Warnung vor Upward Saver Bank Corporation (upwardsaverbc.com): Was Sie wissen müssen

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·5 Min. Lesezeit·
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Upward Saver Bank Corporation (upwardsaverbc.com) ist keine regulierte Bank, sondern eine betrügerische Anlageplattform, die Anleger durch manipulierte Versprechen und gefälschte Erfolge in die Irre führt.

Screenshot der Webseite Upwardsaverbc (upwardsaverbc.com)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite upwardsaverbc.com

Warum upwardsaverbc.com unseriös ist

Die Analyse der öffentlich zugänglichen Informationen weist mehrere gravierende Inkonsistenzen auf. Erstens gibt es keine eindeutige Angabe einer gültigen Lizenznummer der zuständigen Aufsichtsbehörde. Die Plattform behauptet, unter der Aufsicht der „Autoridad de Regulación Prudencial y Autoridad de Conducta Financiera“ zu stehen, nennt jedoch lediglich die Nummer 765215, ohne weitere Nachweise zu liefern. Zweitens ist die Handelsregisternummer 7325299 nicht in einer britischen Registerdatenbank verzeichnet, obwohl die Adresse in Cardiff angegeben ist. Drittens fehlt die Angabe eines klaren Gründungsjahres; ohne dieses Datum kann die Historie des Unternehmens nicht nachvollzogen werden. Viertens werden keine realen Handelsplattformen genannt: die angeblichen „Banca Personal“ und „Banca Empresarial“ sind lediglich Marketingbegriffe ohne zugrundeliegende Konten bei einer regulierten Börse. Schließlich ist die Plattform in mehr als 30 Sprachen verfügbar, was zwar international wirkt, aber gleichzeitig auf eine systematische Verbreitung von Fake-Informationen hindeutet, denn echte Finanzinstitute haben selten einen derart breiten Sprachumfang ohne klare Zielgruppe. All diese Punkte zusammengenommen zeigen eindeutig, dass upwardsaverbc.com keine seriöse Finanzinstitution ist.

Die behauptete Geschäftsadresse

Die Plattform nennt als Sitz den 256 Cowbridge Road E, Cardiff CF11 9TN, Vereinigtes Königreich. In den offiziellen Handelsregistern ist diese Adresse jedoch nicht verzeichnet, und die dort angeblich registrierte Handelsregisternummer 7325299 ist nicht mit einer britischen Registrierungsstelle verknüpft. Das lässt Zweifel an der tatsächlichen Existenz des Unternehmens aufkommen.

An der angegebenen Adresse im Vereinigten Königreich befindet sich ein Straßenpunkt ohne adressiertes Gebäude ("Cowbridge Road East"). Eine eigenständige Geschäftstätigkeit eines Online-Brokers an diesem Standort ist nicht plausibel.

Eine technische Auffälligkeit verstärkt den Verdacht. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen im Vereinigten Königreich. Diese Konstellation ist klassisch für Operationen, die in einem Land ihren Ruf aufbauen und in einem anderen ihre technischen Spuren verwischen.

Adresse
Vereinigtes Königreich
Server-Standort
unbekannt
Telefon-Vorwahl
Vereinigtes Königreich

Wie der Betrug bei upwardsaverbc.com abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot

In der Regel werden potenzielle Kunden über gezielte Online-Werbekampagnen angesprochen: sei es über soziale Medien, bezahlte Suchanzeigen oder sogar gezielte E-Mails. Die Plattform präsentiert sich als „High-End“ Investmentbank, die exklusive Zugangsmöglichkeiten zu privaten Fonds und Hedgefonds verspricht. Oft werden Testimonials von angeblich erfolgreichen Investoren wie James Whitfield oder Sarah Mitchell eingesetzt, die in der Realität keine nachweisbare Identität besitzen. Nach dem ersten Kontakt erhalten Interessenten ein kleines Einstiegskapital, typischerweise 250 € bis 500 €, das leicht einzahlen lässt und die psychologische Hemmschwelle senkt. Durch die Kombination von Social-Proof und einem vermeintlich niedrigen Risiko wird das Vertrauen in die Plattform aufgebaut.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Sobald die erste Einzahlung erfolgt, wird dem Anleger ein Dashboard präsentiert, das angeblich die Kursentwicklung der investierten Mittel anzeigt. In der Praxis handelt es sich dabei um dynamisch generierte Zahlen, die keinerlei echte Handelsaktivität widerspiegeln. Die Plattform nutzt Software, die vorab festgelegte Gewinnspannen in die Konten schreibt, um den Eindruck von Profitabilität zu erwecken. Dabei wird oft auf „Betriebsgeheimnisse“ verwiesen, die dem Anleger einen exklusiven Einblick in die angeblich erfolgreiche Handelsstrategie geben. Der Anschein von realen Gewinnen stärkt die Illusion, dass das Investment verlässlich und sicher ist.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Nachdem die ersten Gewinne scheinbar realisiert wurden, beginnt ein kontinuierlicher Anreiz, weitere Mittel einzuzahlen. Ein persönlicher „Account-Manager“: meist ein automatisierter Chatbot: bietet dem Anleger „VIP-Konten“ mit höheren Hebeln, garantierten Renditen oder Zugang zu exklusiven IPOs an. Durch Zeitlimits („nur heute“) und gefälschte Erfolgsgeschichten wird Druck erzeugt. In dieser Phase steigen die Einzahlungen häufig auf mehrere Tausend Euro, manchmal bis zu 50 000 € oder mehr. Der Anleger glaubt, dass er an einem wachsenden, profitablen System teilnimmt und verliert dabei kontinuierlich sein Kapital.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Der entscheidende Moment kommt, wenn der Anleger seine Gewinne oder sein ursprüngliches Kapital auszahlen möchte. Die Plattform fordert plötzlich verschiedene Gebühren an, die zuvor nicht genannt wurden. Dazu gehören:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung
  • Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr
  • Anti-Geldwäsche-Hinterlegung Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams, in der die Opfer vollständig ausgebeutet werden.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach dem ersten Verlust melden sich häufig „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ mit der Behauptung, die verloren gegangenen Mittel zurückholen zu können. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriff“. Diese Forderungen sind lediglich weitere Betrugsmaschen, um zusätzliche Gelder zu erpressen. In den meisten Fällen handelt es sich bei den angeblichen Experten um die gleichen Täter, die die ursprüngliche Plattform betreiben. Seriöse Anwälte oder Behörden kontaktieren Opfer niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.

