FXGlobe Limited (fxglobe.eu) seriös oder Betrug?
FXGlobe Limited hat sich als angeblicher Broker auf der Plattform fxglobe.eu etabliert, jedoch lässt die fehlende Transparenz in allen relevanten Datenpunkten eindeutig auf betrügerische Absichten schließen.

Achtung
Betrugsverdacht
Anton Haverkamp ist seit mehr als fünf Jahren im Bereich Finanzermittlungen tätig. Als ehemaliger Polizist und zuletzt Finanzermittler in einer Spezialeinheit hat er über 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt, wobei er besonders auf die Rückführung von Geldern in der Blockchain spezialisiert ist. Seine Expertise bildet die Grundlage für die Analyse, die im Folgenden auf der Plattform fxglobe.eu durchgeführt wird.
Warum fxglobe.eu unseriös ist
Die ersten Anzeichen für Unregelmäßigkeiten bei fxglobe.eu liegen in der völligen Abwesenheit von Registrierungsinformationen. Auf der Website erscheint weder eine Handelsregisternummer noch eine Aufsichtsbehörde, die die Lizenz ausstellt. Ebenso fehlen sämtliche Kontaktdaten, einschließlich E-Mail, Telefon und physischer Adresse. Diese Transparenzlücken sind in der regulierten Brokerlandschaft ungewöhnlich und deuten stark auf einen fehlenden gesetzlichen Rahmen hin.
Weiterhin gibt es keine Angaben zu einer Lizenznummer, was bei registrierten Brokern Standard ist, da die Lizenznummer die rechtliche Berechtigung zum Handel nachweist. Ohne diese Information kann nicht geprüft werden, ob die Plattform tatsächlich von einer anerkannten Finanzaufsicht genehmigt wurde.
Die Marketingseite bietet keine klaren Angaben zu Mindest- oder Maximaldeposits, garantierten Renditen oder Boni. Stattdessen wird lediglich die Plattform als „Broker“ deklariert, ohne weitere Erläuterungen zu den angebotenen Dienstleistungen. Das Fehlen von Testimonial-Informationen, Awards oder Zertifizierungen verstärkt die Verdachtslage.
Zusammengefasst zeigen die fehlenden Daten: von der Registrierung bis zu den Kontaktdaten: dass fxglobe.eu nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die ein seriöser Broker erfüllen muss.
Wie der Betrug bei fxglobe.eu abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Potenzielle Opfer werden häufig durch gezielte Social-Media-Kampagnen angezogen. Auf Plattformen wie Instagram, Facebook und TikTok werden vermeintliche „Anlageberater“ mit attraktiven Videos vorgestellt, die Erfolgsgeschichten von „Kunden“ präsentieren. Die Inhalte nutzen häufig fiktive Testimonials, die auf keiner nachvollziehbaren Basis stehen.
Durch gezielte Werbeanzeigen wird ein erster Eindruck von Professionalität vermittelt, sodass das Vertrauen in die Plattform aufgebaut wird. Sobald ein Interessent Interesse zeigt, wird er zu einer kurzen Registrierung aufgefordert, die keine persönlichen Daten erfasst, sondern lediglich einen Benutzernamen und eine E-Mail-Adresse verlangt.
Nach der Registrierung wird das Konto in der Regel mit einem kleinen Startkapital beladen, das oft ein paar hundert Euro beträgt. Dieses geringe Anfangsinvestment dient dazu, den Betroffenen psychologisch zu beruhigen und die Hemmschwelle für weitere Zahlungen zu senken.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Sobald das Konto eröffnet ist, zeigt die Plattform dem Nutzer sofort einen scheinbaren Gewinn an. Die Dashboard-Darstellung von fxglobe.eu präsentiert in Echtzeit einen positiven Kontostand, der nach wenigen Tagen deutlich höher ist als das ursprünglich eingezahlte Kapital. Diese Zahlen werden jedoch nicht durch echte Handelsaktivitäten an einer Börse gestützt; vielmehr handelt es sich um manipulierte Daten, die von der internen Software generiert werden.
Der Nutzer sieht eine Grafik, die einen Anstieg des Kontostands von 250 € auf 800 € in zwei Wochen zeigt. Gleichzeitig werden „Trend-Charts“ angezeigt, die unrealistische Renditen von bis zu 30 % pro Monat suggerieren. Da keine echten Orderblätter oder Transaktionsnachweise vorhanden sind, kann der Gewinn nicht verifiziert werden.
