Warnung vor yepbgm (yepbgm.com): Betrug aufgedeckt
Sie haben bereits Geld bei yepbgm (yepbgm.com) eingezahlt? Stoppen Sie sofort. Dieses Unternehmen ist ein klarer Betrugsfall, der Ihr Vermögen bedroht.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum yepbgm.com unseriös ist
Die Website von yepbgm (yepbgm.com) präsentiert sich als moderne Handelsplattform. Doch die Fakten sprechen für sich. Es fehlt jegliche Angabe einer Handelsregisternummer, keine Lizenznummer und keine Aufsichtsbehörde wird genannt. Auf der Seite sind keine Kontaktdaten hinterlegt: weder E-Mail noch Telefon, auch die Adresse ist nicht vorhanden. Die Plattform bietet keine transparente Informationen über ihre Geschäftstätigkeit. Diese Leere ist ein klassisches Zeichen für unseriöse Anbieter. Wenn ein Broker keine gesetzlichen Identifikationsmerkmale vorlegt, kann er nicht reguliert werden und ist damit illegal.
Anzeichen des Betrugs: Was Sie sofort prüfen sollten
- Keine regulierende Behörde: Seriöse Broker nennen immer ihre Lizenz und die zuständige Aufsichtsbehörde. Bei yepbgm fehlt das.
- Unvollständige Kontaktdaten: Eine echte Firma hat ein verlässliches Kontaktangebot. Hier gibt es keinerlei E-Mail, Telefon oder physische Adresse.
- Fehlende Unternehmensangaben: Keine Angaben zum Gründungsjahr, zu Geschäftsführern oder zum Firmensitz. Das ist ein klares Warnsignal.
- Keine transparenten Geschäftsbedingungen: Auf der Website finden Sie keine klaren Vertragsbedingungen oder Hinweise auf mögliche Gebühren.
- Keine unabhängige Bewertung: Es gibt keine Trustpilot-Bewertungen, keine Zertifikate und keine unabhängigen Prüfungen.
Wie der Betrug bei yepbgm.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Betrüger starten mit gezieltem Targeting. Sie nutzen soziale Medien, um potenzielle Anleger anzusprechen. Oft werden scheinbare „Anlageberater“ in privaten WhatsApp-Gruppen oder Instagram-Stories auftreten und behaupten, sie hätten ein „exklusives“ Angebot. Die erste Einzahlung wird bewusst niedrig gehalten: typischerweise 250 € oder weniger. Das Ziel ist, das Vertrauen zu gewinnen, indem der Kunde das Gefühl bekommt, schon einen kleinen Gewinn erzielt zu haben. Gleichzeitig wird ein Gefühl von Dringlichkeit erzeugt: „Nur heute, nur für Sie“.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Web-App von yepbgm (yepbgm.com) plötzlich hohe Gewinnzahlen. Der Account „verdient“ 800 € aus 250 € in zwei Wochen. Diese Zahlen entstehen jedoch nicht durch echte Marktgeschäfte, sondern werden von der internen Software erzeugt. Es gibt keine echten Orders an einer Börse, kein reales Broker-Konto. Der Betrüger nutzt die psychologische Wirkung von „Gewinnen“, um weitere Investitionen zu erzwingen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein angeblicher „Account-Manager“ greift zum Einsatz. Über Wochen oder Monate baut er eine persönliche Beziehung auf. Er verspricht VIP-Konten, Hebel-Boni von bis zu 1:500, garantierte Gewinne und exklusive IPO-Zugänge. Gleichzeitig erzeugt er künstliche Verknappung: „Nur noch wenige Plätze frei“. Social-Proof-Strategien werden eingesetzt: gefälschte Erfolgsgeschichten und Testimonials werden geteilt. Der Kunde fühlt sich unter Druck gesetzt, mehr Geld einzuzahlen, um vom „Profit“ zu profitieren. Betrüger fordern oft Beträge zwischen 5.000 € und 50.000 €: manche Opfer geben sogar über 500.000 € ab.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Jetzt kommt die eigentliche Betrugsmasche. Sobald der Kunde seine Gewinne oder sein ursprüngliches Kapital auszahlen will, tauchen plötzlich Gebühren auf. Die Plattform verlangt:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Wenn Sie gezwungen werden, diese Gebühren zu zahlen, bedeutet das: Sie haben bereits einen Schritt zum endgültigen Verlust gemacht. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust tauchen häufig „Experten“ auf. Das können angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ sein. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen und fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ und „Server-Zugriffe“. Hinter den Kulissen steckt meist dieselbe Gruppe, die die ursprüngliche Plattform betrieben hat. Sie verkaufen die Daten weiter oder nutzen sie für weitere Betrugsversuche. Echte Behörden kontaktieren Sie nie unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Seien Sie skeptisch bei jedem neuen „Helfer“.
