Warnung vor 3Commas AI Bot (3commasai.pro): Erfahrungen zur Auszahlung
3Commas AI Bot (3commasai.pro) ist eine betrügerische Anlageplattform, die Anleger durch falsche Renditenversprechen täuscht und deren Zahlungen systematisch blockiert.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum 3commasai.pro unseriös ist
Die ersten Anzeichen für die unseriöse Natur von 3commasai.pro zeigen sich bereits auf der Oberfläche. Die Plattform bietet ein „Täglicher Profit von CHF 975“ an, ohne dabei eine nachvollziehbare Quelle oder historische Performance zu verweisen. Solche Versprechen sind in der Finanzwelt unüblich, weil sie die gesetzlichen Vorgaben zur Vermeidung von irreführender Werbung verletzen. Weiterhin fehlt jegliche Angabe zu einer Handelsregisternummer oder einer Aufsichtsbehörde, die in der Regel für legitime Finanzinstitute verpflichtend ist. Der Mangel an Transparenz wird durch die Angabe eines einzigen Telefon-Nummer-Prefixes (+41) ohne weitere Kontaktdaten verstärkt, was auf eine fehlende lokale Präsenz hindeutet. Zuletzt werden die angebotenen Dienstleistungen: „Krypto-Investment“ und „Automatisierter Handel“: ohne eine zugrunde liegende Plattform oder ein zugelassenes System präsentiert, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es sich um ein reines Front handelt.
Wie der Betrug bei 3commasai.pro abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Der erste Kontakt erfolgt häufig über Social-Media-Ads, die mit scheinbar seriösen Prominensen und „Anlageberatern“ werben. Oft werden kurze Videoclips verwendet, die angebliche „Erfolgsgeschichten“ zeigen. Die Plattform bietet ein sehr niedriges Anfangsinvestment von 250 EUR, um die Hemmschwelle zu senken. Durch die Nutzung von automatisierten Chat-Bots und gefälschten Testimonials (z. B. „Hasso Plattner“, „Klaas Heufer-Umlauf“) wird der Eindruck erweckt, dass die Plattform von etablierten Fachleuten unterstützt wird. Sobald ein Interessent den ersten Betrag einzahlt, erhält er Zugang zu einer simulierten Handelsoberfläche, die sofort hohe Gewinne anzeigt, um das Vertrauen zu festigen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform in wenigen Tagen vermeintlich enorme Gewinne, beispielsweise die angekündigte „Tägliche Rendite von CHF 975“. Diese Zahlen stammen jedoch aus einer Datenbank, die die Software automatisch generiert. Es gibt keine echten Aufträge an einer Börse, keine Orderbuch-Transaktionen und keine nachvollziehbare Handelsausführung. Die Gewinne werden lediglich vorab berechnet und in der Benutzeroberfläche angezeigt, um den Eindruck eines profitablen Geschäftsmodells zu erwecken. Diese Praxis ist in der Finanzwelt illegal, da sie gegen die Vorschriften zur Vermeidung von irreführender Werbung und zur Marktmanipulation verstößt.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald die anfänglichen Gewinne sichtbar sind, wird der Anleger zu größeren Investitionen motiviert. Ein angeblicher „Account-Manager“ oder „Berater“ kontaktiert den Kunden, um „VIP-Konten“, Hebelboni von 1:500 und exklusive „IPO-Zugänge“ zu versprechen. Durch gezielte Fristsetzungen („Nur heute“) und künstliche Verknappung („Nur noch 10 Plätze“) entsteht der Eindruck von Dringlichkeit. Gleichzeitig werden gefälschte Mit-Anleger-Storys präsentiert, die den Eindruck erwecken, dass andere bereits große Summen investiert und Gewinne erzielt haben. In der Regel zahlen die Opfer zwischen 5.000 und 50.000 EUR, manche über 500.000 EUR.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger nun eine Auszahlung verlangt, tauchen plötzlich mehrere Gebühren auf. Diese umfassen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten häufig Dritte auf den Plan: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen stecken in der Regel dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betreiben. Echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Dieses Vorgehen dient dazu, zusätzliches Geld zu erpressen und die Opfer weiter zu isolieren.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Keine weiteren Zahlungen leisten
Sobald Sie den Verdacht haben, dass Ihre Plattform betrügerisch ist, sollten Sie sofort auf jegliche weitere Einzahlung verzichten. Jede zusätzliche Zahlung erhöht das Risiko, dass Sie Ihr Geld dauerhaft verlieren. -
Belege sichern
Speichern Sie sämtliche Transaktionsnachweise, E-Mails, Screenshots und jegliche Kommunikation. Diese Unterlagen sind entscheidend für spätere Ermittlungen und können als Beweismittel dienen. -
Bank und Krypto-Börsen informieren
Setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank oder dem Krypto-Börsen-Support in Verbindung und melden Sie die verdächtigen Transaktionen. Bitten Sie um Sperrung von Konten und Kontoständen, um weitere Auszahlungen zu verhindern. -
Strafanzeige erstatten
Reichen Sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder beim Bundeskriminalamt Strafanzeige ein. Nutzen Sie die gesicherten Belege, um den Fall zu dokumentieren. Die Ermittler können dann gezielt nach den Tätern suchen. -
Recovery-Scam-Versuche ignorieren
Vermeiden Sie jeglichen Kontakt zu Personen, die sich als Retter ausgeben. Diese Angebote sind Teil des Betrugs und dienen lediglich dazu, noch mehr Geld einzusammeln. Ignorieren Sie sie und informieren Sie Ihre Kontakte über die Gefahr.
Fazit
3commasai.pro ist eindeutig eine betrügerische Plattform, die auf unrealistischen Renditen, gefälschten Testimonials und gezielter Manipulation beruht. Die fehlenden Lizenzangaben, die unplausiblen Gewinnversprechen und die systematischen Auszahlungsgebühren sind klare Indikatoren für einen Betrug. Anleger sollten sofort handeln, um weitere Verluste zu verhindern, und die entsprechenden Behörden informieren, um die Täter zu verfolgen und weitere Opfer zu schützen.
Das Netzwerk hinter 3commasai.pro
3commasai.pro ist Teil eines Netzwerks von 56 Plattformen, die dieselben Hintermänner, geteilte Infrastruktur und wiederkehrende Re-Branding-Strategien nutzen. Dieses Zusammenspiel schafft eine dichte Schicht aus Verwirrung und ermöglicht es den Täuschern, sich schnell zu tarnen, wenn ein Vorfall entdeckt wird.

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Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei 3commasai.pro gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.