Warnung vor elementumventures.ai: Betrug oder seriös?
elementumventures.ai ist ein betrügerisches System. Es lockt Anleger mit unrealistischen Versprechen und führt sie in eine ausnutzende Masche. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 15. Mai 2026 ausdrücklich vor Elementumventures unter dem Titel „Bafin warnt vor Angeboten von Elementum Ventures“. Die vollständige BaFin-Warnung zu Elementumventures steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Anton Haverkamp
In meiner Zeit bei der Polizei verbrachte ich fünf Jahre damit, Straftaten zu untersuchen und Beweismaterial zu sichern. Später wechselte ich in die Spezialeinheit der Finanzermittlungen, wo ich gezielt Anlagebetrugsfälle verfolgte. In dieser Abteilung bearbeitete ich mehr als 500 Fälle, die Blockchain-Transaktionen betrafen. Ich verfolgte Geldflüsse, identifizierte Täterprofile und leitete Ermittlungen in internationalen Netzwerken. Diese Erfahrung bildet die Grundlage meiner Analyse zu elementumventures.ai. Ich prüfe die Plattform mit der Präzision eines forensischen Ermittlers, der keine Schwächen übersehen will.
Warum elementumventures.ai unseriös ist
Die Datenlage zu elementumventures.ai ist alarmierend. Zunächst fehlt jede Registrierungsnummer; auf der Website taucht keinerlei Hinweis auf eine Handelsregisternummer auf. Auch eine Lizenzbehörde ist nicht genannt. Das Fehlen einer Lizenz ist ein eindeutiges Warnsignal: seriöse Broker müssen von einer zuständigen Aufsichtsbehörde genehmigt sein. Weiterhin gibt es keine Kontaktadresse, keinen E-Mail-Kontakt und keine Telefonnummer. In der Regel bieten seriöse Plattformen klare Kommunikationswege an. Die Marketing-Sektion weist auf ein Minimum-Deposit von 0 € hin, was impliziert, dass keine klare Mindesteinlage festgelegt ist. Keine Zahlungsmethoden sind angegeben; das System akzeptiert weder Banküberweisungen noch gängige Kryptowährungen. Diese fehlenden Eckdaten deuten stark auf einen Betrugsmechanismus hin, der die Identität der Betreiber verschleiert.
Wie der Betrug bei elementumventures.ai abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
elementumventures.ai nutzt gezielt soziale Medien. In Facebook- und Instagram-Ads tauchen angebliche „Erfolgsstorys“ auf, die von „Experten“ stammen. Die Plattform verwendet gefälschte Testimonials, die sich auf bekannte Persönlichkeiten beziehen. Interessenten werden oft per E-Mail oder Telegram kontaktiert und aufgefordert, einen Testeinzahlung von 250 € vorzunehmen. Diese niedrige Summe reduziert die psychologische Hemmschwelle. Sobald die Einlage erfolgt, erscheint eine Dashboard-Ansicht, die sofortige Gewinne anzeigt. Die Plattform nutzt automatisierte Skripte, die fiktive Transaktionen generieren, um den Eindruck von realen Trades zu erwecken. Diese ersten Schritte sind darauf ausgelegt, Vertrauen aufzubauen und das Opfer in die Falle zu locken.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung wird dem Nutzer ein simuliertes Konto angezeigt, das in wenigen Tagen hohe Gewinne ausweist. Die Zahlen werden von einer internen Datenbank erzeugt; es gibt keine echten Orderbuch-Einträge an einer Börse. Die Plattform zeigt keine Verbindung zu einer regulierten Börse oder zu einem Clearing-System. Stattdessen nutzt sie eine eigene, nicht registrierte Handels-Engine, die ausschließlich die Darstellung von Zahlen ermöglicht. Durch wiederholte „Gewinn-Updates“ werden die Investoren emotional belastet und glauben, dass ihr Kapital exponentiell wächst. Diese Illusion ist ein klassisches Merkmal von Ponzi-Systemen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach