Warnung vor imgpartners (imgpartners.cm): Erfahrungsbericht zum Auszahlungsproblem
Sie haben bereits Geld bei imgpartners.cm eingezahlt und nun keine Auszahlung? Die Plattform ist betrügerisch. Wir zeigen Ihnen, wie die Masche funktioniert und was Sie sofort tun sollten.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum imgpartners.cm unseriös ist
Bei imgpartners.cm fehlt die Grundvoraussetzung, die jede seriöse Trading-Plattform mitbringt: Transparenz und rechtliche Nachweisbarkeit. Auf der Website finden Sie weder einen Handelsregisternummer noch Angaben zu einer zuständigen Aufsichtsbehörde. Das Fehlen einer Lizenznummer ist nicht nur ein Hinweis auf fehlende Regulierung, sondern ein klares Signal, dass die Betreiber nicht verpflichtet sind, sich an die Regeln des Finanzmarkts zu halten.
Weiterhin gibt es keinerlei Informationen zu einem registrierten Firmensitz. Das Unternehmen präsentiert sich als „other“ im Geschäftsmodell, liefert jedoch keine Adresse, Telefonnummer oder E-Mail. Ohne Kontaktmöglichkeit kann man den Betreiber nicht zur Rechenschaft ziehen, noch kann man seine Identität überprüfen.
Ein weiteres starkes Warnsignal ist die fehlende Transparenz in Bezug auf die angebotenen Dienstleistungen. Die Plattform gibt keine klaren Angaben zu den Handelsinstrumenten, die sie vermarktet, und es fehlen sämtliche Leistungsbeschreibungen. Gleichzeitig werden keine Testimonien oder unabhängige Bewertungen präsentiert, die die Glaubwürdigkeit untermauern könnten. In der Finanzwelt sind solche Angaben Standard, denn sie ermöglichen es den Anlegern, die Seriosität eines Brokers zu prüfen.
Schließlich ist die Plattform im Vergleich zu etablierten Anbietern völlig anonym. Sie nutzt keine bekannte Zahlungsinfrastruktur, weder traditionelle Banken noch bekannte Krypto-Wallets. Das macht es besonders schwierig, Geldbewegungen zu verfolgen oder im Streitfall rechtliche Schritte einzuleiten. Zusammengefasst: Die fehlende Lizenz, die fehlende Adresse, die fehlende Transparenz und die anonyme Zahlungsabwicklung machen imgpartners.cm zu einer höchst unseriösen Plattform.
Wie der Betrug bei imgpartners.cm abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Der Betrug beginnt meist damit, dass potenzielle Anleger auf imgpartners.cm aufmerksam werden, oft über gezielte Social-Media-Kampagnen. Die Betreiber nutzen dabei meist gefälschte Testimonials von angeblichen „Erfolgsstorys“ oder sogar vermeintliche Influencer. Auf Instagram, TikTok oder Facebook tauchen Bilder von Menschen auf, die angeblich mit der Plattform Geld gemacht haben. Sie sehen aus, als würden sie ein „exklusives“ Konto nutzen, das nur für ausgewählte Personen zugänglich ist. Diese Aufnahmen sind jedoch meist Schein, denn die Plattform selbst bietet keinen realen Handel an.
Sobald ein Nutzer Interesse zeigt, wird er zu einem „Anlageberater“ weitergeleitet, der ihm eine sehr niedrige Mindestzahlung vorschlägt: oft nur 250 € oder weniger. Dieses kleine Startkapital dient dazu, die Hemmschwelle zu senken. Die Betreiber nutzen psychologische Tricks: sie betonen, dass die Einstiegssumme klein sei und der Anleger damit schon viel Geld verdienen könne, sobald er ein „VIP-Konto“ bekommt. Durch die geringe Anfangsinvestition wird das Opfer in den Prozess hineingezogen und glaubt, dass er schon jetzt Teil einer lukrativen Community ist.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung wird die Plattform dem Anleger eine manipulierte Oberfläche zeigen, die scheinbar enorme Gewinne anzeigt. Man sieht auf dem Dashboard, wie aus 250 € in wenigen Tagen 800 € werden. Diese Zahlen entstehen jedoch nicht durch echte Handelsaktivitäten, sondern durch vorprogrammierten Code, der fiktive Gewinne generiert. Es gibt keine Verbindung zu einer realen Börse, keine echten Orderbuch-Aktualisierungen, keine nachvollziehbaren Handelsstrategien. Die Plattform nutzt lediglich eine Web-App, die hübsche Zahlen anzeigt und so Vertrauen aufbaut.
