CRYPTOCURRENY (igmarket-uk.com): Ist das ein Betrugs- oder ein legitimer Anbieter?
CRYPTOCURRENY, betrieben von igmarket-uk.com, ist kein regulierter Broker. Die Plattform weist zahlreiche Mängel auf, die auf einen systematischen Betrug hindeuten. Anleger sollten sofort vorsichtig sein.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum igmarket-uk.com unseriös ist
Die Daten, die öffentlich zugänglich sind, zeigen mehrere klare Inkonsistenzen. Zunächst fehlt jede Art von Registrierungs- oder Lizenznachweis: weder Handelsregisternummer noch Aufsichtsbehörde. Ohne diese Angaben ist der Betrieb in Deutschland unzulässig. Darüber hinaus gibt es keine Kontaktadresse, weder E-Mail noch Telefon. Dies verhindert jegliche nachvollziehbare Verantwortung. Auf der Website werden nur Kreditkarte und Banküberweisung als Zahlungsmethoden aufgeführt, doch die Zahlungsabwicklung erfolgt über Drittanbieter, die keine regulatorische Aufsicht besitzen. Die Plattform bietet keine echten Handelskonten an; stattdessen wird eine Web-App präsentiert, die lediglich simulierte Gewinne anzeigt. Solche Praktiken sind typisch für Betrugsplattformen, die das Vertrauen der Nutzer aufbauen, bevor sie Geld abziehen.
Wie der Betrug bei igmarket-uk.com abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Potenzielle Kunden werden oft über soziale Medien angesprochen. Ansprechende Anzeigen auf Instagram, Facebook oder TikTok nutzen gefälschte Testimonials und „Promi“-Endorsements, um Glaubwürdigkeit zu erzeugen. Der erste Eindruck wird durch ein scheinbar professionelles Design unterstützt, das die Illusion eines etablierten Unternehmens erzeugt. Anschließend wird dem Interessenten ein „exklusives“ Konto mit niedriger Einstiegssumme, etwa 250 €, angeboten, um die Hemmschwelle zu senken. Sobald die Zahlung erfolgt, wird dem Nutzer ein persönlicher „Berater“ zugewiesen, der über E-Mail oder WhatsApp kommuniziert und weitere Einzahlungen in Aussicht stellt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung wird in der Plattformoberfläche sofort ein Gewinn von bis zu 800 € angezeigt. Diese Zahlen stammen ausschließlich aus der internen Datenbank; es gibt keine echten Orderausführungen an einer regulären Börse. Die Plattform nutzt eine sogenannte „Simulations-Engine“, die zufällig Gewinne generiert. Das Ziel ist es, Vertrauen zu schaffen und die Nutzer davon zu überzeugen, dass ihre Investition sicher und profitabel ist. Ohne echte Handelsaktivität bleibt die Plattform lediglich ein Bild von Erfolg.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Durch die persönliche Beziehung mit dem „Berater“ entsteht ein Gefühl von Exklusivität. Der Nutzer wird mit Angeboten wie „VIP-Konten“, „Hebel-Boni bis zu 1:500“ und „geheimen IPO-Zugängen“ konfrontiert. Zusätzlich werden Zeitlimits gesetzt, die den Eindruck einer knappen Verfügbarkeit erwecken. So wird der Anleger in einen Druckzustand versetzt, weitere Mittel einzuzahlen. Typische Betrugsbeträge reichen von 5 000 € bis zu mehreren hunderttausend Euro, je nach Erfolg der Manipulation. Die Plattform nutzt psychologische Tricks wie Social Proof, indem sie fiktive Erfolgsgeschichten anderer „Investoren“ präsentiert.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Nutzer nun sein Geld auszahlen will, werden plötzlich mehrere Gebühren eingeführt. Folgende Kosten werden in der Regel verlangt:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich zu seinem ursprünglichen Betrag das gesamte Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft „Anwälte“, „Behörden-Mitarbeiter“ oder „Krypto-Forensiker“ auf, die vorgaukeln, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechungen stecken meistens dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Rechtsanwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Diese Phase ist ein weiteres Mittel, um zusätzliche Erpressungsgelder zu kassieren.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einzahlung erhöht die Gefahr des totalen Verlustes.
- Beweise sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Transaktionsnachweise und Chat-Protokolle. Diese können später als Grundlage für Ermittlungen dienen.
- Kontakt mit Ihrer Bank oder Ihrem Zahlungsanbieter aufnehmen: Fordern Sie die Rückabwicklung der Zahlungen an und informieren Sie sie über den möglichen Betrug.
- Polizei oder Finanzaufsichtsbehörde melden: Reichen Sie eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ein. Nutzen Sie Ihre Rechte als Verbraucher.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Vermeiden Sie jegliche Kommunikation mit Personen, die angeblich Ihre Gelder zurückholen wollen. Ein legitimer Anwalt oder eine Behörde wird sich nicht per WhatsApp melden.
Wenn Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir helfen Ihnen, Ihre Rechte durchzusetzen und Ihr Vermögen zurückzubekommen.
Das Netzwerk hinter igmarket-uk.com
CRYPTOCURRENY ist Teil eines Netzwerks von 30 ähnlichen Plattformen, die dieselbe Infrastruktur nutzen, häufig Rebranding nach Auffliegen. Dies deutet auf ein gemeinsames betrügerisches System hin, bei dem ein zentrales Management die Kontrolle behält und Gewinne von mehreren Fronts verschiebt.

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Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei igmarket-uk.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.