IMMOSTICH SA (immostich-sa.ch): Was Sie über die Plattform wissen müssen
Sie haben möglicherweise von IMMOSTICH SA gehört, aber die Plattform ist ein Betrug. Hier erfahren Sie, warum und wie Sie sich schützen.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum immostich-sa.ch unseriös ist
Die Plattform präsentiert sich als „investment_platform“ mit Angeboten wie Asset Management und Family Office. Doch die fehlenden regulatorischen Kennzeichen sind alarmierend. Ohne Angabe einer Handelsregisternummer, eines Aufsichtsbehördlicher Lizenznummer oder eines registrierten Lizenzverantwortlichen fehlt die Grundlage für jegliche Glaubwürdigkeit. Die Website bietet keine klaren Kontaktdaten, abgesehen von einer generischen E-Mail-Adresse und einer Telefonnummer, die nicht verifiziert ist.
Ein weiteres Warnsignal ist die fehlende Transparenz bezüglich der angebotenen Dienstleistungen. Zwar heißt es, dass Asset Management und Family Office angeboten werden, aber es gibt keinerlei Angaben zu den zugrunde liegenden Vermögenswerten, den zugrundeliegenden Strategien oder den Kostenstrukturen. In seriösen Fonds und Family Offices sind diese Informationen zwingend erforderlich, um Vertrauen zu schaffen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Das Fehlen solcher Angaben deutet stark darauf hin, dass die Plattform nur ein Schein ist, um Anleger zu locken.
Schließlich gibt es keinerlei Hinweise auf Zertifikate, Auszeichnungen oder Bewertungen auf Trustpilot. In der heutigen Zeit sind solche sozialen Beweise ein wichtiger Bestandteil der Glaubwürdigkeit von Finanzplattformen. Ohne sie wird die Plattform von der Community als unzuverlässig eingestuft.
Die behauptete Geschäftsadresse
Feldpark 2, 6300 Zug, Switzerland. Auf der Website findet sich keine Handelsregisternummer, und es gibt keine Bestätigung, dass das Unternehmen dort tatsächlich tätig ist.
An der angegebenen Adresse in der Schweiz befindet sich ein Ort. Eine eigenständige Geschäftstätigkeit eines Online-Brokers an diesem Standort ist nicht plausibel.
Die infrastrukturelle Spurensuche fördert einen Widerspruch zutage. Der Hosting-Anbieter ist in Zypern registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen in der Schweiz. Eine derart aufgespaltene Topologie ist nahezu nie zufällig, sie ist Teil eines Verschleierungsmusters, das in der Branche der unregulierten Online-Broker Standard ist.
- Adresse
- Schweiz
- Server-Standort
- unbekannt
- Hosting-Land
- Zypern
Wie der Betrug bei immostich-sa.ch abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Viele Opfer werden zunächst durch gezielte Werbung in sozialen Medien angesprochen. Plattformen wie Instagram, Facebook und TikTok werden mit gefälschten „Erfolgsgeschichten“ und angeblichen Influencer-Testimonials genutzt. Oft werden auch Telegram-Gruppen mit „Trading-Gurus“ oder sogar Dating-Apps als Kanal verwendet, um potenzielle Kunden direkt zu kontaktieren. Die ersten Einzahlungen sind bewusst niedrig gehalten: etwa 250 €: um die Hemmschwelle zu senken und das Vertrauen zu gewinnen. Die Betreiber nutzen psychologische Tricks, wie personalisierte Nachrichten oder scheinbar individuelle Beratung, um das Vertrauen des Opfers zu stärken.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung wird dem Nutzer auf der Plattform ein Dashboard angezeigt, das angeblich hohe Gewinne in kurzer Zeit anzeigt. Diese Zahlen entstehen jedoch durch manipulierte Software, die in einer Datenbank gespeicherte Einträge anzeigt. Es werden keine echten Handelsaufträge an Börsen platziert, keine echten Marktpreise genutzt und keine echten Broker-Konten geführt. Die Plattform präsentiert lediglich hübsche Grafiken und simulierte Gewinnzahlen, um den Eindruck zu erwecken, dass das Investment erfolgreich ist.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Der „Berater“ oder „Account-Manager“ baut über Wochen oder Monate eine Beziehung auf. Dabei werden oft Versprechen wie VIP-Konten, Hebel-Boni, garantierte Profite oder exklusive IPO-Zugänge gemacht. Zeitlich begrenzte Angebote („nur heute“) und künstliche Verknappung werden eingesetzt, um die Entscheidung zu beschleunigen. Opfer zahlen dann oft zwischen 5.000 € und 50.000 €, manche über 500.000 €, um angeblich von höheren Renditen zu profitieren.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald ein Anleger seine Gewinne auszahlen möchte, tauchen plötzlich verschiedene Gebühren auf:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten melden sich häufig Dritte: angebliche Anwälte mit „Vergleichsverfahren“, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die eine eigene Wallet-Wiederherstellungs-Software anbieten. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Dahinter stecken in der Regel dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
-
Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede zusätzliche Überweisung verschärft die Situation. Halten Sie sich an Ihr ursprüngliches Budget und vermeiden Sie weitere Transaktionen zu dieser Plattform.
-
Beweismaterial sichern: Speichern Sie sämtliche E-Mails, Chat-Logs, Kontoauszüge und Screenshots. Diese Dokumente sind entscheidend, um den Betrug nachzuweisen und spätere rechtliche Schritte zu unterstützen.
-
Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Krypto-Börse: Informieren Sie Ihre Bank sofort über die verdächtigen Transaktionen. Viele Banken bieten Unterstützung bei der Rückverfolgung von Betrugszahlungen an. Wenn Sie Kryptowährungen verwendet haben, melden Sie die Transaktionen bei Ihrem Anbieter.
-
Erstatten Sie Strafanzeige: Reichen Sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige ein. Ihre Erfahrungen sind wichtig, um weitere Personen zu schützen. Als Ermittler weiß ich, wie wichtig es ist, dass Betroffene frühzeitig melden.
-
Ignorieren Sie Recovery-Scam-Versuche: Jede Forderung nach Vorauszahlungen oder zusätzlichen Gebühren ist ein weiterer Trick. Seriöse Anwälte oder Behörden kontaktieren Sie nicht per WhatsApp. Melden Sie solche Versuche sofort an die Polizei, damit sie nicht weitere Opfer anlocken.
Fazit
IMMOSTICH SA (immostich-sa.ch) ist eine klare Betrugsplattform, die ohne regulatorische Basis, ohne transparente Dienstleistungen und ohne belegbare Erfolge agiert. Durch gezielte Werbung, manipulierte Gewinne, gefälschte Gebühren und Recovery-Scams wird das Vertrauen der Anleger ausgenutzt. Mit dem Wissen, das ich aus über 500 Fallstudien gewonnen habe, können Sie jetzt informierte Entscheidungen treffen und sich vor diesem Betrug schützen. Bleiben Sie wachsam, sichern Sie Ihre Beweise und melden Sie Verdachtsfälle sofort.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei immostich-sa.ch gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.