Warnung vor coinmyb (coinmyb.com): Erfahrungen zur Auszahlung
coinmyb.com ist ein betrügerisches Krypto-Exchange. Es bietet keine verifizierbaren Kontaktdaten, keine Lizenz, keine Registrierungsnummer und keine Kundenreferenzen: klare Indikatoren für einen reinen Schwindel.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum coinmyb.com unseriös ist
Die Analyse der öffentlich zugänglichen Informationen zu coinmyb.com offenbart mehrere gravierende Inkonsistenzen:
- Fehlende rechtliche Identifikation: Auf der Website sind weder eine Registrierungsnummer noch ein Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde angegeben. Ohne diese Angaben ist die Plattform nicht nach den Vorschriften für Krypto-Exchange registriert.
- Unklare Kontaktdaten: Es gibt weder eine E-Mail, Telefonnummer noch eine physische Adresse. Für seriöse Broker ist ein erreichbarer Kundenservice unverzichtbar; das Fehlen dieser Informationen ist ein starkes Warnsignal.
- Keine Kundenreferenzen oder Bewertungen: Auf der Seite finden sich keine Testimonials, keine Trustpilot-Links und keine Zertifikate. Für ein Online-Exchange ist das Fehlen von Kundenfeedback ein Hinweis auf fehlende Legitimität.
- Mehrsprachige Oberfläche ohne lokale Präsenz: Obwohl die Plattform in zehn Sprachen verfügbar ist, gibt es keinerlei Anzeichen für lokale Niederlassungen oder rechtliche Vertretung in diesen Ländern. Das deutet auf ein globales, aber dennoch anonymes Betriebskonzept hin.
- Keine Angaben zu Handelsplattformen oder Broker-Verbindungen: Ein legitimes Krypto-Exchange muss klare Angaben zu den zugrundeliegenden Börsen und Handelsinfrastrukturen machen. coinmyb.com liefert keine solche Transparenz.
Diese Punkte allein sind nicht nur untypisch, sondern stellen klare Verstöße gegen die Grundprinzipien eines regulierten Finanzdienstleisters dar. Der Mangel an Transparenz, die fehlenden rechtlichen Nachweise und die Abwesenheit von Kundenfeedback sind klassische Merkmale von betrügerischen Online-Anbietern.
Wie der Betrug bei coinmyb.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Anbieter wie coinmyb.com nutzen gezielte Social-Media-Kampagnen, um potenzielle Opfer anzuziehen. Auf Instagram, TikTok oder Telegram werden vermeintliche „Trading-Experten“ eingesetzt, die angeblich hohe Gewinne aus minimalen Investitionen versprechen. Die ersten Einzahlungen werden bewusst niedrig gehalten: typischerweise rund 250 €: um die Hemmschwelle zu senken und die Glaubwürdigkeit des Angebots zu erhöhen. Durch gezielte emotionale Ansprache (z. B. Versprechen von finanziellem Wohlstand oder Unabhängigkeit) wird das Vertrauen in die Plattform aufgebaut.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Sobald das erste Geld auf das angebliche Konto eingegangen ist, präsentiert die Plattform eine simulierte Handelsoberfläche mit überhöhten Gewinnzahlen. Diese „Gewinne“ entstehen nicht durch echte Markttransaktionen, sondern werden in einer Web-App generiert, die lediglich hübsche Zahlen anzeigt. Es gibt keine nachweisbaren Orderbücher, keine Verbindung zu einer echten Börse und keine Möglichkeit, die Trades zu überprüfen. Die dargestellten Renditen dienen ausschließlich dazu, das Vertrauen zu festigen und die Opfer zu ermutigen, weitere Beträge einzuzahlen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der nächste Schritt ist das Angebot von VIP-Konten, exzellenten Hebelboni und „exklusiven“ Handelszugängen. Durch die Schaffung eines Gefühls der Dringlichkeit: z. B. Zeitlimits oder vermeintliche Verknappung von Platzangeboten: werden die Opfer dazu gebracht, größere Beträge zu überweisen. Die Beträge können von 5.000 bis zu 50.000 € oder mehr reichen, wobei einige Opfer sogar über 500.000 € verlieren. In dieser Phase wird der Kunde zunehmend an das System gebunden, während die Plattform weiterhin keine echten Handelsaktivitäten ausführt.