Warnung vor ing-trade (ing-trade.net): Erfahrungen zur Auszahlung
Sie haben möglicherweise schon von ing-trade.net gehört: ein angeblicher Broker, der scheinbar hohe Renditen verspricht. Wir zeigen Ihnen, warum es sich um einen betrügerischen Auftritt handelt und welche Anzeichen Sie sofort beachten sollten.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum ing-trade.net unseriös ist
Die ersten Anzeichen eines Betrugs zeigen sich bereits im Aufbau einer Plattform. ing-trade.net präsentiert sich als ein professioneller Broker, jedoch fehlen sämtliche gesetzlichen Zulassungen: es gibt keine Handelsregisternummer, keine Lizenznummer und keine Angabe der Aufsichtsbehörde. Für einen legitimen Broker in Deutschland sind diese Angaben Pflicht: ohne sie ist die Plattform rechtlich nicht zulässig.
Weiterhin ist die Plattform mehrsprachig in über 20 Sprachen, doch die Inhalte sind oft generisch und ohne konkrete Details. Es gibt keine klare Angabe zum Firmensitz, keine E-Mail-Adresse und keine Telefonnummer. Diese Transparenzlücken sind ein klassisches Merkmal von Betrugsplattformen, die versuchen, sich als global agierend darzustellen, während sie tatsächlich keine reale Organisation besitzen.
Die Marketingseite von ing-trade.net verspricht keine garantierten Renditen: das ist ein positives Signal. Allerdings fehlen sämtliche Angaben zu den angebotenen Produkten: es ist unklar, welche Märkte gehandelt werden, welche Hebelwirkung angeboten wird und ob echte Börsenorders ausgeführt werden. Das ist ein weiteres Warnzeichen. Zudem gibt es keinerlei unabhängige Bewertungen oder Referenzen, die das Vertrauen in die Plattform untermauern könnten.
Schließlich hat die Plattform keine Verbindungen zu bekannten Aufsichtsbehörden. In Deutschland ist ein Broker verpflichtet, bei der BaFin registriert zu sein. Die fehlende Registrierung und die fehlende Transparenz bezüglich des Firmensitzes lassen eindeutig erkennen, dass ing-trade.net keine regulierte Institution ist.
Wie der Betrug bei ing-trade.net abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst über soziale Medien oder E-Mails kontaktiert. Oft erscheint eine „Anlageberatung“ in einem Instagram-Story oder ein kurzer TikTok-Clip, der von vermeintlichen „Erfolgsstorys“ spricht. Der erste Kontakt ist gezielt darauf ausgelegt, das Vertrauen zu gewinnen: ein kurzer Call, bei dem ein „Berater“ die Vorteile der Plattform erklärt und die ersten Schritte demonstriert. Das Lockangebot besteht meist aus einer niedrigen Einstiegsumgebung: typischerweise rund 250 €, um die psychologische Hemmschwelle zu senken. Durch die scheinbar unkomplizierte Einzahlung wird der Eindruck vermittelt, dass das Verfahren sicher und transparent ist.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform angeblich sofort hohe Gewinne an. Auf dem Dashboard von ing-trade.net werden die Zahlen so dargestellt, als ob die 250 € innerhalb weniger Tage auf 800 € anwachsen würden. In Wahrheit handelt es sich jedoch um simulierte Daten, die von der Plattform generiert werden, um den Eindruck von Erfolg zu erwecken. Es findet keine echte Orderausführung auf einer regulierten Börse statt; die Gewinne entstehen lediglich in einer Web-App, die Zahlen manipuliert. Dieses Vorgehen dient dazu, das Vertrauen zu festigen und die Nutzer zu ermutigen, weitere Mittel einzuzahlen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Wenn der Kunde bereits einen ersten Gewinn sieht, wird er in der Regel über Wochen oder Monate hinweg begleitet. Der „Berater“ bietet dann VIP-Konten, höhere Hebel, angebliche Insider-Tipps und exklusive Zugänge zu IPO-Deals an. Um das Interesse zu steigern, wird oft ein Zeitdruck erzeugt: „Dieses Angebot gilt nur noch heute“ oder „Der Hebel ist nur für kurze Zeit verfügbar“. Durch die Kombination aus sozialem Beweis: simulierte Erfolgsgeschichten anderer „Investoren“: und künstlicher Verknappung werden die Kunden dazu bewegt, erhebliche Beträge zu hinterlegen, häufig im Bereich von 5.000 bis 50.000 €.