Crypto Genuis (cryptogenuis.net) im Faktencheck
Crypto Genuis (cryptogenuis.net) ist ein betrügerisches Kryptobroker-System, das Anleger täuscht. Die Plattform bietet unrealistische Renditen ohne echte Handelsaktivität. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 13. Mai 2026 ausdrücklich vor Cryptogenuis unter dem Titel „Bafin warnt vor Plattformreihe - „Verdienen Sie bis zu 934 € täglich im Schlaf. Keine Erfahrung nötig.““. Die vollständige BaFin-Warnung zu Cryptogenuis steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum cryptogenuis.net unseriös ist
Die Plattform gibt keine Handelsregisternummer an. Sie nennt keine Aufsichtsbehörde. Die Lizenznummer fehlt. Diese Leere ist ein klarer Hinweis auf fehlende rechtliche Basis.
Die Marketingseite verspricht tägliche Gewinne von bis zu 934 €. Solche Zahlen sind unrealistisch. Es fehlt jede Transparenz über Handelsplattformen oder Kontobewegungen.
Die Zahlungsmethoden Banküberweisung und Kreditkarte sind üblich, jedoch gibt es keine Sicherheiten oder Rückgabebedingungen.
Die Testimonial-Namen Giulia M., Francesca R. und Elena B. sind unverifiziert. Ohne öffentliche Profile ist die Glaubwürdigkeit fraglich.
Das Angebot von 10 000 Kunden und einer Erfolgsquote von 68 % ist im Vergleich zu regulierten Brokern unrealistisch hoch.
Zudem gibt es keine Lizenznummer, keine Aufsichtsbehörde, keine Registrierung. Diese fehlenden Elemente sind typische Merkmale von Betrugsplattformen.
Wie der Betrug bei cryptogenuis.net abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Cold-Calls von angeblichen „Anlageberatern“ locken potenzielle Anleger. Die Plattform nutzt gezielte Werbung auf Social-Media, oft mit gefälschten Testimonials. Die erste Einzahlung wird bewusst niedrig gehalten, etwa 100 €. Dieses geringe Risiko weckt die Bereitschaft, mehr zu investieren.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Web-App von Crypto Genuis hohe Gewinne. Die Plattform manipuliert die Zahlen in der Benutzeroberfläche. Es gibt keine echten Orders an einer Börse. Das System erzeugt lediglich simulierte Gewinne, um Vertrauen aufzubauen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein persönlicher „Account-Manager“ baut eine Beziehung auf. Er verspricht VIP-Konten, Hebelboni bis 1:500, garantierte Profite. Zeitlich begrenzte Angebote, künstliche Verknappung und Social-Proof werden eingesetzt. Die Anleger zahlen dann häufig zwischen 5.000 € und 50.000 €.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger eine Auszahlung verlangt, tauchen neue Gebühren auf.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ auf. Sie behaupten, das Geld zurückzuholen. Sie verlangen Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. In Wahrheit sind das dieselben Täter, die die Daten weiterverkaufen. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weitere Zahlung leisten. Jede zusätzliche Zahlung verschärft die Verluste.
- Bewahren Sie alle E-Mails, Chat-Verläufe, Screenshots und Kontoauszüge auf. Diese Dokumente sind Beweismaterial.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsanbieter. Fordern Sie eine Rückbuchung an oder melden Sie die Transaktion als betrügerisch.
- Reichen Sie eine Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle ein. Nutzen Sie die Erfahrung von Anton Haverkamp, um die Ermittlungen zu unterstützen.
- Ignorieren Sie alle Recovery-Scammer. Sie verlangen Vorauszahlungen und versprechen Geld zurück. Das ist ein typisches Element des Betrugs.
Schluss
Crypto Genuis (cryptogenuis.net) ist kein seriöser Broker. Die Plattform nutzt gefälschte Testimonials, unrealistische Renditen und manipulierte Gewinne, um Anleger zu täuschen. Nutzen Sie die Erkenntnisse dieses Artikels, um sich zu schützen.
Das Netzwerk hinter Crypto Genuis
Crypto Genuis ist Teil eines Netzwerks von 115 verknüpften Plattformen. Diese Verbindungen deuten auf ein gemeinsames Betreiberteam und geteilte Infrastruktur hin. Das Muster ist typisch für Betrugsnetzwerke, die sich nach Aufklärung umbenennen.

Alphavesttrade
alphavesttrade.com

Altnzeptorax
altnzeptorax.net

Amthance
amthance.com

Andinamonetiv
andinamonetiv.com

Arthawealth
arthawealth.org

Asilfinspirextrade
asilfinspirextrade.com
und 109 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei cryptogenuis.net gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.