Euroxnow, Inc. (euroxnow.com) im Faktencheck
Euroxnow, Inc. (euroxnow.com) ist ein betrügerisches Trading- und Krypto-Wiederherstellungsunternehmen. Sie haben nichts zu gewinnen: nur Verluste.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum euroxnow.com unseriös ist
Euroxnow, Inc. (euroxnow.com) präsentiert sich als Trading-Plattform mit Krypto- und CFD-Handel sowie einer angeblichen Krypto-Wiederherstellung. Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Auf der Website fehlt jede Form von Registrierungs- oder Lizenznummer, und es wird keine Aufsichtsbehörde genannt. Diese Lücken sind klare Anzeichen dafür, dass die Plattform nicht reguliert ist.
Darüber hinaus sind die Kontaktinformationen unvollständig: kein E-Mail-Adressfeld, nur ein Telefon +41 413334215. Ein seriöser Broker würde ein sicheres E-Mail-Verfahren anbieten. Die angegebenen Adressen sind nicht im Handelsregister verzeichnet, was darauf hindeutet, dass sie lediglich als Tarnung dienen.
Ein weiteres Warnsignal ist die fehlende Transparenz bei den angebotenen Dienstleistungen. Die Plattform listet „Krypto-Wiederherstellung“ als Service auf, ohne Details zu nennen, wie sie das tut. In der Regel bieten seriöse Anbieter nur den Handel an, nicht die Wiederherstellung von Kryptowährungen: ein Gebiet, das stark von Betrug geprägt ist.
Schließlich ist die Plattform in mehreren Sprachen (Deutsch und Englisch) aktiv, jedoch ohne klare Angaben zu den Märkten oder den zugrunde liegenden Börsen. Das Fehlen von Informationen über die zugrunde liegenden Handelsplätze und die fehlende Offenlegung von Handelsrichtlinien sind weitere Indikatoren für unseriöse Absichten.
Wie der Betrug bei euroxnow.com abläuft
1. Erster Kontakt + Lockangebot
Betrüger nutzen häufig soziale Netzwerke, um potenzielle Opfer zu erreichen. Auf Instagram, Facebook und TikTok tauchen gezielte Anzeigen auf, die angebliche „Profite“ versprechen. In vielen Fällen wird ein vermeintlicher „Anlageberater“ den Kontakt herstellt und ein Telefonat arrangiert.
Der erste Schritt ist immer ein niedriger Einstiegssatz: meist rund 250 €, um die Hemmschwelle zu senken. Der Betrüger präsentiert sich als Experte, der mit einem „VIP-Konto“ arbeitet, das angeblich höhere Hebel und Boni bietet. Durch gezielte emotionale Ansprache werden die Opfer ermutigt, das Angebot sofort zu nutzen.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach der Einzahlung zeigt die Plattform sofort „Gewinne“ an, die in wenigen Tagen steigen. Diese Zahlen sind jedoch reine Simulationen. Es werden keine echten Orders an Börsen ausgeführt, sondern die Software generiert künstliche Gewinnanzeigen.
Die Opfer werden überzeugt, dass ihr Kapital wächst, weil die Plattform „nachweislich“ hohe Renditen erzielt. Dieser Trick baut Vertrauen auf und legt die Grundlage für weitere Forderungen.
3. Drängen zu weiteren Einzahlungen
Um die Gewinne zu steigern, fordert der „Account Manager“ häufig zusätzliche Einzahlungen an. Er betont, dass höhere Hebel und exklusive „Insider-Tipps“ nur mit einem größeren Kontostand möglich sind.
Die Kommunikation ist persönlich: oft per WhatsApp oder Telegram: und nutzt soziale Beweise, indem gefälschte Erfolgsgeschichten anderer „Anleger“ gezeigt werden. Die Dringlichkeit wird durch Zeitlimits und vermeintliche Verknappung erzeugt, sodass die Opfer unter Druck gesetzt werden, mehr Geld zu investieren.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald ein Opfer seine Gewinne auszahlen möchte, kommt plötzlich die Forderung nach Gebühren.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Kapital. Gleichzeitig bleibt die Auszahlung aus, da das Geld nicht auf dem Konto vorhanden ist.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft Dritte auf: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie versprechen, die Verluste zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“.
Diese „Hilfspersonen“ sind in der Regel dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben. Sie nutzen das Vertrauen der Opfer, um weitere Geldbeträge zu erpressen. Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie bemerken, dass das Konto nicht ordnungsgemäß funktioniert, stoppen Sie alle Transaktionen.
- Sammeln Sie sämtliche Beweise: Screenshots, E-Mails, Transaktionsprotokolle und Nachrichtenverläufe. Diese Dokumentation ist entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder den Kreditkartenanbieter: Informieren Sie sie über den Vorfall, damit sie die Kontobewegungen überwachen und ggf. Rückbuchungen veranlassen.
- Reichen Sie Strafanzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle ein: Nutzen Sie die Erfahrung von Anton Haverkamp: Er hat mehr als 500 Fälle verfolgt und kann Ihnen erklären, welche Unterlagen Sie vorlegen müssen.
- Ignorieren Sie alle Recovery-Scam-Angebote: Seriöse Anwälte oder Behörden werden Sie nicht per WhatsApp kontaktieren. Wenn Sie mit einem „Experten“ in Kontakt treten, prüfen Sie seine Qualifikationen und suchen Sie unabhängige Referenzen.
Bleiben Sie wachsam, handeln Sie zügig und schützen Sie Ihre Finanzen vor weiteren Betrugsversuchen.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei euroxnow.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.