Fidelity Guarantee Trust (fdelityguarantetrust.online): Ist das wirklich seriös?
Sie haben schon einmal von der vermeintlichen Sicherheit eines „Guarantee Trust“ gehört und sind nun auf der Suche nach einer sicheren Anlagemöglichkeit. Bei Fidelity Guarantee Trust (fdelityguarantetrust.online) scheint alles glänzend zu sein: doch die Fakten zeigen ein anderes Bild: die Plattform ist betrügerisch. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 1. Juli 2026 ausdrücklich vor Fdelityguarantetrust unter dem Titel „Fidelity Guarantee Trust – Warnhinweise“. Die vollständige BaFin-Warnung zu Fdelityguarantetrust steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum Fidelity Guarantee Trust unseriös ist
Zunächst einmal fehlt es an jeglicher regulatorischer Legitimation: die Plattform gibt weder einen Handelsregisternummer noch eine Aufsichtsbehörde an. Ohne eine Lizenz ist die Durchführung von Finanzdienstleistungen in der EU grundsätzlich illegal. Weiterhin wird keine Handelsregisternummer angezeigt, obwohl das Unternehmen 1990 gegründet wurde: ein Hinweis darauf, dass die Angabe der Gründungsdaten lediglich als Tarnung dient. Die aufgeführten Dienstleistungen: Kontoeröffnung, Geldüberweisung, Kreditaufnahme, Einlagen: sind typische Angebote von seriösen Anbietern, doch bei Fidelity Guarantee Trust fehlen die notwendigen Sicherheitsprüfungen. Auf der Website sind keine Zertifizierungen, keine unabhängigen Prüfberichte und keine verifizierten Kundenreferenzen sichtbar, obwohl angeblich 80 Million Kunden bzw. Fälle vorliegen. Die Namen der angeblichen Testimonials (SELMA LUNA, GLENNA MANNING, CAROLYN MATTHEWS) sind nicht verifizierbar; sie tauchen in keiner öffentlich zugänglichen Quelle auf. Diese Inkonsistenzen sind eindeutig verdächtig.
Wie der Betrug bei Fidelity Guarantee Trust abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Viele Opfer werden zunächst durch gezielte Social-Media-Kampagnen erreicht. Auf Instagram, Facebook und TikTok laufen Anzeigen, die ein vermeintlich „hohe Rendite“ bei minimalem Risiko versprechen. Oft werden gefälschte Testimonials verwendet, die scheinbar von „erfolgreichen“ Investoren stammen. Ein erstes Angebot sieht aus wie ein lockeres „Willkommen bei Fidelity Guarantee Trust: eröffnen Sie jetzt ein Konto und profitieren Sie von exklusiven Boni“. Die erste Einzahlung wird bewusst klein gehalten, typischerweise 250 € oder weniger, um die Hemmschwelle zu senken. Diese geringe Summe lässt den Eindruck entstehen, dass die Plattform keine großen Risiken birgt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Sobald die erste Einzahlung erfolgt ist, wird dem Anleger ein Dashboard präsentiert, das scheinbar hohe Gewinne anzeigt: zum Beispiel 250 € in zwei Wochen auf 800 €. Diese Zahlen entstehen durch eine interne Datenbank, die simulierte Ergebnisse liefert. Es findet keine echte Order an einer Börse statt. Die Plattform hat keinen Zugang zu einem regulierten Broker, sondern nutzt lediglich eine Web-App, die hübsche Zahlen anzeigt. Der Zweck dieser Illusion ist es, Vertrauen zu gewinnen und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass der Anleger weitere Mittel einzahlt.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach einigen Wochen bauen „Berater“ oder „Account-Manager“ persönliche Beziehungen auf. Sie versprechen VIP-Konten, Hebel-Boni von 1:500, garantierte Profite und exklusiven Zugang zu IPO-Deals. Diese Versprechen werden mit Zeitlimits und künstlicher Verknappung unterstützt: „Nur heute noch ein Bonus von 20 % für neue Investoren“. Durch Social-Proof-Techniken: gefälschte Mit-Anleger-Storys: werden die Anleger weiter in die Falle gelockt. In der Praxis zahlen die Opfer oft zwischen 5.000 € und 50.000 €, manche verlieren sogar über 500.000 €.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger nun sein Geld auszahlen lassen möchte, erscheint plötzlich eine Liste von Gebühren, die er bezahlen muss, um die Auszahlung zu ermöglichen. Typische Fake-Gebühren sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach dem Verlust der ersten Investition melden sich häufig „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“. Sie behaupten, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Dienstleister sind in der Regel dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Ignorieren Sie diese Kontakte; sie sind Teil der Folgeschleife des Betrugs.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie bemerken, dass die Plattform Ihnen unrealistische Renditen verspricht oder Sie zu zusätzlichen Einzahlungen drängt, stoppen Sie sofort.
- Beweise sichern: Speichern Sie alle E-Mails, Transaktionsnachweise, Bildschirmfotos und Kommunikationsverläufe. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie später eine Anzeige erstatten.
- Bank oder Krypto-Börse informieren: Kontaktieren Sie Ihre Bank oder die Plattform, über die Sie die Einzahlung vorgenommen haben, und fordern Sie eine Rückerstattung der Transaktion.
- Strafanzeige erstatten: Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder beim Bundeskriminalamt. Nutzen Sie die gesicherten Beweise, um die Ermittlungen zu unterstützen.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen „Experten“ anbieten, Ihr Geld zurückzuholen, und verlangen gleichzeitig eine Vorauszahlung. Das ist ein klassischer Anhaltspunkt für eine weitere Betrugsphase.
Fazit
Fidelity Guarantee Trust (fdelityguarantetrust.online) ist keine seriöse Anlagemöglichkeit. Die fehlende Regulierung, die gefälschten Testimonials und die manipulativen Gebührenstrukturen zeigen eindeutig, dass die Plattform betrügerisch arbeitet. Wenn Sie bereits Geld eingezahlt haben, handeln Sie jetzt: sichern Sie Ihre Beweise, melden Sie den Vorfall und stoppen Sie weitere Zahlungen. Ihre Sicherheit und Ihr Geld liegen in Ihrer Hand.
Das Netzwerk hinter Fidelity Guarantee Trust
Fidelity Guarantee Trust ist Teil eines Netzwerks von 56 anderen Plattformen. Das deutet darauf hin, dass dieselben Personen hinter mehreren Marken agieren, häufig durch Re-Branding nach Auffliegen. Solche Netzwerke nutzen oft dieselbe Infrastruktur und dieselben Marketingkampagnen, um Vertrauen zu erzeugen und gleichzeitig das Risiko zu streuen.

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Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei fdelityguarantetrust.online gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.