Warnung vor Minevest (minevest.ltd): Erfahrungen zur Auszahlung
Sie haben bereits Geld an Minevest geschickt und erwarten eine Auszahlung? Die Plattform ist ein Betrugsnetzwerk. Sie haben keine Chance, ihr Geld zurückzubekommen, wenn Sie nicht sofort handeln.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum minevest.ltd unseriös ist
Die Daten von minevest.ltd lassen keine Zweifel zu. Es gibt keine angestrebte Lizenzbehörde, keine Lizenznummer und keine öffentlich einsehbare Registrierung. Das Unternehmen bietet eine Vielzahl von angeblichen Anlageklassen an: Immobilien, Öl & Gas, Agrarland und Bergbau: und verspricht bis zu 20 % ROI, ohne dabei Quellen anzugeben. Die Website listet keine Zahlungsoptionen auf; weder Banküberweisungen noch Krypto-Wallets sind vorhanden. Außerdem werden Zertifikate wie „TESLA CERTIFICATES OF PARTNERSHIP“ und „THETA GOLD MINES PARTNERSHIP CERTIFICATE“ verwendet, die keine Anerkennung durch Finanzbehörden haben. Die Kombination aus fehlender Regulierung, unrealistischen Renditen und fehlenden Zahlungsmethoden ist ein klassisches Betrugsprofil. Wenn Sie bereits Geld übergeben haben, sind Sie wahrscheinlich bereits in der ersten Phase des Betrugs.
Angegebene Adresse von Minevest
Die Adresse lautet 15 Strathyre Dr . Prestons NSW 2170, Australia. Auf der Website wird diese Adresse als Hauptsitz angegeben. In öffentlichen Handelsregistern taucht Minevest unter dieser Adresse nicht auf, was Zweifel an der Existenz des Unternehmens aufkommen lässt.
Die hinterlegten Geokoordinaten zeigen in Australien auf ein Straßenpunkt ohne adressiertes Gebäude ("Strathyre Drive"), was die Behauptung eines seriösen Geschäftssitzes substanziell entkräftet.
Auffällig ist insbesondere ein deutlicher Bruch in der Infrastruktur. Der Hosting-Anbieter ist in den Niederlanden registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen in Australien. Solche Diskrepanzen sind ein typisches Merkmal betrügerischer Plattformen, die hinter ausländischer Hosting-Infrastruktur eine seriöse Adresse vortäuschen.
- Adresse
- Australien
- Server-Standort
- unbekannt
- Hosting-Land
- Niederlande
Wie der Betrug bei minevest.ltd abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die meisten Opfer werden zunächst über Social-Media-Anzeigen oder E-Mail-Kampagnen kontaktiert. Die Anzeigen versprechen schnelle Gewinne aus Immobilien- und Bergbauinvestitionen. Sobald das Interesse geweckt ist, wird ein vermeintlicher „Anlageberater“ kontaktiert. Dieser bietet ein lockendes Einstiegspaket an: ein kleines Mindesteinzahlungslimit von 100 € soll das Vertrauen schaffen. Die Zahl ist bewusst niedrig, damit der potenzielle Investor die Hürde kaum spürt und sich in das System einführt. Die Kommunikation bleibt ausschließlich über Messaging-Apps oder E-Mails, wodurch keine Transparenz entsteht.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung präsentiert die Plattform fiktive Kontobewegungen. In wenigen Tagen sieht der Investor scheinbar hohe Gewinne von bis zu 20 % ROI. Diese Zahlen stammen aus einer Software, die nur interne Daten simuliert. Es gibt keine realen Aufträge bei regulären Börsen oder Handelsplattformen. Die Gewinne sind lediglich Bildschirmaufnahmen, die den Eindruck von Erfolg erwecken. Der Zweck ist klar: Vertrauen aufbauen und den Investor davon überzeugen, dass das System funktioniert.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald der Investor die ersten “Gewinne” sieht, wird ein persönlicher Berater kontaktiert. Dieser schafft eine Beziehung, indem er als VIP-Konto und exklusive Boni präsentiert. Die Versprechen reichen von Hebelboni 1:500 bis zu angeblichen IPO-Zugängen. Oft werden Zeitlimits gesetzt („Nur noch heute“), um die Entscheidung zu beschleunigen. Der Anleger wird ermutigt, weitere Einzahlungen zu tätigen: zwischen 5.000 € und 50.000 € oder sogar über 500.000 €. In dieser Phase wird das Geld immer mehr in das System eingezogen, während die angeblichen Renditen weiter wachsen.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Jetzt, wo der Anleger seine “Gewinne” auszahlen will, kommt die eigentliche Falle. Plötzlich verlangt der Betreiber Gebühren, die auf den ersten Blick legitim erscheinen:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen Transaktionsrisiko
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht; wenn Sie eine dieser Gebühren zahlen, verlieren Sie zusätzliches Geld, ohne dass eine Auszahlung erfolgt. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten weitere „Experten“ auf. Sie stellen sich als Anwälte, Krypto-Forensiker oder ausländische Polizeibeamte dar. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Personen sind in der Regel dieselben Täter, die die ursprüngliche Plattform betreiben. Sie verkaufen die gesammelten Daten an Dritte. Seriöse Anwälte oder Behörden melden sich niemals unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Ignorieren Sie diese Kontakte.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jeder neue Transfer ist ein Schritt weiter in den Betrugsring.
- Bewahren Sie alle Kommunikations- und Zahlungsnachweise auf. Screenshots, E-Mails und Bank-Statements sind entscheidend.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsanbieter, um die Transaktion zu blockieren und ggf. eine Rückbuchung zu beantragen.
- Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle oder der Finanzaufsicht. Reichen Sie die gesicherten Beweise ein.
- Ignorieren Sie jegliche Aufforderungen, Geld für angebliche „Recovery-Services“ zu zahlen. Jede Zahlung führt dazu, dass Sie noch mehr Geld verlieren.
Schluss
Sie haben die Möglichkeit, jetzt zu handeln und sich vor weiteren Verlusten zu schützen. Verzögern Sie keine Schritte.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei minevest.ltd gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.