Warnung vor thomson-strategiekonzepte.com: Erfahrungen zur Auszahlung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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Sie haben sich auf thomson-strategiekonzepte.com verlassen und nun ist Ihr Geld verschwunden. Dieser Artikel zeigt Ihnen, warum die Plattform betrügerisch ist und wie Sie sich schützen können.

Screenshot der Webseite Thomson Strategiekonzepte (thomson-strategiekonzepte.com)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite thomson-strategiekonzepte.com

Warum thomson-strategiekonzepte.com unseriös ist

Der erste Anhaltspunkt für unseriöses Verhalten ist die völlige fehlende Transparenz. Auf der Website gibt es weder eine Handelsregisternummer noch einen Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde. Ein seriöser Broker muss sich in der Regel bei einer zuständigen Finanzaufsicht registrieren und die Lizenznummer offenlegen: hier fehlt dies komplett. Weiterhin werden keine Angaben zu Gründungsjahr, Firmensitz oder Unternehmensgröße gemacht, was ein weiteres Signal für einen möglichen Auftragsbetrug ist.

Ein weiteres klares Warnsignal ist das Fehlen jeglicher Kontaktinformationen. Es gibt weder E-Mail noch Telefonnummer, weder eine physische Adresse noch einen Ansprechpartner im Kundenservice. In der Regel sind solche Daten vorhanden, damit Kunden bei Problemen Unterstützung bekommen können. Ohne diese Kontaktmöglichkeit kann ein Anleger nicht mehr mit dem Betreiber in Verbindung treten, was ein typisches Muster bei betrügerischen Plattformen ist.

Des Weiteren sind auf der Plattform keine Leistungsversprechen, Erfolgsgeschichten oder Erfahrungsberichte von echten Nutzern ersichtlich. Stattdessen fehlt jeglicher Hinweis auf Kundenbewertungen, weder auf Trustpilot noch auf anderen Bewertungsportalen. Ein seriöser Broker bietet oft unabhängige Bewertungen an, um Vertrauen zu schaffen. Das völlige Fehlen solcher Signale lässt darauf schließen, dass die Plattform keine echte Kundschaft bedient.

Schließlich gibt es keinerlei Hinweise auf akzeptierte Zahlungsmethoden. Ohne die Angabe, ob klassische Banküberweisungen, Kreditkarten oder Kryptowährungen möglich sind, kann ein Anleger nicht einschätzen, wie sein Geld bewegt wird. Die fehlende Transparenz in allen diesen Bereichen macht thomson-strategiekonzepte.com eindeutig unseriös.

Wie der Betrug bei thomson-strategiekonzepte.com abläuft

Erster Kontakt und Lockangebot

Der Einstieg beginnt häufig mit einem scheinbar professionellen Kontakt. Oftmals werden potenzielle Kunden durch gezielte Werbung auf Social-Media-Plattformen angesprochen: sei es auf Instagram, Facebook oder TikTok. Diese Anzeigen versprechen schnelle Renditen und nutzen oft emotionale Schlagworte, um Vertrauen zu gewinnen. In vielen Fällen werden auch gefälschte „Berater“ oder „Account-Manager“ eingesetzt, die sich als Experte ausgeben. Sobald ein Interessent Interesse zeigt, erhält er ein Lockangebot: Eine niedrige Einstiegssumme, meist um die 250 €: genug, um die Hemmschwelle zu senken, aber nicht hoch genug, um sofort ein Problem zu erkennen.

Vorgetäuschte Gewinne

Nach der ersten Einzahlung wird dem Anleger eine Plattform präsentiert, die scheinbar beeindruckende Gewinne anzeigt. Die Software erzeugt dabei fiktive Zahlen, die von der ersten Einzahlung in wenigen Wochen auf mehrere hundert Euro anwachsen. Dabei gibt es keine echte Orderausführung auf einer regulären Börse, sondern lediglich simulierte Trades in einer Web-App. Diese künstlich erzeugten Gewinne dienen ausschließlich dazu, das Vertrauen zu festigen und die Illusion einer seriösen Handelsplattform zu erzeugen.

Drängen zu weiteren Einzahlungen

Wenn das Vertrauen aufgebaut ist, beginnt die nächste Phase: Das Angebot von VIP-Konten, hohen Hebeln und exklusiven „Insider-Tipps“. Die Betreiber setzen dabei auf psychologische Druckmittel: Zeitlimits, künstliche Verknappung und Social Proof. Oft wird der Anleger mit dem Versprechen belohnt, dass er durch zusätzliche Einzahlungen einen noch höheren Gewinn erzielen kann. In vielen Fällen verlangen die Betreiber 5.000 bis 50.000 € oder mehr. Das Ziel ist klar: Mehr Geld in die Hand der Betrüger zu bekommen.

Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Sobald ein Anleger sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen lassen will, tauchen plötzlich Gebühren auf. Diese können in verschiedenen Formen erscheinen:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu dem bereits verloren gegangenen Betrag, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Recovery-Scam-Nachfolge

Nach dem ersten Verlust werden häufig Dritte auf die Spur gebracht: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die ein System zur Wiederherstellung von Geldern anbieten. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen steckt meistens dieselbe Gruppe von Tätern, die die Daten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram, und die meisten dieser Versprechen führen zu weiteren Verlusten.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie Verdacht haben, dass ein Betrug vorliegt, stoppen Sie jegliche weitere Überweisung. Jede weitere Zahlung verschärft die Situation.

  2. Sammeln Sie Beweise: Bewahren Sie sämtliche E-Mails, Chat-Protokolle, Zahlungsbelege und Bildschirmfotos auf. Diese Unterlagen sind entscheidend, um den Betrug nachzuweisen und ggf. eine Anzeige zu erstatten.

  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Krypto-Börse: Informieren Sie sofort Ihre Bank oder die Plattform, über die Sie das Geld transferiert haben. Bitten Sie um eine Sperrung der Konten und fordern Sie eine Rückbuchung, falls möglich.

  4. Erstatten Sie Strafanzeige: Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder beim Online-Betrugs­zentrum. Nutzen Sie die Erfahrung, die Sie durch meinen Hintergrund als Finanzermittler gewonnen haben, um die Ermittlungen zu unterstützen.

  5. Ignorieren Sie Recovery-Scams: Wenn Ihnen jemand anbietet, Ihr Geld zurückzubekommen, aber dafür Vorauszahlungen verlangt, lehnen Sie das Angebot ab. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen weiteren Betrugsversuch.

Fazit

Wenn Sie von thomson-strategiekonzepte.com betroffen sind, handeln Sie schnell und systematisch. Nutzen Sie die gesammelten Beweise, informieren Sie Ihre Bank und erstatten Sie eine Strafanzeige. Nur so können Sie verhindern, dass weitere Opfer in die Falle tappen.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei thomson-strategiekonzepte.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei thomson-strategiekonzepte.com
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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