Diese Taktik dient dazu, das Vertrauen des Nutzers zu stärken und ihn davon zu überzeugen, dass die Plattform tatsächlich profitable Handelsstrategien anbietet.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nach dem ersten Erfolg wird der Nutzer durch einen sogenannten „Account-Manager“ kontaktiert, der persönlich über Messaging-Apps kommuniziert. Der Manager bietet VIP-Konten mit höheren Hebeln und angeblich garantierten Profiten an. Durch wiederholte Kontaktaufnahme wird eine Beziehung aufgebaut, die dem Nutzer das Gefühl gibt, exklusiv zu sein.
Die Plattform nutzt soziale Druckmittel wie „nur heute“-Angebote und vermeintliche Verknappung von VIP-Plätzen. Gleichzeitig werden gefälschte Erfolgsgeschichten von „anderen“ Kunden präsentiert, die angeblich hohe Gewinne erzielt haben. Durch diese Taktiken wird der Nutzer dazu gebracht, zusätzliche Mittel zu überweisen: oft im Bereich von 5.000 bis 50.000 €, manchmal sogar bis zu 500.000 €.
Die Forderung nach weiteren Einzahlungen ist dabei nicht mehr optional, sondern ein zentrales Element der Betrugsmethode.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Nutzer nun seine angeblichen Gewinne auszahlen lassen möchte, werden plötzlich Gebühren eingeführt, die zuvor nicht erwähnt wurden. Diese Gebühren sind in der Regel nicht mit den üblichen Kosten einer regulierten Bank oder eines lizenzierten Brokers vereinbar.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine dieser Gebühren zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Einsatz auch dieses zusätzliche Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Diese Phase ist die letzte Melkphase des Scams, bei der die Täter maximalen Gewinn aus dem Vertrauen des Opfers herausholen.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft Dritte auf, die sich als „Rechtsanwälte“, „Behördenmitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ ausgeben. Sie behaupten, das Geld zurückholen zu können, und fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Personen nutzen die Angst des Opfers aus und bieten vermeintliche Lösungen an, die in Wirklichkeit keine rechtliche Grundlage haben.
Dahinter stecken in der Regel dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betreiben. Die Angebote sind gefälscht und dienen ausschließlich dazu, weitere Gelder zu ergaunern. Es ist wichtig zu wissen, dass echte Anwälte und Behörden niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram Kontakt aufnehmen und keine Vorauszahlungen verlangen.
Das Netzwerk hinter FXGlobe Limited
FXGlobe Limited ist Teil eines Netzwerks von 12 Plattformen, die technisch miteinander verbunden sind. Diese Verbindungen deuten darauf hin, dass dieselben Betreiber hinter mehreren Marken operieren und die Infrastruktur gemeinsam nutzen. Oft werden nach einem Aufklärungsgespräch die Marken umbenannt, um den Betrug fortzuführen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie bemerken, dass das System Ihnen Gebühren vorgaukelt, sollten Sie keine weiteren Beträge überweisen.
- Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche Nachrichten, E-Mails und Kontoauszüge. Diese Unterlagen können als Beweismaterial bei einer Strafanzeige dienen.
- Bank bzw. Krypto-Börse kontaktieren: Informieren Sie Ihre Bank oder die Krypto-Börse, von der Sie die Einzahlungen getätigt haben, über den Verdacht. Fordern Sie ggf. die Sperrung von Konten.
- Strafanzeige erstatten: Wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle oder das Finanzamt und erstatten Sie eine Strafanzeige. Ihre Ermittler-Erfahrung zeigt, dass eine frühzeitige Anzeige den Erfolg der Aufklärung erhöht.
- Recovery-Scams ignorieren: Vermeiden Sie jegliche Kontaktaufnahme mit Personen, die behaupten, Ihr Geld zurückzuholen. Diese Angebote sind meist weitere Betrugsversuche.
Wenn Sie weitere Informationen benötigen oder Hilfe beim Schutz Ihrer Finanzen suchen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Das Netzwerk hinter FXGlobe Limited
FXGlobe Limited ist Teil eines Netzwerks von 12 Plattformen, die technisch miteinander verbunden sind. Die genaue Zusammensetzung ist nicht öffentlich, jedoch deuten die Verbindungen auf ein gemeinsames Backend und gemeinsame Betreiber hin.

Avaplusgate
avaplusgate.net
Bp Profits
bp-profits.com

Cctgate
cctgate.net

Cmtrading
cmtrading.com

Corso Web
corso-web.com

Ew Investment
ew-investment.com
und 6 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei fxglobe.eu gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.