assetsgrowth.online Betrug? Warnung und Erfahrungen
Assets Growth ist ein betrügerisches Anlageangebot. Die Plattform lockt mit unrealistischen Renditen und verzerrt die Realität, um Anleger zu täuschen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum assetsgrowth.online unseriös ist
Die Analyse von Assets Growth zeigt mehrere Unstimmigkeiten. Erstens fehlt eine Registrierung und ein Lizenznachweis. Die Plattform gibt an, im Chicago-Bereich zu operieren, jedoch ist die Adresse nicht im Handelsregister verzeichnet. Zweitens werden 25 % Renditen pro Tag garantiert: ein klarer Hinweis auf unrealistische Versprechen. Drittens sind keine Zahlungswege angegeben; die Marketing-Seite listet keine Zahlungsmethoden auf, obwohl ein Mindestdepot von 1 000 € gefordert wird. Viertens gibt es zahlreiche Testimonials, die jedoch nicht verifizierbar sind. Diese Punkte zusammengenommen bilden ein starkes Indiz für betrügerische Absichten.
Wie der Betrug abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Assets Growth nutzt gezielt soziale Medien. In Instagram-Stories werden angeblich erfolgreiche Trades gezeigt, begleitet von kurzen Video-Testimonials. Die ersten Kontakte erfolgen häufig via Messenger-Apps, in denen ein „Anlageberater“ dem potenziellen Kunden einen 1-Stunden-Free-Call anbietet. Während des Calls wird der Kunde mit einer niedrigen Einstiegsrate von 1 000 € in einen „High-Risk-Fund“ einführt. Diese Summe dient dazu, die Hemmschwelle zu senken und das Vertrauen zu gewinnen, ohne dass ein tatsächlicher Handel stattfindet.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung wird dem Anleger auf der Plattform ein Dashboard angezeigt, das angeblich Gewinne von bis zu 250 € innerhalb von zwei Tagen auszeigt. Diese Zahlen werden aus einer internen Datenbank generiert, die keine echten Börsenaufträge enthält. Der Mechanismus ist simpel: Der Betreiber erstellt gefälschte Transaktionsdaten, die auf dem Bildschirm als „Gewinn“ erscheinen. Der Kunde sieht die Zahlen, glaubt an die Legitimität und wird ermutigt, mehr Geld einzuzahlen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
In den darauffolgenden Wochen wird dem Kunden ein „VIP-Account“ angeboten, der angeblich Hebel bis zu 1:500 und exklusive IPO-Zugänge verspricht. Der „Account-Manager“ nutzt Social-Proof, indem er fiktive Erfolgsgeschichten von „anderen“ Anlegern präsentiert. Zusätzlich wird ein Zeitlimit gesetzt, z. B. „Nur noch 24 h, um die 1:500-Hebel zu sichern“. Der Kunde zahlt häufig zwischen 5 000 € und 50 000 €, wenn auch gelegentlich bis zu 500 000 €. Diese Summe wird in verschiedenen Währungen auf mehrere Konten verteilt, um die Spuren zu verwischen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger nun eine Auszahlung verlangt, präsentiert Assets Growth plötzlich Gebühren, die bislang nicht genannt wurden. Folgende Fake-Gebühren tauchen auf:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Kapital und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten oft „Anwälte“, „Behördenmitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ auf. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungskosten“ oder „Server-Zugriff“. Diese Forderungen sind ein weiteres Kennzeichen. In der Regel handelt es sich um dieselben Täter, die die Daten der Opfer verkaufen. Echte Anwälte oder Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Assets Growth ist Teil eines Netzwerks von 45 weiteren Plattformen. Diese Verbindungen deuten auf ein gemeinsames Backend hin, das für das Ausführen von betrügerischen Transaktionen genutzt wird. Nach Auffliegen einer Plattform werden häufig neue Marken unter demselben Backend gestartet, was die Ermittlungen erschwert.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede neue Einzahlung verschärft die finanzielle Belastung und erleichtert den Betrug.
- Bewahren Sie alle Kommunikationswege auf: E-Mails, Chat-Logs, Screenshots der Plattform, Transaktionsnachweise. Diese sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsanbieter und informieren Sie sie über den Verdacht. Beantragen Sie ggf. einen Zahlungsstopp oder eine Rückabwicklung.
- Reichen Sie eine Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle ein. Geben Sie sämtliche Beweismittel an.
- Ignorieren Sie Angebote von angeblichen „Recovery-Teams“. Seriöse Rechtsanwälte kontaktieren Sie nicht per WhatsApp oder Telegram.
Schlussfolgerung
Assets Growth ist ein klarer Fall von Anlagebetrug. Die fehlenden Lizenznachweise, die unrealistischen Renditen und die gefälschten Testimonials zeigen eindeutig, dass die Plattform kein seriöses Finanzunternehmen ist. Betroffene sollten sofort handeln, Beweise sichern und rechtliche Schritte einleiten, um ihre Verluste zu minimieren.
Das Netzwerk hinter Assets Growth
Assets Growth ist Teil eines Netzwerks von 45 Plattformen. Diese Verbindungen deuten auf ein gemeinsames Backend und möglicherweise auf ein Re-Branding nach einem Aufdeckungsversuch hin.

Agfinancegroup
agfinancegroup.com

Ai Stockslt
ai-stockslt.com

Alconinvestltds
alconinvestltds.com

Bixocointrade
bixocointrade.com

Bridgestoneholdings
bridgestoneholdings.online

Canoehubusa
canoehubusa.com
und 39 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei assetsgrowth.online gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.