Nazvelqorn (ie-nazvelqorn.com): Betrug oder seriös?
Nazvelqorn, auch bekannt als ie-nazvelqorn.com, ist ein betrügerisches Trading-Portal. Es lockt Anleger mit unrealistischen Renditen und verschleiert seine Identität.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum ie-nazvelqorn.com unseriös ist
Die Website präsentiert sich als professionelle Trading-Plattform, doch mehrere technische Indizien sprechen eindeutig gegen ihre Seriosität. Erstens fehlt jede Handelsregisternummer; in den Registrierungsdaten ist kein Eintrag vorhanden. Ebenso gibt es keine Angabe einer Aufsichtsbehörde. Das Fehlen einer Lizenz ist ein Grundindikator für unregulierte Broker. Zweitens ist die Telefonnummer lediglich „+353“, was weder eine vollständige Rufnummer noch einen nachvollziehbaren Standort angibt. Drittens bietet die Seite keine E-Mail-Adresse, wodurch jeglicher Kontakt unpersönlich bleibt. Viertens wird die Plattform von einer Liste von 11 angeblichen „Prominenten“ unterstützt. Diese Namen sind zwar bekannt, jedoch gibt es keine verifizierbaren Aussagen oder Video-Testimonials. Schließlich verspricht die Seite tägliche Gewinne von über €975: ein Versprechen, das ohne jegliche Basiszahlen und ohne belegbare Transaktionen unrealistisch ist.
Wie der Betrug bei ie-nazvelqorn.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
In der Regel beginnt der Betrug mit einem gezielten Ansatz. Cold-Calls von angeblichen Anlageberatern rufen potenzielle Anleger an. Diese Personen geben vor, Teil des „Team“ von ie-nazvelqorn.com zu sein und nutzen dabei einen professionellen, aber generischen Ton. Parallel dazu laufen Werbekampagnen auf Instagram, Facebook und TikTok. Dort werden gefälschte Testimonials von angeblichen „Erfolgreichen Tradern“ gezeigt. Die Botschaften enthalten häufig das Wort „Jetzt“, „Nur heute“, was ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugt. Die erste Einzahlung ist bewusst niedrig gehalten: meist 250 €, 300 € oder 400 €. Dieser Betrag ist gering genug, um die Hemmschwelle zu senken, aber hoch genug, um einen ersten Eindruck von „Rendite“ zu erwecken. Der Nutzer wird aufgefordert, sich auf der Website anzumelden, ein Profil zu erstellen und die Einzahlung über ein unsicheres Zahlungsmedium vorzunehmen.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der Einzahlung zeigt die Plattform sofort hohe Buchgewinne an. In der Oberfläche von ie-nazvelqorn.com wird angezeigt, dass aus 250 € innerhalb von zwei Wochen 800 € erzielt wurden. Diese Zahlen sind reine Simulationen, erzeugt von einer Web-App, die keine echten Orderbuch-Daten nutzt. Es gibt keine Verbindung zu einer regulierten Börse oder einem Broker-Account. Die Gewinne werden lediglich als „Buchgewinne“ ausgewiesen, ohne dass ein tatsächlicher Handel stattgefunden hat. Der Nutzer sieht einen steigenden Kontostand, was das Vertrauen weiter stärkt. Gleichzeitig wird ihm ein Dashboard präsentiert, das angeblich „Live-Marktdaten“ anzeigt, die jedoch von einem Skript generiert werden, das die Preise manipuliert.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der nächste Schritt ist der Aufbau einer Beziehung. Ein angeblicher Account-Manager kontaktiert den Anleger per E-Mail, Chat oder Telefon und bietet „VIP-Konten“ an. Diese Versprechen beinhalten oft Hebelboni von 1:500, garantierte Profite oder exklusive Zugänge zu IPOs. Durch wiederholte Kontaktaufnahmen wird eine persönliche Bindung geschaffen. Die Plattform nutzt Zeitlimits („Nur heute“, „Nur noch 48 Stunden“) und künstliche Verknappung („Platz nur noch 5“, „Letzte Chance“), um Druck zu erzeugen. Social Proof wird durch gefälschte Mit-Anleger-Stories simuliert. In dieser Phase zahlt der Anleger häufig zwischen 5.000 € und 50.000 €, manche Opfer gehen sogar über 500.000 €. Jede weitere Einzahlung wird als „Sicherung“ oder „Boost“ für das Portfolio dargestellt.