Cliffs Fundmere (cliffs-fundmere.com): Sofortige Warnung vor Betrug

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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Cliffs Fundmere (cliffs-fundmere.com) ist kein seriöser Broker. Seien Sie vorsichtig: der Betreiber betrügt Anleger.

Screenshot der Webseite Cliffs Fundmere (cliffs-fundmere.com)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite cliffs-fundmere.com

Warum cliffs-fundmere.com unseriös ist

Cliffs Fundmere (cliffs-fundmere.com) präsentiert sich als moderne Trading-Plattform. Doch die Daten zeigen sofort Fehlstellen. Zunächst fehlt eine Handelsregisternummer: ein Muss für jeden regulierten Broker. Darüber hinaus gibt es keine Angabe einer Aufsichtsbehörde, die die Lizenz verleiht. Der Betreiber behauptet, im Jahr 2026 gegründet zu sein, aber ohne offizielle Zulassung ist das Gründungsdatum irrelevant. Die angebotenen Dienste: Forex-Trading, Krypto-Investment und automatisiertes Trading: werden ohne Lizenz oder Überwachung beworben. Testimonial-Namen wie Liam O'Connor, Siobhán Murphy und Cormac Sullivan werden auf der Website zitiert, aber es gibt keinerlei Nachweise, dass diese Personen tatsächlich Kunden sind. Die fehlenden Lizenzangaben, das Fehlen von Registrierungsinformationen und die bloße Verwendung von Testimonials ohne Verifizierung machen die Plattform zu einer klaren Gefahr für Anleger.

Wie der Betrug bei cliffs-fundmere.com abläuft

Schritt 1: Der erste Kontakt: Lockangebot

Anwender werden zunächst durch gezielte Werbung in sozialen Medien oder durch persönliche Kontakte in Telegram-Gruppen angesprochen. Diese Kontakte sind meist in Form von scheinbar unabhängigen „Anlageberatern“ oder „Trading-Gurus“ aufgetreten. Die ersten Angebote sind verlockend: „Ein kleiner Start mit Ihrem ersten Euro, und Sie sehen die ersten Gewinne.“ Diese lockenden Versprechen sind ein klassisches Mittel, um die Hemmschwelle zu senken. Sobald ein Nutzer sich registriert, erhält er Zugang zu einer Benutzeroberfläche, die sofort hohe Gewinnzahlen anzeigt, ohne dass echte Handelsaktivitäten stattfinden.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne: falsche Zahlen

Nach dem ersten Kontakt zeigt die Plattform sofort hohe Gewinne an. In der Praxis werden diese Zahlen in einer Datenbank generiert und ohne jegliche echte Orderausführung angezeigt. Die Nutzer sehen scheinbar einen Anstieg ihres Kontos, doch in Wirklichkeit handelt es sich nur um simulierte Daten. Der Zweck ist klar: Vertrauen schaffen. Ohne echte Marktbewegungen kann die Plattform die Kontostände beliebig anpassen, um die Illusion von Erfolg zu erzeugen.

Schritt 3: Druck zum Einzahlen: weitere Beträge

Sobald das Vertrauen aufgebaut ist, beginnen die „Berater“, die Nutzer zu ermutigen, weitere Beträge einzuzahlen. Dabei werden häufig Vorteile wie VIP-Konten, Hebelboni oder exklusive „Insider-Tipps“ versprochen. Diese Versprechen sind immer mit einem Zeitlimit verknüpft, z. B. „Nur noch heute“, um einen künstlichen Druck zu erzeugen. Die Plattform nutzt psychologische Taktiken, um den Nutzer dazu zu bewegen, immer mehr Geld zu investieren, ohne dass echte Handelsmöglichkeiten bestehen.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Gebührenfalle: keine Auszahlung

Wenn der Nutzer seine Gewinne auszahlen möchte, tauchen plötzlich mehrere Gebühren auf.

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung
  • Versicherungsgebühr
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Diese Phase ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam: falsche Rettungsversprechen

Nach den ersten Verlusten tauchen oft „Anwälte“, „Behördenmitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ auf, die behaupten, das Geld zurückholen zu können. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Serverzugriffe“. Hinter diesen Anfragen stecken meist dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betreiben. In der Praxis werden keine echten Ermittlungen durchgeführt; stattdessen wird das Opfer weiter ausgenutzt, bis die Täter das Geld an sich nehmen und verschwinden.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort aufhören, weitere Geldtransfers zu tätigen: Jede weitere Einzahlung verschärft Ihre Verluste.
  2. Behalten Sie sämtliche Kommunikationsnachweise: Screenshots, E-Mails und Chat-Protokolle sichern Sie für mögliche Ermittlungen.
  3. Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsanbieter: Informieren Sie sie über die verdächtigen Transaktionen und fordern Sie die Sperrung von Konten, falls nötig.
  4. Reichen Sie bei der örtlichen Polizeidienststelle eine Anzeige: Die Ermittler in Ihrer Region können weitere Opfer schützen und den Täter verfolgen.
  5. Ignorieren Sie alle „Recovery-Scams“: Seriöse Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Jede Aufforderung, weitere Gebühren zu zahlen, ist ein klarer Hinweis auf einen weiteren Betrug.

Das Netzwerk hinter cliffs-fundmere.com

Cliffs Fundmere ist Teil eines Netzwerks von 83 Plattformen. Diese Plattformen teilen oft dieselben Hintermänner, dieselbe technische Infrastruktur und die gleiche Re-Branding-Strategie. Sobald ein Anbieter aufgefällt, wird er einfach umbenannt, während die gleiche betrügerische Logik weiterläuft. Dieses Netzwerk ermöglicht es den Tätern, ihre Aktivitäten schnell zu verschieben und die Ermittlungen zu erschweren.

Fazit

Cliffs Fundmere (cliffs-fundmere.com) ist ein klarer Betrugsfall. Die fehlende Lizenz, die gefälschten Testimonials, die simulierten Gewinne und die versteckten Gebühren zeigen, dass dieser Broker keine regulierte Plattform ist. Schützen Sie sich, indem Sie sofort handeln und sich nicht von scheinbar lukrativen Versprechen täuschen lassen.

Wenn Sie mehr über die betrügerische Vorgehensweise erfahren möchten, schauen Sie sich die nächsten Artikel an.

Das Netzwerk von cliffs-fundmere.com

Cliffs Fundmere ist Teil eines Netzwerks von 83 Plattformen, die ähnliche Taktiken und Strukturen nutzen.

und 77 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei cliffs-fundmere.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei cliffs-fundmere.com
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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