Das Netzwerk hinter upwardsaverbc.com

Upward Saver Bank Corporation ist Teil eines weitreichenden Netzwerks von 79 betrügerischen Plattformen, die häufig dieselbe technische Infrastruktur und dieselben Betreiber nutzen. Diese Plattformen weisen gemeinsame Merkmale auf: sie zeigen falsche Lizenzen, nutzen ein breites Sprachenangebot, bieten keine realen Konten an und setzen auf manipulierte Erfolgsgeschichten. Durch das Wiederverwenden von Vorlagen und Logos gelingt es den Betrügern, ihre Betrugsmasche regelmäßig neu zu verpacken und damit die Aufmerksamkeit neuer Anleger zu gewinnen. Das Netzwerk fungiert als Schmiede für neue Scams und nutzt die Verwirrung der Öffentlichkeit, um die Ermittlungen zu erschweren.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie bemerken, dass Ihre Kontobewegungen manipuliert sind oder Gebühren verlangt werden, die nicht angekündigt wurden, stoppen Sie jegliche Transaktionen sofort.
  2. Dokumentieren Sie alles: Speichern Sie E-Mails, Transaktionsbestätigungen, Screenshots des Dashboards und alle Kommunikationen mit dem angeblichen „Account-Manager“. Diese Beweismittel sind entscheidend, wenn Sie rechtliche Schritte einleiten oder die Plattform melden.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Zahlungsdienstleister: Informieren Sie Ihre Bank über verdächtige Transaktionen und lassen Sie eventuell blockierte oder nicht abgelaufene Zahlungen prüfen. Viele Banken bieten inzwischen Möglichkeiten, verdächtige Überweisungen rückgängig zu machen.
  4. Erstatten Sie Anzeige: Melden Sie die Plattform bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder bei der Wirtschaftsstrafpolizei. Ihre Erfahrung kann dazu beitragen, weitere Opfer zu verhindern und die Täter zu verfolgen.
  5. Ignorieren Sie „Recovery-Scams“: Seien Sie skeptisch gegenüber Personen, die behaupten, Ihr Geld zurückzubekommen und fordern dafür Vorauszahlungen. Seriöse Anwälte oder Behörden setzen nicht auf solche Vorgehensweisen.
  6. Informieren Sie andere: Teilen Sie Ihre Erkenntnisse in sozialen Medien oder auf Verbraucherplattformen, um potenzielle Opfer zu warnen. Der öffentliche Druck kann die Ermittlungen unterstützen und weitere Betrugsmaschen verhindern.
  7. Nutzen Sie Verbraucher- und Finanzaufsichtsstellen: Melden Sie die Plattform bei der jeweiligen Finanzaufsichtsbehörde (z. B. FCA in Großbritannien, BaFin in Deutschland). Auch wenn die Plattform keine echte Lizenz hat, kann die Aufsichtsbehörde Maßnahmen ergreifen, um die Plattform zu blockieren.
  8. Suchen Sie professionelle Hilfe: Ziehen Sie einen Anwalt hinzu, der sich auf Internet- und Finanzbetrug spezialisiert hat. Ein Fachmann kann Sie bei der Beweissicherung unterstützen und Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Rechte helfen.
    Durch diese Schritte erhöhen Sie Ihre Chancen, zumindest einen Teil Ihres Vermögens zurückzubekommen, und tragen dazu bei, dass die Betreiber von Upward Saver Bank Corporation und ihrem Netzwerk zur Verantwortung gezogen werden. Sie sind nicht allein. Wenn Sie Opfer dieses Betrugs geworden sind, handeln Sie jetzt und schützen Sie sich selbst sowie andere vor weiteren Verlusten.

Das Netzwerk hinter Upward Saver Bank Corporation

Upward Saver Bank Corporation ist Teil eines Netzwerks von 79 anderen Plattformen, die häufig dieselben Betreiber und technische Infrastrukturen teilen. Solche Zusammenhänge deuten stark darauf hin, dass die Betreiber hinter mehreren Scams agieren und ihre Betrugsmasche lediglich umbenennen, um neue Opfer zu locken.

und 73 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei upwardsaverbc.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei upwardsaverbc.com
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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