Der Anleger, der bereits an die Versprechen des ersten Beraters glaubt, wird überzeugt, dass er tatsächlich Geld macht. Er sieht, wie das virtuelle Konto stetig wächst, und beginnt zu glauben, dass sein Geld sicher ist. In dieser Phase ist der Betrüger gerade erst begonnen, die emotionale Bindung zum Opfer zu festigen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Nun beginnt die eigentliche Geldfressphase. Der „Berater“ oder „Account-Manager“ kontaktiert den Anleger regelmäßig und bietet exklusive Vorteile an: höhere Hebel, garantierte Gewinne, Zugang zu „IPO-Pre-Orders“ oder „Insider-Tipps“. Diese Versprechen sind komplett frei erfunden, doch die Plattform nutzt dabei Techniken, die die Angst vor dem Verpassen von Chancen ausnutzen. Sie setzen Zeitlimits („nur heute“) und schaffen künstliche Knappheit, um das Opfer zu drängen.
Typische Forderungen sind: „Ihr Konto ist auf 5.000 € begrenzt, aber Sie können bis zu 50.000 € einzahlen, um das volle Potential auszuschöpfen.“ Viele Opfer zahlen bereits mehrere tausend Euro, um die angebliche VIP-Stufe zu erreichen. Einige zahlen sogar bis zu 500.000 €, weil die Plattform ihnen vorgaukelt, dass sie dadurch an exklusiven Märkten teilhaben können. Diese zusätzlichen Einzahlungen sind das eigentliche Geld, das die Betrüger aus den Konten ihrer Opfer ziehen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Gebühren
Wenn das Opfer nun seine Gewinne oder das ursprünglich eingezahlte Geld abheben möchte, kommt das eigentliche Herzstück des Betrugs zum Vorschein. Sofort werden ihm mehrere „Gebühren“ vorgelegt, die angeblich für die Auszahlung notwendig sind. Zu diesen Gebühren zählen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. In dieser Phase verliert das Opfer nicht nur das ursprünglich eingezahlte Geld, sondern zahlt zusätzlich noch Gebühren, die niemals anfallen würden. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen plötzlich angebliche „Experten“ auf, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Das kann ein angeblicher Anwalt sein, ein vermeintlicher „Krypto-Forensiker“ oder sogar ein angeblicher Mitarbeiter einer ausländischen Polizeibehörde. Sie bieten an, die verlorenen Mittel zu „wiederherstellen“, verlangen dafür aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“, „Server-Zugriffe“ und andere fiktive Kosten. Diese Forderungen sind ein weiteres Schlachtfeld des Betrugs: die Täter nutzen die bereits entstandene Verunsicherung, um weitere Geldforderungen zu stellen. Hinter diesen angeblichen Dienstleistern steckt in der Regel dieselbe Gruppe von Tätern, die das ursprüngliche Geld gestohlen hat. Daher sollten Sie jegliche Kontaktaufnahme mit diesen „Experten“ sofort abbrechen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Sofort keine weiteren Zahlungen leisten
Sobald Sie bemerken, dass die Auszahlung blockiert ist oder Ihnen zusätzliche Gebühren vorgelegt werden, stoppen Sie jegliche weitere Überweisung. Jede weitere Zahlung verschlechtert Ihre Situation und gibt den Betrügern mehr Mittel zum Ausnutzen. -
Alle Beweismaterialien sichern
Sammeln Sie sämtliche E-Mails, Chat-Logs, Bildschirmfotos von der Plattform, Zahlungsbestätigungen und alle Kommunikationen mit angeblichen „Beratern“. Diese Belege sind entscheidend, wenn Sie später Strafanzeige erstatten oder Ihre Bank um Unterstützung bitten. -
Bank oder Krypto-Börse kontaktieren
Informieren Sie Ihre Bank oder die Krypto-Börse, von der Sie das Geld transferiert haben. Bitten Sie um eine sofortige Sperrung der Konten und um Rückbuchungen, falls dies möglich ist. Banken haben Verfahren, um verdächtige Transaktionen zu prüfen, und können Ihnen weitere Schritte erläutern. -
Polizei oder Finanzaufsichtsbehörde informieren
Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder bei der zuständigen Finanzaufsichtsbehörde. Geben Sie alle gesammelten Beweise an und schildern Sie den Ablauf. Die Ermittler können das Geld zurückfordern und die Täter verfolgen. Als ehemaliger Finanzermittler weiß ich, wie wichtig es ist, die Anzeige so detailliert wie möglich zu verfassen. -
Recovery-Scam-Versuche ignorieren
Seien Sie skeptisch gegenüber jedem Angebot, das behauptet, Ihr Geld zurückzuholen. Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich nie unaufgefordert über WhatsApp oder Telegram. Wenn Sie einen Anruf oder eine Nachricht erhalten, der/die Ihnen ein „Wiederherstellungsverfahren“ anbietet, ignorieren Sie ihn sofort und blockieren Sie die Kontaktnummer.
Fassen Sie es zusammen
Sie haben es nicht verdient, Opfer einer solchen Masche zu werden. Mit dem Wissen, das ich Ihnen heute präsentiert habe, können Sie die nächsten Schritte planen und die Kontrolle über Ihre Finanzen zurückgewinnen. Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir sind hier, um Ihnen zu helfen.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei imgpartners.cm gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.