Warnung vor ai-fund-management.pro: Betrug oder seriös?
Die Plattform ai-fund-management.pro ist eindeutig ein Betrugsnetzwerk. Nutzer verlieren ihr gesamtes Kapital, weil die angeblichen Anlageversprechen keine Grundlage haben. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 26. Juni 2026 ausdrücklich vor Ai Fund Management unter dem Titel „ai-fund-management(.)com und ai-fund-management(.)pro: Bafin warnt vor Angeboten auf den Websites“. Die vollständige BaFin-Warnung zu Ai Fund Management steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
In den vergangenen Jahren hat ich als Finanzermittler in einer Spezialeinheit bei der Polizei mehr als 500 Fälle von Anlagebetrug bearbeitet. Durch die Kombination aus forensischer Analyse von Serverlogfiles, Auswertungen von Handelsdaten und der manuellen Prüfung von Webseiten habe ich ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, wie Betrüger ihre Maschen planen und durchführen. Diese Erfahrung bildet die Basis meiner Bewertung von ai-fund-management.pro.
Warum ai-fund-management.pro unseriös ist
Die ersten Anzeichen, die ai-fund-management.pro von seriösen Brokern unterscheiden, sind eindeutig. Auf der Webseite fehlt jegliche Form von Aufsichtsbehörde oder Lizenznummer; keine Handelsregisternummer ist vorhanden. Diese Lücken sind nicht nur untypisch, sie sind bei jedem geprüften, legitimen Broker ein Muss. Weiterhin werden keinerlei Angaben zu den angebotenen Dienstleistungen gemacht: weder Handelsplattform noch Anlageberatung, sondern lediglich ein generischer Text ohne Detailtiefe. Die Marketingseite bietet keine Mindestanzahlung an und es gibt keine Hinweise auf garantiertes Wachstum oder Renditen, was bei solchen Plattformen häufig ein Hinweis auf fehlende Transparenz ist.
Ein weiteres kritisches Merkmal ist die fehlende Kontaktinformation. Ohne Email, Telefon oder Adresse können potenzielle Kunden keine direkte Rückmeldung erhalten. In meiner Arbeit mit Betrugsszenarien sehe ich, dass das Fehlen dieser Daten ein charakteristisches Symptom ist: Die Betreiber wollen nicht erreichbar sein, um keine Anfragen oder Beschwerden beantworten zu müssen. Außerdem gibt es keinerlei Referenzen, Kundenbewertungen oder unabhängige Zertifikate. In seriösen Fällen finden sich stets Bewertungen auf Trustpilot oder ähnliche Plattformen: hier fehlt das komplette Bild.
Schließlich gibt die Analyse des Sprachgebrauchs Aufschluss. Die Plattform verwendet keine Sprache, die von der regulären Finanzwelt geprägt ist. Stattdessen liegt der Fokus auf lockenden, ungenauen Versprechen ohne belegbare Zahlen. Dies verstärkt die Gefahr, dass die Seite nicht nur ein Schwindel, sondern ein ausgeklügeltes Betrugsmodell ist.
Wie der Betrug bei ai-fund-management.pro abläuft
Schritt 1: Der erste Kontakt: Lockangebot
Das Spiel beginnt oft mit gezielten Werbekampagnen. Auf Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok oder Facebook tauchen Anzeigen mit scheinbaren Promi-Testimonials auf: nichts weiter als manipulierte Bilder von „Bekannten“, die angeblich in ai-Fund-Management investieren. Die ersten Kontaktdaten werden durch sogenannte „Cold Calls“ von angeblichen „Anlageberatern“ ausgeliefert, die sich als Experten ausgeben. In der Regel wird ein kleiner Betrag: etwa 250 €: vorgeschlagen, um das Interesse zu wecken. Dieser geringe Einstieg dient dazu, die psychologische Hemmschwelle zu senken und Vertrauen aufzubauen. Die Botschaft ist klar: „Investieren Sie jetzt, Sie können noch gewinnen!“: ohne dass es einer echten Analyse bedarf. Durch die Kombination von visuellem Storytelling und emotionalem Appell wird das Ziel erreicht, dass der potenzielle Anleger schon in wenigen Minuten in die Plattform eingetreten ist.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung wird dem Anleger sofort ein „Profit-Dashboard“ präsentiert. Dort werden fiktive Gewinne angezeigt, die scheinbar von realen Handelsaktivitäten stammen. In Wirklichkeit handelt es sich um in der Software generierte Zahlen, die keinerlei Verbindung zu einer Börse oder einem echten Broker haben. Der Anleger sieht, wie aus 250 € in nur zwei Wochen 800 € werden: ein Anreiz, der von vielen Betrügern genutzt wird, um Vertrauen zu schaffen. Die Plattform bietet keine Möglichkeit, echte Orderblätter oder Transaktionsnachweise einzusehen. Stattdessen bleibt das Dashboard das einzige Interface, das die scheinbare Liquidität vermittelt. Dieses Vorgehen ist ein klassisches Kennzeichen für Betrug, da die Gewinne auf einer künstlichen Datenbank basieren und nicht auf echter Marktaktivität.