Warnung vor InvexGPT (invexgptv90.org): Erfahrungen zur Auszahlung

Veröffentlicht: ·Von Anton Haverkamp·4 Min. Lesezeit·
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InvexGPT (invexgptv90.org) ist ein betrügerisches Krypto-Trading-Portal. Es lockt Anleger mit unrealistischen Renditen, ohne reguläre Zulassung. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 13. Mai 2026 ausdrücklich vor Invexgptv90 unter dem Titel „Bafin warnt vor Plattformreihe - „Verdienen Sie bis zu 934 € täglich im Schlaf. Keine Erfahrung nötig.““. Die vollständige BaFin-Warnung zu Invexgptv90 steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Screenshot der Webseite Invexgptv90 (invexgptv90.org)

Achtung

Betrugsverdacht

Screenshot der Webseite invexgptv90.org

Anton Haverkamp: Ermittler mit 5 Jahren bei der Polizei

Ich habe fünf Jahre bei der Polizei verbracht und war zuletzt als Finanzermittler in einer Spezialeinheit tätig. In dieser Einheit habe ich über 500 Fälle von Anlagebetrug verfolgt und war für die Verfolgung von Geldern in der Blockchain zuständig. Meine Erfahrung liegt im Aufdecken von systematischen Betrugsnetzwerken. Ich nutze diese Expertise, um Ihnen einen klaren, forensisch-technischen Bericht über InvexGPT zu liefern.

Warum invexgptv90.org unseriös ist

Die Plattform präsentiert sich als Krypto-Börse, bietet jedoch keine Registrierung oder Lizenznummer an. Das Fehlen einer Handelsregisternummer und einer angabe von Aufsichtsbehörde ist ein klares Warnsignal. InvexGPT fordert ein Mindesteinzahlung von 100 € und verspürt hohe Renditen bis zu 934 € täglich: ein Versprechen, das keine reale Basis hat. Die Website listet keine Zahlungswege wie Banküberweisungen oder Kreditkarten auf, sondern nur anonyme Kryptotransaktionen. Die angeblichen Testimonials („Emily T.“: „Charlotte B.“) sind nicht verifizierbar; es gibt keine öffentlichen Profile oder Kontaktdaten. Die Angabe von „SSL Certified“, „SOC 2 Compliant“ und „GDPR Compliant“ ist allein nicht ausreichend, wenn keine regulatorische Genehmigung vorliegt. Zusammen ergeben diese Punkte ein Bild, das typische Betrugsmerkmale widerspiegelt: fehlende Transparenz, unrealistische Gewinne und keine rechtliche Grundlage.

Wie der Betrug bei invexgptv90.org abläuft

Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot

InvexGPT nutzt gezielte Werbeanzeigen auf Instagram, Facebook und TikTok. Die Anzeigen zeigen fiktive Promi-Testimonials und versprechen schnelle Gewinne. In den ersten Wochen des Kontos wird ein niedriger Einzahlungsbetrag von 100 € verlangt, um die Hemmschwelle zu senken. Nach der Einzahlung erscheint eine simulierte Handelsplattform, die hohe Kursgewinne anzeigt, um das Vertrauen zu stärken. Durch diese psychologische Manipulation wird der Anleger in ein Gefühl von Erfolg versetzt, das die Grundlage für weitere Einzahlungen bildet.

Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne

Nach dem ersten erfolgreichen Trade zeigt die Plattform dem Nutzer scheinbar reale Gewinne. Die Zahlen sind jedoch reine Software-Simulationen. Es gibt keine echte Orderbuch-Integration, keine Verbindung zu einer regulierten Börse. Stattdessen wird ein Dashboard mit fiktiven Trades angezeigt, das dem Nutzer vorgaukelt, dass die Einlage von 100 € innerhalb weniger Tage auf mehrere Hundert Euro gewachsen sei. Dieses Phänomen ist in vielen Scam-Plattformen identisch und dient dazu, Vertrauen aufzubauen.

Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen

Ein angeblicher „Account-Manager“ oder „Berater“ kontaktiert den Nutzer per E-Mail oder Telefon. Er bietet VIP-Konten, Hebelboni bis zu 1:500 und „exklusive IPO-Zugänge“. Diese Versprechen werden durch Zeitdruck („nur heute“) und gefälschte Erfolgsgeschichten von „anderen Anlegern“ unterstützt. Der Anleger zahlt häufig zwischen 5 000 und 50 000 €, manchmal über 500 000 €, um die angeblichen Renditen zu maximieren. Jede weitere Einzahlung wird als „Investition in den nächsten Gewinnzyklus“ präsentiert.

Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren

Wenn der Anleger sein Geld oder die „Gewinne“ auszahlen möchte, werden sofort Gebühren verlangt. Typische Fake-Gebühren:

  • Transaktionsgebühr
  • Steuervorauszahlung ans Finanzamt
  • Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
  • KYC-Verifizierungsgebühr
  • Konto-Aktivierungsgebühr

Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.

Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge

Nach den ersten Verlusten werden häufig Dritte angerufen: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“ mit eigener Wallet-Wiederherstellungs-Software. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Anbietern stecken in der Regel dieselben Täter. Echte Anwälte und Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Jeder Kontakt in dieser Phase ist ein weiteres Zeichen des Betrugs.

Das Netzwerk hinter invexgptv90.org

InvexGPT ist Teil eines Netzwerks von 115 Plattformen. Diese Verknüpfung deutet auf geteilte Infrastruktur, einheitliche Backend-Systeme und Re-Branding-Strategien hin. Wenn ein Betreiber ein Portal abläuft, werden die Benutzerkonten häufig auf ein anderes, ähnlich benanntes Site übertragen. Das Netzwerk nutzt ähnliche Namen und Logos, um Vertrauen zu erwecken. Die Zahl der verbundenen Broker ist ein Indikator für ein breiteres betrügerisches Ökosystem, das die Gewinne maximiert und die Verluste verteilen kann.

Was Betroffene jetzt tun sollten

  1. Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede neue Einzahlung erhöht die Chancen, Opfer eines weiteren Scams zu werden.
  2. Alle Belege sichern: Screenshots, E-Mails, Transaktionsnachweise. Diese Dokumente sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
  3. Bank und Krypto-Börse informieren: Melden Sie die Transaktionen an Ihre Bank und ggf. an die Krypto-Börsen, über die Sie Geld transferiert haben.
  4. Strafanzeige erstatten: Kontaktieren Sie die örtliche Polizeidienststelle oder das Landesamt für Wirtschaftskontrolle. Nutzen Sie die Ermittler-Erfahrung von Anton Haverkamp, um den Fall zu schildern.
  5. Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Jeder Kontakt, der eine Vorauszahlung verlangt, ist ein Zeichen des Betrugs. Schließen Sie das Gespräch ab und löschen Sie die Kontakte.

Fazit

InvexGPT (invexgptv90.org) ist ein klarer Betrugsfall. Die fehlenden regulatorischen Angaben, die unrealistischen Renditeversprechen und die systematische Vorgehensweise lassen keinen Zweifel. Als Opfer sollten Sie sofort handeln, Belege sichern und die Behörden informieren.

Das Netzwerk hinter InvexGPT

InvexGPT ist mit 115 anderen Plattformen verknüpft, was auf ein gemeinsames Infrastruktur-Netzwerk hindeutet.

und 109 weitere technisch verbundene Seiten.

Geldverfolgung und Sperrung

Auch bei invexgptv90.org gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.

In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.

Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.

Blockchain-Analyse zur Verfolgung von Krypto-Zahlungen bei invexgptv90.org
Anton Haverkamp, ehemaliger Finanzermittler der Polizei

Über den Ermittler

Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.

Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.

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