Warnung vor cointrendmarkets.com: Der Betrug im Überblick
cointrendmarkets.com ist ein betrügerisches Krypto-Broker- und Recovery-Netzwerk. Es lockt Anleger mit falschen Versprechen und zerschmettert ihre Konten.

Achtung
Betrugsverdacht
Über Anton Haverkamp
In meinen Jahren bei der Finanzermittlungs-Spezialeinheit habe ich mehr als 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt. Dabei ging es nicht nur um klassische Ponzi-Systeme, sondern auch um hochkomplexe Krypto-Scams. Ich habe gezielt die Fluchtwege von Geld in der Blockchain aufgefunden und analysiert, wie Betrüger ihre Spuren verwischen. Heute nutze ich dieses Wissen, um Ihnen die Wahrheit hinter Plattformen wie cointrendmarkets.com zu enthüllen. Ich war stets dabei, wenn Betrüger ihre Opern aufbauen, und kann Ihnen zeigen, wie man sie erkennt und verhindert.
Warum cointrendmarkets.com unseriös ist
cointrendmarkets.com liefert keinerlei lizensierte Identität. Auf der Website gibt es keine Handelsregisternummer, keine Aufsichtsbehörde und keine Lizenznummer. Das Unternehmen präsentiert sich lediglich als „other“, ohne klare Unternehmensform oder Gründungsjahr. Die Mehrsprachigkeit (Deutsch, Englisch, Spanisch, Chinesisch und weitere) wirkt zwar professionell, ist aber ein häufiges Merkmal bei global ausgerichteten Betrugsplattformen, die keine lokale Basis haben. Die fehlenden Kontakt- und Adressinformationen zeigen, dass es keine echte Niederlassung gibt. Zudem fehlt jede Form von vertrauenswürdigen Signalen: keine Zertifikate, keine Auszeichnungen und keine Kunden-Testimonials. Diese Inkonsistenzen deuten eindeutig auf eine unseriöse Plattform hin, die kein echtes Geschäft betreibt.
Wie der Betrug bei cointrendmarkets.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Der Betrüger beginnt damit, sich in sozialen Medien, Messaging-Apps oder über Cold-Calls als „Anlageberater“ auszugeben. Oft werden gefälschte Promi-Testimonials genutzt, um Vertrauen zu schaffen. Anschließend wird ein kleiner, scheinbar harmloser Betrag angeboten: meist ein „kleiner Einstieg“: um die Hemmschwelle zu senken. Die Plattform präsentiert sich als moderne Krypto-Broker-App, die angeblich sofortige Gewinne verspricht, ohne dass ein echter Handel stattfindet. Ziel ist es, das Opfer emotional zu binden und ihm das Gefühl zu geben, Teil einer exklusiven Gruppe zu sein.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Sobald das Geld eingegangen ist, zeigt die Web-App des Betrugs scheinbar hohe Gewinne. Die Zahlen werden in Echtzeit aktualisiert, aber sie stammen nicht von echten Börsen. Es handelt sich um simulierte Daten, die lediglich die Illusion von Profit erzeugen. Der Benutzer sieht, wie sein Kapital „verdoppelt“, „dreifacht“ oder sogar „sechsmal“ wächst, und fühlt sich dadurch bestärkt, weiter zu investieren. Ohne jeglichen Basis-Handel bleibt die Plattform lediglich ein virtueller Schaufenster, das den Eindruck von Erfolg erweckt.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach Wochen, manchmal Monaten, bauen die Betrüger ein „Account-Manager“-Verhältnis auf. Sie versprechen VIP-Konten, Hebel-Boni von bis zu 1:500, garantierte Profite und sogar exklusive IPO-Zugänge. Durch Zeit-Limit-Ankündigungen, künstliche Verknappung und Social-Proof-Szenarien wird der Anleger dazu gebracht, weitere Beträge zu überweisen. Oft sind es mehrere tausend Euro, manchmal noch mehr. Diese Phase dient dazu, die finanzielle Bindung zu erhöhen, sodass das Opfer nicht mehr zurückziehen kann, ohne dass die Plattform den Zugriff verweigert.