Upholdassests (upholdassets.org) im Faktencheck
Upholdassests (upholdassets.org) hat sich als betrügerische Anlageplattform entpuppt, die durch gefälschte Renditeversprechen und fehlende regulatorische Zulassungen Investoren täuscht.

Achtung
Betrugsverdacht
Anton Haverkamp ist seit fünf Jahren in der Finanzermittlung tätig, zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit. Während seiner Dienstzeit hat er mehr als 500 Anlagebetrugsfälle verfolgt und war maßgeblich an der Beschlagnahme von Blockchain-Geldern beteiligt. Durch diese Erfahrung kann er die typischen Muster erkennen, die bei betrügerischen Brokerplattformen auftreten.
Warum upholdassets.org unseriös ist
Die Analyse von upholdassets.org offenbart mehrere kritische Inkonsistenzen, die eindeutig auf einen betrügerischen Charakter hinweisen. Erstens fehlt jegliche Angabe einer Handelsregisternummer, einer Aufsichtsbehörde und einer Lizenznummer. In der regulierten Finanzwelt sind diese Angaben obligatorisch; ihre Abwesenheit bedeutet, dass die Plattform nicht von einer anerkannten Behörde zugelassen ist. Zweitens verspricht die Seite Renditen von 2,5 % bis 10 % innerhalb von 24 Stunden: ein Versprechen, das in der realen Finanzwelt nicht nur unrealistisch, sondern auch rechtlich bedenklich ist. Solche Garantien verstoßen gegen die Grundsätze der Anlegerinformation und des Schutzes vor irreführender Werbung. Drittens ist die Plattform ausschließlich auf Social-Media-Werbung und Online-Marketing ausgerichtet, ohne ein verifizierbares physisches Büro oder klare Kontaktinformationen. Diese Kombination aus fehlender Transparenz, unrealistischen Renditeversprechen und fehlender regulatorischer Legitimation bildet das Fundament, das die Plattform betrügerisch macht.
Wie der Betrug bei upholdassets.org abläuft
Erster Kontakt und Lockangebot
Potenzielle Anleger werden meist durch gezielte Social-Media-Kampagnen auf upholdassets.org aufmerksam gemacht. In diesen Kampagnen werden oft ansprechende Grafiken und kurze Videos gezeigt, die scheinbar von „professionellen“ Anlageberatern stammen. Die erste Einzahlung wird bewusst niedrig gehalten: typischerweise 50 €: um die psychologische Hemmschwelle zu senken. Nach dem ersten Deposit erscheint die Plattform dem Nutzer ein Dashboard, das sofort einen moderaten Gewinn anzeigt, um Vertrauen zu schaffen. Die Technik dahinter besteht in einer einfachen Software, die zufällig generierte Gewinnzahlen anzeigt; es werden keine echten Handelsaufträge an Börsen platziert.
Vorgetäuschte Gewinne
Sobald der Nutzer seine erste Einzahlung getätigt hat, werden im Dashboard unrealistische Gewinne angezeigt. Die Plattform nutzt eine visuelle Darstellung von Balkendiagrammen und Zahlen, die sofort einen Eindruck von Profitabilität erwecken. Diese „Gewinne“ beruhen ausschließlich auf algorithmischen Simulationen, die im Hintergrund laufen; es gibt keinerlei reale Transaktionen, die diese Zahlen stützen. Das Ziel ist, die Illusion einer erfolgreichen Investition zu erzeugen, sodass der Nutzer sich sicher fühlt und bereit ist, mehr Kapital einzuzahlen.
Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach der ersten Phase der Gewinnillusion wird der Nutzer durch persönliche „Berater“ kontaktiert. Diese werden meist per E-Mail oder Chat-App angeblich als Account-Manager vorgestellt. Sie versprechen exklusive Vorteile wie hohe Hebel (bis zu 1 : 500), garantierte Profite und Zugang zu „IPO-Zugängen“. Oft wird der Nutzer mit Zeitdruck konfrontiert: „Nur heute noch, sonst verpasst du die Chance“. Diese Techniken, zusammen mit gefälschten Erfahrungsberichten anderer Anleger, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Betroffene größere Beträge einzahlt, typischerweise zwischen 5.000 € und 50.000 €. In manchen Fällen gehen die Verluste sogar über 500.000 €, wenn die Opfer von der Dringlichkeit überzeugt werden.
Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Der entscheidende Schritt des Betrugs tritt ein, wenn der Anleger eine Auszahlung wünscht. Plötzlich werden verschiedene Gebühren verlangt, die in der Praxis nicht üblich sind. Typische Fake-Gebühren sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real; wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Kapital und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Dieses Verhalten ist die letzte Melkphase des Scams.
Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig externe „Experten“ auf. Das sind angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder Krypto-Forensiker, die ein „Wiederherstellungs-Toolkit“ anbieten. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen und fordern im Voraus Gebühren für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. In der Realität handelt es sich hierbei um dieselben Täter, die die Opfer weiter ausnutzen. Echte Rechtsanwälte oder Behörden melden sich niemals unaufgefordert über WhatsApp oder Telegram.
Das Netzwerk hinter upholdassets.org
Upholdassets.org ist Teil eines Netzwerks von 79 Plattformen, die sich durch identische Webseiten-Designs, ähnliche Geschäftsmodelle und gemeinsame technische Back-Ends auszeichnen. Die Betreiber nutzen häufig die gleiche Infrastruktur, um ihre Marken zu re-branden, wenn eine Plattform von Aufsichtsbehörden untersucht oder von der Öffentlichkeit kritisiert wird. Diese Praxis erschwert die Nachverfolgung der eigentlichen Verantwortlichen und ermöglicht es ihnen, unter verschiedenen Namen weiter zu operieren, während die gleiche betrügerische Logik bleibt.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie bemerken, dass Ihre Einzahlungen nicht ausgezahlt werden und zusätzliche Gebühren verlangt werden, stoppen Sie jegliche Transaktion. Jede weitere Zahlung erhöht die Gefahr, dass Sie noch mehr Geld verlieren.
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Behalten Sie sämtliche Kommunikationsnachweise. Sichern Sie E-Mails, Chat-Logs, Screenshots und Zahlungsbelege. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten oder Ihre Bank um Rückerstattung bitten.
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Kontaktieren Sie Ihre Bank oder das Kreditinstitut, das die ursprüngliche Einzahlung getätigt hat. Informieren Sie sie über die Verdachtsmomente und fordern Sie eine Rückbuchung der Transaktion. Banken haben die Pflicht, Verdachtsfälle zu prüfen und können in vielen Fällen eine Rückerstattung veranlassen.
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Reichen Sie eine Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle ein. Geben Sie alle gesammelten Beweise an. Ihre Angaben können dazu beitragen, weitere Opfer zu schützen und die Täter zu verfolgen.
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Ignorieren Sie Angebote von angeblichen „Recovery-Scammern“. Wenn Ihnen ein externer Dienstleister vorstellt, Ihr Geld zurückzuholen, aber im Voraus Gebühren verlangt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine weitere Ausnutzung. Ein seriöser Anwalt wird nicht vorab kostenpflichtig arbeiten.
Abschließende Warnung
Wenn Sie Opfer einer betrügerischen Plattform wie upholdassets.org geworden sind, handeln Sie rasch und systematisch. Nutzen Sie Ihre Rechte und die vorhandenen rechtlichen Mittel, um Ihr Vermögen zu schützen. Jede weitere Zahlung bringt Sie nur näher an die endgültige finanzielle Zerstörung.
Das Netzwerk hinter Upholdassests
Upholdassests ist Teil eines Netzwerks von 79 Plattformen, die ähnliche Merkmale aufweisen und häufig untereinander technische Infrastruktur teilen. Diese Verbindung deutet darauf hin, dass die Betreiber mehrere Marken nutzen, um ihr betrügerisches Geschäftsmodell zu tarnen.

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247globalallaince
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Bancobilbaova
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und 73 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei upholdassets.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.