Warnung vor Cardine Modevo (cardine-modevo.org): Erfahrungen zur Auszahlung
Cardine Modevo (cardine-modevo.org) ist ein betrügerisches Investmentportal. Die Plattform lockt mit unrealistischen Tagesgewinnen und verschleiert ihre Identität.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum cardine-modevo.org unseriös ist
Die ersten Anzeichen einer betrügerischen Plattform sind sofort erkennbar. Auf der Website findet sich keine Handelsregisternummer, keine Angaben zu einer Aufsichtsbehörde und kein Lizenznummer. Das Unternehmen gibt sich als „investment_platform“ aus, hat aber keinerlei Nachweise über Zulassung oder Registrierung. Zudem werden unrealistische Tagesgewinne von 745 € bis 1860 € ohne nachvollziehbare Quelle versprochen. Die Angaben zu Garantien und schnellen Renditen, die in der Marketingsektion explizit als „guaranteed returns“ deklariert werden, stehen im Widerspruch zu den geltenden Regelungen für Anlageprodukte. Die Kombination aus fehlender Regulierung, unberechtigten Lizenzangaben und überhöhten Renditeversprechen macht die Plattform eindeutig unseriös.
Wie der Betrug bei cardine-modevo.org abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die Masche beginnt meist über soziale Medien, Telefonate oder E-Mails von angeblichen „Anlageberatern“. Cold-Calls mit Namen wie „Giulia“ oder „Luca“ werden genutzt, um Vertrauen zu schaffen. In Instagram-Stories werden gefälschte Promi-Testimonials gezeigt, die von „Höhle der Löwen“ oder „Frank Thelen“ stammen. Telegram-Gruppen mit „Trading-Gurus“ verbreiten die Plattform. Der erste Einsatz wird bewusst niedrig gehalten, meist 250 €. Dieses geringe Anfangsinvestment senkt die psychologische Hemmschwelle und schafft eine Bindung.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Web-App von Cardine Modevo Gewinne an, die in wenigen Tagen von 250 € auf 800 € oder mehr steigen. Diese Zahlen sind rein simuliert; es werden keine echten Orderbuchdaten von Börsen abgerufen. Die Plattform nutzt ein internes Dashboard, das fiktive Gewinnzahlen anzeigt, um den Eindruck von Profitabilität zu erzeugen. Durch die Darstellung von „täglichen“ Gewinnen wird der Eindruck eines stabilen Geschäftsmodells vermittelt.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein persönlicher „Berater“ baut über Wochen eine Beziehung auf. Er verspricht VIP-Konten, Hebel-Boni von 1 : 500, garantierte Profite und exklusive IPO-Zugänge. Zeitlich begrenzte Angebote („nur heute“) und künstliche Verknappung erzeugen Druck. Durch die Nutzung von Social-Proof-Methoden wie gefälschten Mit-Anleger-Stories wird das Vertrauen weiter gestärkt. Opfer zahlen häufig von 5.000 bis 50.000 € oder mehr, um angeblich höhere Renditen zu erzielen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald der Anleger seine Gewinne auszahlen will, tauchen plötzlich Gebühren auf. Die Plattform verlangt:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ auf. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen stehen in der Regel dieselben Täter, die die Daten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Ignorieren Sie solche Angebote.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Einzahlung erhöht das Risiko, dass Ihr Kapital endgültig verschwindet.
- Sichern Sie Belege: Screenshots, Kontoauszüge, E-Mails, Textnachrichten. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie den Fall melden.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder das Kreditinstitut, das die Einzahlung getätigt hat. Informieren Sie sie über die mögliche Geldwäsche und fordern Sie ggf. eine Rückbuchung.
- Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeibehörde oder dem Finanzamt. Ihre Erfahrung kann zur Aufklärung weiterer Fälle beitragen.
- Seien Sie vorsichtig bei „Recovery-Scam“-Angeboten. Legen Sie keine Vorauszahlungen an Dritte vor, die Ihnen angeblich helfen, Ihr Geld zurückzubekommen.
Wenn Sie von Cardine Modevo betroffen sind, handeln Sie jetzt. Dokumentieren Sie alles, melden Sie den Vorfall und suchen Sie professionelle Hilfe.
Das Netzwerk hinter Cardine Modevo
Cardine Modevo ist Teil eines Netzwerks von 28 weiteren Plattformen, die ähnliche Taktiken nutzen.

Argenti Bitflow
argenti-bitflow.online

Argento Luxeron
argento-luxeron.site

Breed Geldoord
breed-geldoord.org

Chiaro Valzenza
chiaro-valzenza.site

Euro Nova Ai
euro-nova-ai.com

Ferra Rendorio
ferra-rendorio.org
und 22 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei cardine-modevo.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.