Wochen der scheinbaren Gewinne wird ein „Account-Manager“ kontaktiert. Dieser verspricht exklusive Boni, wie z. B. einen Hebel von 1:500, garantierte Profite oder Zugang zu IPOs. Die Kommunikation wird persönlich gestaltet, oft via WhatsApp oder Telefon. Der Manager nutzt Zeitdruck: „Nur heute verfügbar“, „Kapazität ist begrenzt“. Er präsentiert gefälschte Mit-Investoren-Stories, die angeblich hohe Summen erwirtschaftet haben. Der Anleger wird ermutigt, weitere Einlagen zwischen 5.000 € und 50.000 € zu tätigen, manchmal sogar bis zu 500.000 €. Das Ziel ist es, das Kapital zu maximieren, bevor die Plattform die Auszahlung blockiert.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn das Opfer nun eine Auszahlung anfordert, wird plötzlich ein Netzwerk von Gebühren vorgebracht. Diese Gebührenliste umfasst:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu den bereits verbeuteten Beträgen kein Geld mehr, und die Auszahlung bleibt aus. Dies ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem ersten Verlust tritt oft eine „Rechtsabteilung“ auf den Plan. Anwalts- und Polizeibeamte erscheinen über WhatsApp oder Telegram und behaupten, das Geld könne zurückgeholt werden. Sie fordern Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Forderungen sind reine Vorwände; die Täter verkaufen die Daten der Opfer weiter. Die angeblichen Experten nutzen das Vertrauen der Betroffenen aus, um weitere Geldsummen zu erlangen. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert und verlangen vorab Zahlungen.
Das Netzwerk hinter elementumventures.ai
elementumventures.ai ist Teil eines Netzwerks, das eine weitere Plattform umfasst. Beide Seiten nutzen dieselbe technische Infrastruktur und teilen häufig dieselben Domain-Endungen. In der Vergangenheit wurden ähnliche Betrugsnetzwerke durch gezielte Aufklärung in mehreren Ländern zerschlagen. Die Betreiber tauschen sich oft über verschlüsselte Kanäle ab, um ihre Identität zu verschleiern und die Plattformen nach Auffliegen schnell neu zu branden. Dieses Netzwerk erhöht die Gefahr, dass Opfer auf mehrere Seiten mit identischen Methoden hereinfallen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Einlage erhöht die Verluste. Bewahren Sie alle Transaktionsbelege auf, um Beweismaterial zu sichern.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Krypto-Broker. Informieren Sie sie über die Situation, damit Transaktionen gesperrt werden können.
- Reichen Sie Strafanzeige ein. Gehen Sie zur nächstgelegenen Polizeidienststelle oder melden Sie sich online bei der Finanzkriminalitätsbehörde.
- Sichern Sie digitale Beweise. Screenshot der Plattform, E-Mails, Chat-Nachrichten und Kontobewegungen sollten archiviert werden.
- Ignorieren Sie Recovery-Scam-Vorschläge. Seriöse Anwälte oder Behörden werden Sie nicht per WhatsApp kontaktieren. Suchen Sie stattdessen Hilfe bei einer etablierten Rechtsberatung.
Wenn Sie Opfer geworden sind, handeln Sie rasch, sichern Sie Ihre Daten und informieren Sie die Behörden. Nur so können weitere Menschen vor der Masche von elementumventures.ai geschützt werden.
Zögern Sie nicht, sich bei weiteren Fragen an unsere Hotline zu wenden oder den Online-Chat zu nutzen. Ihre Sicherheit steht an erster Stelle.
Das Netzwerk hinter elementumventures.ai
elementumventures.ai ist mit einer weiteren Plattform verbunden. Das Netzwerk umfasst insgesamt zwei Seiten, die häufig unter wechselnden Namen auftreten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei elementumventures.ai gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.