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Der entscheidende Moment kommt, wenn der Nutzer sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte. Plötzlich wird ihm mitgeteilt, dass Gebühren anfallen. Typische Fake-Gebühren, die im Zusammenhang mit der Auszahlung genannt werden, sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig vermeintliche „Rechtsexperten“ oder „Forensiker“ auf. Sie kontaktieren die Betroffenen per WhatsApp oder E-Mail und behaupten, die Mittel könne wiederhergestellt werden. Dabei werden Vorauszahlungen für angebliche „Reparatur- und Wiederherstellungsdienste“ verlangt. Diese Forderungen sind reine Täuschung: Die Personen, die sich als Anwälte oder Ermittler ausgeben, sind oft selbst Teil des Betrugsteams. Das Ziel ist, weitere Gelder zu sammeln und die Opfer zu isolieren. Echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert, und ein seriöser Rechtsbeistand wird niemals Vorauszahlungen fordern.
Was Betroffene jetzt tun sollten
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Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Sobald Sie bemerken, dass Gebühren gefordert werden, stoppen Sie die Transaktion. Jede zusätzliche Zahlung verschlechtert Ihre Situation.
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Belege sichern: Bewahren Sie sämtliche E-Mails, Screenshots, Kontoauszüge und Chatverläufe auf. Diese Dokumente sind entscheidend, wenn Sie die Plattform später melden oder rechtliche Schritte einleiten.
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Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Krypto-Börse: Informieren Sie Ihr Finanzinstitut sofort über die verdächtige Transaktion. Bitten Sie um eine Sperre des Kontos und um Unterstützung bei der Rückführung von Geldern.
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Erstatten Sie eine Strafanzeige: Wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle oder an die Finanzpolizei. Geben Sie alle gesammelten Beweise an und schildern Sie den Ablauf des Betrugs. Ihre Anzeige kann die Ermittlungen beschleunigen.
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Ignorieren Sie Recovery-Scammer: Wer sich als Anwalt oder Ermittler ausgibt und Vorauszahlungen verlangt, ist höchstwahrscheinlich Teil des Betrugsnetzwerks. Lehnen Sie solche Angebote ab und melden Sie sie sofort der Polizei.
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Informieren Sie andere: Teilen Sie Ihre Erfahrungen in Foren, sozialen Medien oder auf Plattformen, die sich mit Krypto- oder Brokerage-Betrug befassen. Durch gemeinsames Bewusstsein können weitere Personen vor dem gleichen Risiko geschützt werden.
Schlussbemerkung
Sie haben bereits einen großen Schritt gemacht, indem Sie sich über ing-trade.net informieren. Wenn Sie sich in einer ähnlichen Situation befinden, nutzen Sie die oben genannten Maßnahmen, um Ihre Interessen zu schützen und den Betrug zu stoppen. Ihre Vorsicht kann nicht nur Ihnen, sondern auch vielen anderen helfen, die gleichen Fehler zu vermeiden.
Das Netzwerk hinter ing-trade (ing-trade.net)
ing-trade.net ist Teil eines Netzwerks von 31 weiteren Plattformen, die ähnliche Merkmale aufweisen. Diese gemeinsame Infrastruktur deutet häufig auf ein einheitliches Geschäftsmodell hin, bei dem die Betreiber ihre Betrugsmaschen über mehrere Marken hinweg wiederverwenden. Das bedeutet, dass, sobald eine dieser Marken auffällt, die übrigen ebenfalls verdächtig sind.

Alphafxs
alphafxs.com

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Arbi Crypto
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Arbitrage28
arbitrage28.com

Arbitragexcel
arbitragexcel.com

Axl Finance
axl-finance.io
und 25 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei ing-trade.net gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.