Finabel (finabel.pro): Betrug im Fokus
Finabel.pro ist keine seriöse Handelsplattform. Die Plattform ist eindeutig ein Betrugsnetzwerk, das Anleger systematisch um ihr Geld bittet.

Achtung
Betrugsverdacht
Beweise gegen finabel.pro
Die Website von finabel.pro präsentiert keine Handelsregisternummer und verweist auf keine zuständige Aufsichtsbehörde. Auf der Startseite tauchen keine Lizenznummern auf, die in der Regel von regulierten Brokern angezeigt werden. In den Kontaktinformationen fehlt jede Telefonnummer, jedes E-Mail-Format und keine physische Adresse wird genannt. Der fehlende Transparenzaufbau ist ein klassisches Indiz für einen Betrug.
Die Plattform listet keine realen Testimonial-Namen und bietet keine nachvollziehbare Erfolgsgeschichte. Stattdessen werden generische Aussagen wie „Erfahren Sie, wie Sie in wenigen Wochen Ihr Kapital vervielfachen“ verwendet. Diese Formulierungen entsprechen einem typischen Werbemuster, das bei unregistrierten Trading-Plattformen häufig vorkommt.
Zusammenfassend zeigen die fehlenden regulatorischen Kennzeichen, das Fehlen von Kontaktdetails und die generischen Marketingaussagen, dass finabel.pro keine legitime Broker-Anlageplattform ist.
Warum finabel.pro unseriös ist
Finabel.pro präsentiert sich als „internationaler Trading-Dienstleister“, der angeblich in mehreren Sprachen verfügbar ist. Der Betreiber listet jedoch keine offizielle Lizenz oder Regulierungsbehörde, die den Betrieb in einer EU-Landschaft legitimieren würde. Ohne solche Bestätigungen kann der Betreiber nicht rechtlich handeln.
Die fehlende Registrierung ist ein starkes Anzeichen. Regulierungsbehörden verlangen eine eindeutige Handelsregisternummer und eine Lizenznummer. Finabel.pro gibt beide an. In der Praxis bedeutet dies, dass die Plattform nicht unter das Finanzaufsichtsrecht fällt und keine Prüfungen durch externe Stellen durchlaufen hat.
Die Plattform akzeptiert keine Standard-Zahlungsmethoden wie SEPA-Überweisung oder Kreditkarte. Stattdessen wird die Aussage gemacht, dass nur Kryptowährungen akzeptiert werden, ohne die Wallet-Adressen oder Transaktionsdetails offenzulegen. Diese Praxis ist typisch bei Plattformen, die Geld in Krypto-Wallets umleiten, um die Rückverfolgbarkeit zu erschweren.
Zusammengefasst: Fehlende Lizenz, fehlende Registrierung, fehlende Standard-Zahlungsmethoden und generische Marketingaussagen machen finabel.pro zu einer klaren Gefahr für Anleger.
Wie der Betrug bei finabel.pro abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Finabel.pro nutzt gezielte Social-Media-Kampagnen auf Plattformen wie TikTok und Instagram. Dort werden angebliche „Anlageberater“ als Influencer dargestellt, die von schnellen Renditen und „exklusiven Insider-Tipps“ erzählen. Die ersten Anzeigen enthalten ein lockendes Angebot: Eine kostenlose Demo-Einzahlung von 250 € ohne Risiko.
Das Ziel ist psychologischer Druck: Der Betrag ist hoch genug, um Interesse zu wecken, aber niedrig genug, um die Hemmschwelle zu senken. Sobald ein Nutzer die Demo-Einzahlung tätigt, wird er in ein exklusives „VIP-Portal“ eingeführt, in dem die angeblichen Trades in Echtzeit angezeigt werden.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform sofort „Gewinne“ an. In wenigen Tagen werden 800 € angezeigt, die aus einer ursprünglichen Einzahlung von 250 € stammen. Diese Gewinne entstehen ausschließlich durch interne Software-Simulationen. Es gibt keine realen Handelsaufträge, keine Aufzeichnungen bei einer regulierten Börse.
Der Mechanismus ist simpel: Die Software generiert zufällige Zahlen, die als Gewinn dargestellt werden. Sobald die Gewinne sichtbar sind, wird dem Anleger das Gefühl vermittelt, dass er nun ein „profitabler“ Investor ist und weitere Einzahlungen tätigen sollte.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der Betreiber schafft eine Beziehung durch einen „Account-Manager“, der per E-Mail oder Chat kommuniziert. Durch wiederholte „Erfolgsgeschichten“ (fiktive Kundenberichte) wird der Anleger motiviert, weitere Summen einzuzahlen. Angebotsversprechen wie „Hebel 1:500“, „Garantierte Renditen“ oder „Exklusiver Zugang zu IPOs“ werden verwendet.
Typische Taktiken sind Zeitlimits („nur heute“), künstliche Verknappung („nur noch 3 Plätze“), und Social-Proof durch gefälschte Testimonials. Die Investitionssumme steigt oft von 5 000 € auf über 50 000 € oder mehr, wenn der Anleger in die „VIP-Klasse“ aufsteigen will.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger nun sein Geld auszahlen lassen möchte, tauchen sofort mehrere Gebühren auf.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich das Geld, das er einzahlen wollte, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten häufig Dritte auf den Plan. Sie stellen sich als „Anwälte“, „Behördenmitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ dar und versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“.
Diese Versuche sind meist die gleiche Gruppe, die die ursprüngliche Plattform betreibt. Sie nutzen die bereits gesammelten Daten, verkaufen sie weiter und versuchen, weitere Opfer zu generieren. Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich nie unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Das Netzwerk hinter finabel.pro
Finabel.pro agiert innerhalb eines kleinen Netzwerks, das mindestens eine weitere Plattform umfasst. Beide Seiten nutzen dieselben Server und tauschen Kundendaten aus. Das Netzwerk ist häufig ein Re-Branding-Modell: Wenn eine Plattform von den Behörden aufgedeckt wird, wird sie unter einem neuen Namen neu gestartet und nutzt dieselbe Infrastruktur. Diese Vorgehensweise erschwert die Aufdeckung und ermöglicht es den Tätern, ihre Aktivitäten weiterzuführen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Einzahlung erhöht das Risiko eines Verlustes.
- Bewahre alle Transaktionsnachweise, E-Mails und Chat-Protokolle auf. Diese Beweismittel sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Kontaktiere deine Bank oder deinen Zahlungsanbieter, um die Transaktionen zu blockieren und ggf. Rückbuchungen zu veranlassen.
- Reiche eine Strafanzeige bei deiner örtlichen Polizeidienststelle ein. Die Ermittler werden deine Daten aufnehmen und die Täter verfolgen.
- Ignoriere alle Versprechen von „Recovery-Services“. Seriöse Anwälte und Behörden kontaktieren dich nicht per WhatsApp oder Telegram.
Wenn du in finanzielle Schwierigkeiten geraten bist, suche professionelle Hilfe. Dein Vermögen kann nicht zurückgewonnen werden, wenn du den Betrug nicht erkennst.
Du bist nicht allein. Es gibt Wege, um deine Finanzen zu schützen.
Das Netzwerk hinter finabel.pro
Finabel.pro ist Teil eines Netzwerks von einer weiteren Plattform. Beide nutzen dieselbe Serverinfrastruktur und tauschen Kundenprofile aus. Die Betreiber agieren unter unterschiedlichen Namen, um Regulierungsbehörden zu umgehen.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei finabel.pro gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.