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger nun seine Gewinne auszahlen möchte, tauchen plötzlich Gebühren auf. Die Plattform fordert folgende Gebühren an:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf. Angewandte „Rechtsanwälte“ oder „Behörden-Mitarbeiter“ bieten an, das Geld zurückzuholen. Sie stellen sich als Krypto-Forensiker oder internationale Polizeibeamte dar und fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Forderungen sind immer hoch und haben keine Grundlage. Hinter den Versprechen stecken meist dieselben Täter, die die Daten der Opfer weiterverkaufen. Echte Anwälte oder Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Betroffene sollten solche Kontaktanfragen sofort ablehnen und die Forderungen ignorieren.
Das Netzwerk hinter ie-nazvelqorn.com
ie-nazvelqorn.com ist Teil eines Netzwerks von 87 Plattformen, die dieselbe Infrastruktur nutzen. Die Betreiber tauschen sich regelmäßig aus, teilen Backend-Code und übernehmen häufig Re-Branding-Strategien. Sobald eine Plattform von Behörden oder Anlegern aufgedeckt wird, wird sie umbenannt und erneut im Netzwerk auftauchen. Diese Praxis ermöglicht es den Tätern, ihre Identität zu verschleiern und neue Opfer zu gewinnen, ohne dass die gesamte Gruppe gestoppt wird.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Keine weiteren Zahlungen leisten. Jede zusätzliche Einzahlung erhöht das Risiko, vollständig zu verlieren. Der Betrug ist darauf ausgelegt, Sie finanziell zu erdrücken.
- Beweise sichern. Sichern Sie sämtliche E-Mails, Screenshots, Kontoauszüge und Zahlungsnachweise. Diese Dokumente sind wichtig, wenn Sie später Strafanzeigen erstatten oder Ihre Bank um Rückbuchung bitten.
- Bank oder Krypto-Börse kontaktieren. Informieren Sie Ihren Bankverbindung und die Plattform, auf der Sie Ihre Mittel hinterlegt haben, sofort. Fordern Sie eine Rückbuchung oder Sperrung der Transaktionen an.
- Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle ein. Nutzen Sie Ihre Erfahrung mit Anton Haverkamp als Beispiel: Über 500 Fälle wurden bereits erfolgreich verfolgt.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren. Jede Aufforderung, Geld zu zahlen, um das Geld zurückzubekommen, ist ein weiteres Täuschungsinstrument. Legen Sie den Kontakt ab und melden Sie die Vorgehensweise an die Polizei.
Sicherheit beginnt mit Bewusstsein. Vermeiden Sie Plattformen, die keine Lizenz haben, keine Adresse angeben und unrealistische Renditen versprechen. Wenn Sie bereits Opfer geworden sind, handeln Sie jetzt und sichern Sie Ihre Rechte.
Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe zu suchen. Sie haben das Recht, Ihre Verluste zu begrenzen und die Täter zur Verantwortung zu ziehen.
Verdächtige Verbindungen zu ie-nazvelqorn.com
ie-nazvelqorn.com ist Teil eines Netzwerks von 87 ähnlichen Plattformen, die dieselbe technische Basis nutzen und sich häufig unter neuen Markennamen neu aufstellen.

Activonda Es
activonda-es.com

Ai Liegerentevance
ai-liegerentevance.net

Ai Nobreactivento
ai-nobreactivento.com

Ai Rogrow
ai-rogrow.com

Ai Streamdexairark
ai-streamdexairark.com

Aiseguracapitavia
aiseguracapitavia.com
und 81 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei ie-nazvelqorn.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.