Warnung vor Menroc Pty Ltd (menroc-global.com): Die Plattform als Betrugsmasche aufgedeckt
Die Investment-Plattform Menroc Pty Ltd, die sich unter der Domain menroc-global.com versteckt, ist ein klarer Fall von Betrug. In diesem Artikel zeigen wir die Beweise und erklären, wie die Masche funktioniert.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum menroc-global.com unseriös ist
Die Plattform menroc-global.com gibt sich als regulierter Investment-Provider aus, doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Erstens fehlt jeglicher Kontakt: weder Telefon noch E-Mail, keine Adresse und keine Möglichkeit, mit einem Ansprechpartner in Kontakt zu treten. Zweitens wird zwar ein ABN (ABN 39 072 128 815) und ein angeblicher ASIC-Lizenznummer (AFSL No. 234-530) angegeben, jedoch sind auf der Website keinerlei Nachweise oder Links zur ASIC-Datenbank vorhanden. Drittens listet die Plattform keinerlei echte Handelsplattformen oder Broker-Konten auf, die für die angepriesenen Portfolio-Construct- und Risk-Management-Services notwendig wären. Viertens gibt es keine unabhängigen Bewertungen, keine Trustpilot-Bewertungen und die einzige Testimonial-Name: Pierrer Montgomery: kann nicht verifiziert werden. All diese Punkte deuten eindeutig darauf hin, dass es sich bei Menroc Pty Ltd um ein strukturiertes Betrugsnetzwerk handelt, das die Legitimität von Regulierungsbehörden simulieren will, ohne reale Transparenz zu bieten.
Wie der Betrug bei menroc-global.com abläuft
1. Erster Kontakt und lockendes Angebot
Menroc Pty Ltd nutzt gezielt Social-Media-Kampagnen und gezielte Online-Werbung, um potenzielle Anleger anzusprechen. Auf Instagram, Facebook und TikTok werden scheinbare „Erfolgsstories“ präsentiert, in denen angebliche Investoren ihr Portfolio in kurzer Zeit verdoppeln. Oft werden auch gefälschte Promi-Testimonials eingeblendet, die das Vertrauen in die Plattform stärken sollen. Sobald ein Interessent Interesse zeigt, wird ihm ein persönlicher Account-Manager zugewiesen. Durch einen scheinbar niedrigen Einstiegssatz: etwa 250 €: wird die psychologische Hemmschwelle senkt und das Opfer wird dazu verleitet, die ersten Gelder einzuzahlen.
2. Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung wird die Plattform sofort mit überhöhten Zahlen glänzen. In der Web-App erscheinen „Live“-Transaktionen, die zeigen, dass ein 250-€-Investment in zwei Wochen 800 € wert ist. Diese Zahlen werden jedoch in einer Datenbank generiert, ohne dass echte Handelsaufträge an eine Börse gehen. Es gibt keine Nachweis-Konto-Buchungen, keine Handelsaufzeichnungen und keine Möglichkeit, die angeblichen Gewinne zu verifizieren. Der Zweck ist klar: Vertrauen aufzubauen und die Illusion von Erfolg zu vermitteln.
3. Drängen zu weiteren Einzahlungen
Wenn die anfänglichen „Gewinne“ präsentiert werden, beginnt der Account-Manager, dem Opfer höhere Beträge anzubieten. Durch geschickte Techniken wie „VIP-Konten“, angebliche Hebelboni (bis zu 1 : 500), garantierte Profite und exklusive „Insider-Tipps“ wird der Anleger dazu gedrängt, weitere Geldbeträge einzuzahlen. Oft werden Zeitlimits gesetzt („Nur heute“) und gefälschte Mit-Anleger-Storys als Social Proof genutzt. In der Praxis zahlt der Betroffene zwischen 5.000 € und 50.000 €: manche Opfer übersteigen sogar 500.000 €.
4. Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald das Opfer sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen will, tauchen plötzlich Gebühren auf. Die Plattform fordert folgende fiktiven Kosten:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
5. Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen häufig Dritte auf: angebliche Anwälte, Behörden-Mitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, fordern jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen stecken in der Regel dieselben Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Das Netzwerk hinter menroc-global.com
Menroc Pty Ltd operiert nicht isoliert. Die Plattform ist mit mindestens einer weiteren Seite verknüpft, die dieselben Geschäftspraktiken nutzt. Diese Verbindungen deuten auf ein gemeinsames Management, geteilte Serverinfrastruktur und ein gemeinsames Vorgehen hin. Solche Netzwerke erschweren die Strafverfolgung, weil die Täter ihre Identität hinter mehreren Marken verstecken. Für Anleger bedeutet dies: Wenn Sie bei menroc-global.com Geld verloren haben, könnten Sie auch bei einer verwandten Plattform betroffen sein.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede neue Einzahlung erhöht Ihr Risiko, weiter betrogen zu werden.
- Belege sichern: Speichern Sie alle Transaktions- und Kommunikationsnachweise. Diese dienen als Beweismaterial für Behörden und Strafverfolgung.
- Bank oder Krypto-Börse informieren: Melden Sie den Vorfall sofort, damit Konten gesperrt und weitere Transaktionen verhindert werden können.
- Strafanzeige erstatten: Kontaktieren Sie das örtliche Polizeidienststelle oder die Finanzmarktaufsicht. Ihre Ermittlungen können weitere Opfer schützen.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Jeder, der von Ihnen verlangt, Vorauszahlungen zu leisten, ist ein Betrüger. Beziehen Sie sich nicht auf solche Angebote, sonst verlieren Sie zusätzliches Geld.
Fazit
Menroc Pty Ltd ist ein klarer Betrugsfall, der sich durch fehlende Transparenz, gefälschte Regulierungsangaben und manipulierte Gewinne auszeichnet. Meine Ermittlungen zeigen, dass die Plattform auf die gleiche Weise funktioniert wie viele andere betrügerische Broker. Wenn Sie bereits Geld verloren haben oder befürchten, Opfer zu werden, handeln Sie jetzt: sichern Sie Ihre Nachweise, informieren Sie Ihre Bank und erstatten Sie eine Strafanzeige. Bleiben Sie wachsam und geben Sie keine weiteren Gelder an diese Plattform ab.
Das Netzwerk hinter menroc-global.com
Menroc Pty Ltd ist Teil eines Netzwerks von mindestens einer weiteren Plattform, was auf geteilte Infrastruktur und gemeinsame Hintermänner hindeutet.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei menroc-global.com gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.