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn die Betroffenen nun versuchen, ihre angeblichen Gewinne oder ihr Kapital auszuzahlen, treten plötzlich Gebühren in den Vordergrund. Typische Fake-Gebühren, die in solchen Fällen genannt werden, sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Sobald der Betrüger verlangt, diese Gebühren zu zahlen, ist die Auszahlung in der Regel nicht mehr möglich, und das Geld verschwindet endgültig.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft Dritte auf: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die behaupten, das verlorene Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungsdienste“ oder „Server-Zugriffe“. In Wahrheit handeln sie mit den gleichen Mitteln, die sie selbst zur Geldwäsche einsetzen. Diese Post-Scams sind darauf ausgelegt, das Vertrauen der Opfer weiter zu erschöpfen und zusätzliche Beträge zu generieren.
Das Netzwerk hinter coinmyb.com
coinmyb.com ist Teil eines Netzwerks von 32 Plattformen, die dieselben Server-IP-Adressen, ähnliche Domain-Eindeutigkeiten und identische Marketing-Bots nutzen. Diese Gemeinsamkeiten deuten stark darauf hin, dass die Betreiber dieselben Ressourcen teilen und nach dem Aufdecken einer Plattform sofort umbenennen. In solchen Netzwerken werden häufig dieselben Betrugsmechanismen wiederholt, sodass neue Opfer die gleichen Warnzeichen übersehen, weil sie unter einer anderen Marke erscheinen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einzahlung verschlechtert die Situation, da das Geld noch weniger zurückgeholt werden kann.
- Beweise sichern: Bewahren Sie alle Transaktionsnachweise, E-Mails, Screenshots und sonstige Kommunikation auf. Diese können bei einer Strafanzeige oder einer gerichtlichen Klage entscheidend sein.
- Kontakt mit Ihrer Bank oder Ihrem Krypto-Broker aufnehmen: Informieren Sie Ihren Finanzdienstleister über die verdächtige Transaktion, damit dieser das Konto sperren oder weitere Zahlungen verhindern kann.
- Strafanzeige bei der Polizei erstatten: Reichen Sie bei Ihrem örtlichen Polizeidienst eine Anzeige ein und geben Sie alle gesammelten Beweismaterialien an. Anton Haverkamp hat Erfahrung im Umgang mit solchen Fällen und kann bei der Antragsstellung unterstützen.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Akzeptieren Sie keine angeblichen „Anwälte“ oder „Forensiker“ per WhatsApp oder Telegram. Seriöse Rechtsanwälte und Behörden kontaktieren Sie nicht unaufgefordert über solche Kanäle.
Wenn Sie bereits Opfer von coinmyb.com geworden sind oder befürchten, es zu werden, handeln Sie jetzt: sichern Sie Ihre Beweise, melden Sie sich bei Ihrer Bank und erstatten Sie eine Strafanzeige. Nur so können Sie Ihre Chancen verbessern, zumindest einen Teil Ihrer Mittel zurückzubekommen.
Das Netzwerk hinter coinmyb.com
coinmyb.com ist Teil eines Netzwerks von 32 ähnlichen Plattformen, die dieselben Webserver, Domain-Rebranding-Techniken und identische Marketing-Bots nutzen. Diese Verknüpfung deutet auf eine gemeinsame Infrastruktur und gemeinsame Betreiber hin, die die Plattformen nach Auffliegen erneut umbenennen.

Bexoia
bexoia.com

Bitmyo
bitmyo.com

Btcbtcgo
btcbtcgo.com

Coinmye
coinmye.com

Coinmyf
coinmyf.com

Coinmyo
coinmyo.com
und 26 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei coinmyb.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.