihre Konten und Wallets kompromittiert wurden, und ändern Sie alle relevanten Passwörter. 10. Bleiben Sie wachsam und skeptisch gegenüber jedem Angebot, das zu gut klingt, um wahr zu sein.

Secureport-wealth (secureport-wealth.com) hat sich als reine Betrugsplattform entpuppt, die gezielt unvorsichtige Anleger in die Falle lockt. Durch das gezielte Ausnutzen von Vertrauen, die Simulation von Gewinnen und das geschickte Erzwingen von Gebühren kann das betrügerische Netzwerk sein Ziel: das Geld der Opfer: erfolgreich abschöpfen. Wenn Sie betroffen sind, handeln Sie schnell, sichern Sie Ihre Beweise und melden Sie den Vorfall an die zuständigen Behörden. Ihre Zeit ist kostbar: je früher Sie handeln, desto größer sind die Chancen, Ihr Geld zurückzuerlangen oder zumindest die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

Zögern Sie nicht, sich jetzt über die neuesten Entwicklungen zu informieren und Ihre finanzielle Sicherheit zu schützen.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei secureport-wealth.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei secureport-wealth.com
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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