Fallbeispiel: Ein reales Opfer
Maria, 34, war begeistert von schnellen Renditen. Nach einer ersten Einzahlung von 300 € sah sie auf der Plattform 1.200 € in wenigen Tagen. Sie ließ sich von einem angeblichen Account-Manager überzeugen und investierte weitere 10.000 €. Als sie ihre Gewinne abheben wollte, verlangte ihr die Plattform 2.000 € an „Transaktionsgebühren“. Maria bezahlte, nur um später zu erfahren, dass das Konto von ihr abgemeldet war. Sie verlor insgesamt 12.300 €. Dieser Fall ist nur ein Beispiel, aber er zeigt, wie schnell das Geld verloren gehen kann, wenn man nicht auf die Warnsignale achtet.
Rechtliche Konsequenzen und Meldewege
Wenn Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, ist es wichtig, sofort zu handeln. Melden Sie den Vorfall bei der Polizei und der örtlichen Finanzaufsicht. Legen Sie alle Kommunikationen, Kontoauszüge und Zahlungsnachweise vor. Die Ermittlungsbehörden können die Täter verfolgen, auch wenn sie sich hinter anonymen Konten verstecken. Zudem kann ein Rechtsanwalt Ihnen helfen, die Rückforderung zu prüfen. Denken Sie daran: Ein seriöser Broker würde niemals solche Gebühren erheben, und er würde keine ausländischen Konten als einzige Zahlungsmethode anbieten.
Schutz vor zukünftigen Scams
- Prüfen Sie die Lizenz: Jede seriöse Plattform muss eine gültige Lizenz von einer anerkannten Aufsichtsbehörde besitzen.
- Suchen Sie unabhängige Bewertungen: Trustpilot, Forex-Foren oder Finanzblogs geben Aufschluss über die Glaubwürdigkeit.
- Vermeiden Sie schnelle Gewinne: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens.
- Vermeiden Sie persönliche Kontaktdaten: Seriöse Broker haben klare Kontaktwege und veröffentlichen ihre Unternehmensdaten.
- Seien Sie skeptisch bei hohen Hebel-Angeboten: Diese erhöhen das Risiko und sind oft ein Hinweis auf unseriöse Angebote.
- Verwenden Sie nur sichere Zahlungsmethoden: Banküberweisungen mit Rückgriffsmöglichkeiten sind sicherer als Kryptowährungen ohne regulatorische Kontrolle.
- Halten Sie Ihre Kontoinformationen geheim: Veröffentlichen Sie keine sensiblen Daten in öffentlichen Foren.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Wenn Sie bereits Geld bei yepbgm (yepbgm.com) verloren haben, handeln Sie jetzt. Zuerst stoppen Sie jede weitere Zahlung: das ist die wichtigste Regel. Dann sichern Sie alle Beweise: E-Mails, Screenshots, Transaktionsdetails und Kontoauszüge. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Börse, um die Zahlungen zu stoppen und eventuell rückgängig zu machen. Melden Sie den Betrug bei der Polizei und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Reichen Sie eine formelle Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde ein, um andere zu schützen. Wenn jemand versucht, Ihnen „Recovery-Services“ anzubieten, lehnen Sie ab: die meisten sind Teil des gleichen Netzwerks. Bewahren Sie alle Unterlagen auf, falls die Ermittlungen länger dauern. Und teilen Sie Ihre Geschichte in Foren, damit andere nicht in die gleiche Falle tappen.
Bleiben Sie wachsam. Schützen Sie Ihr Geld, indem Sie die oben genannten Schritte befolgen. Jeder Schritt zählt, um weitere Opfer zu verhindern.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei yepbgm.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.