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Jetzt, wenn der Anleger sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen will, tauchen plötzlich Gebühren auf. Transaktionsgebühr, Steuervorauszahlung ans Finanzamt, Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“, KYC-Verifizierungsgebühr, Konto-Aktivierungsgebühr, Anti-Geldwäsche-Hinterlegung. Diese Forderungen sind frei erfunden. Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust greifen weitere Täter zu. Sie stellen sich als Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder Krypto-Forensiker dar und bieten an, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Versprechen sind reine Täuschung. Sie stecken im Regelfall dieselben Täter, die die ursprünglichen Daten weiterverkaufen. Seriöse Anwälte und Behörden kontaktieren Sie niemals unaufgefordert über WhatsApp oder Telegram. Jede weitere Zahlung führt nur zum Verlust des bereits verloren gegangenen Kapitals.
Das Netzwerk hinter cointrendmarkets.com
cointrendmarkets.com ist Teil eines Netzwerks von 31 Plattformen, die ähnliche Merkmale aufweisen: fehlende Lizenzinformationen, keine registrierte Adresse, fehlende Unternehmensdaten und eine breite Mehrsprachigkeit. Diese Plattformen teilen sich dieselben Betreiber, nutzen dieselbe technische Infrastruktur und haben häufig ein gemeinsames Re-Branding. Wenn eine dieser Seiten auffällt, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass die anderen ebenfalls betrügerisch sind. Durch das Netzwerk können Betrüger schnell neue Marken einführen, sobald ein Vorfall auftritt, und dadurch ihr Geschäftsmodell aufrechterhalten.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jeder neue Transfer erhöht die Chancen, dass Sie noch mehr Geld verlieren.
- Alle Transaktionsnachweise sichern: Screenshots, E-Mails, Konto-Auszüge und sämtliche Kommunikationsdaten aufbewahren, damit Sie diese später vorlegen können.
- Ihre Bank oder Krypto-Börse informieren: Teilen Sie dem Finanzinstitut mit, dass Sie Opfer eines Betrugs geworden sind, damit es Ihre Konten schützt und weitere Transaktionen blockiert.
- Polizeiliche Anzeige erstatten: Kontaktieren Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle oder das Bundeskriminalamt, um den Fall offiziell zu melden. Ihre Anzeige kann andere schützen.
- Scam-Warnungen verbreiten: Teilen Sie Ihre Erfahrungen in Foren, sozialen Medien und bei Krypto-Communities, um andere vor dem Betrug zu warnen. Je mehr Menschen informiert sind, desto weniger Erfolg haben die Betrüger.
- Vermeiden Sie Kontakt zu „Recovery-Scammern“: Jede Forderung nach Vorauszahlungen von angeblichen Anwälten, Behörden oder „Forensik-Experten“ ist ein weiterer Trick. Ignorieren Sie solche Kontakte.
Wenn Sie Anzeichen bemerken, dass Sie möglicherweise Opfer von cointrendmarkets.com wurden, handeln Sie jetzt. Sichern Sie Ihre Daten, melden Sie den Betrug und informieren Sie andere. Nur so können wir gemeinsam die Plattformen in Schach halten.
Das Netzwerk hinter cointrendmarkets.com
cointrendmarkets.com ist Teil eines Netzwerks von 31 weiteren Plattformen. Diese teilen sich dieselben Hintermänner, Infrastruktur und oft ein gemeinsames Re-Branding, sobald ein Vorfall auftritt.

Alphafxs
alphafxs.com

App Langfristigesfestgeld
app-langfristigesfestgeld.com

Arbi Crypto
arbi-crypto.com

Arbitrage28
arbitrage28.com

Arbitragexcel
arbitragexcel.com

Axl Finance
axl-finance.io
und 25 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei cointrendmarkets.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.