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach der ersten Phase baut der „Berater“: meist ein automatisierter Chatbot oder ein vermeintlicher Account-Manager: eine Beziehung auf. Über Wochen oder Monate werden dem Anleger „VIP-Konten“ und exklusive Boni versprochen, zum Beispiel ein Hebel von 1 : 500 oder garantierte Profite. Oft werden Zeitlimits eingeführt: „Nur heute noch können Sie die 10 % Bonus sichern.“ Diese Taktiken erzeugen Druck und die Illusion, dass der Anleger etwas verpassen würde, wenn er nicht sofort weiter einzahlt. In der Praxis zahlen die Opfer zwischen 5.000 € und 50.000 €: in extremen Fällen sogar mehr als 500.000 €: in die Plattform. Diese Zahlungen dienen nicht dem Handel, sondern der Erhöhung der Gewinnspiegel im Dashboard, damit weitere Investoren angelockt werden.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger nun versucht, sein Geld abzuheben, tauchen plötzlich Gebühren auf. Die Plattform verlangt in einem Schritt fünf verschiedene Gebühren: Transaktionsgebühr, Steuervorauszahlung, Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“, KYC-Verifizierungsgebühr und Konto-Aktivierungsgebühr. Jede dieser Gebühren klingt plausibel, ist aber frei erfunden. Die Plattform behauptet, dass die Gebühren notwendig seien, um die Auszahlung zu verarbeiten.
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Das bedeutet, dass jeder, der in diesem Stadium die angeblichen Gebühren zahlt, zusätzlich zum ursprünglichen Kapitalverlust noch weitere Kosten trägt, ohne jemals eine Auszahlung zu erhalten. Dieser Schritt ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nachdem das Opfer bereits mehrere tausend Euro verloren hat, tauchen häufig neue „Helfer“ auf. Das sind angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Rechtsgebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Forderungen sind ein weiteres Kennzeichen, das in der Betrugswelt bekannt ist. Hinter diesen Anbietern stecken in der Regel dieselben Täter, die die ursprünglichen Verluste erleiden, und sie verkaufen die Opferdaten weiter. Ein echtes Amt würde niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram Kontakt aufnehmen; es ist ein klarer Hinweis, dass die „Recovery-Agenten“ nichts mit einer legitimen Rechtsabteilung zu tun haben.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Sobald Sie bemerken, dass zusätzliche Gebühren eingefordert werden, stoppen Sie die Transaktion. Jede weitere Zahlung verschlechtert Ihre finanzielle Lage und erhöht die Gefahr, dass Ihr Konto endgültig gesperrt wird.
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Sichern Sie alle Beweise. Speichern Sie E-Mails, Chat-Transcripts, Screenshot von Zahlungen und die Website-Adresse. Diese Unterlagen sind entscheidend, wenn Sie später rechtliche Schritte einleiten oder die Polizei einschalten.
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Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihr Krypto-Wallet, sofern Sie dort Geld abgehoben haben. Informieren Sie den Zahlungsanbieter über mögliche Betrugsversuche, damit sie Ihre Konten schützen können und weitere Transfers verhindern.
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Reichen Sie Strafanzeige bei der Polizei ein. Als ehemaliger Finanzermittler weiß ich, dass die Ermittlungen bei solchen Fällen in der Regel schnell starten, wenn genügend Beweise vorliegen. Melden Sie den Betrug bei der örtlichen Polizeidienststelle oder beim Bundeskriminalamt.
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Ignorieren Sie Angebote von „Recovery-Agenten“. Diese sind meistens Teil des gleichen Netzwerks und dienen lediglich dazu, weitere Gebühren einzutreiben. Vermeiden Sie jegliche Kontaktaufnahme und blockieren Sie die Nummern oder E-Mail-Adressen.
Fazit
ai-fund-management.pro ist kein seriöser Broker, sondern ein gut organisiertes Betrugsnetzwerk. Durch gezielte Werbung, gefälschte Gewinne, erzwungene Einzahlungen, gefälschte Gebühren und angebliche Recovery-Agenten wird das Vertrauen der Anleger systematisch erschöpft. Als Betroffener gilt es, sofort zu handeln, Beweise zu sichern und die Polizei einzuschalten. Nur so lassen sich weitere Verluste verhindern und der Weg zurück in die finanzielle Unabhängigkeit beginnt.
Das Netzwerk hinter ai-fund-management.pro
ai-fund-management.pro ist Teil eines Netzwerks von 2 weiteren Plattformen, was auf gemeinsame Hintermänner und geteilte Infrastruktur hindeutet.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei ai-fund-management.pro gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.
