Betrug bei multimarketzone.top? Anleger berichten
Achtung: Die Plattform multimarketzone.top steht im Verdacht, für organisierten Anlagebetrug genutzt zu werden. Bei Multimarketzone werden Auszahlungen laut Betroffenen unter fadenscheinigen Gründen blockiert. Auch die Financial Conduct Authority (FCA) warnt ausdrücklich vor Multimarketzone unter dem Titel „Multimarketzone / multimarketzone.top (new)“. Die vollständige FCA-Warnung zu Multimarketzone steht auf der offiziellen Seite der FCA zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum multimarketzone.top unseriös ist
Die Analyse von multimarketzone.top offenbart mehrere schwerwiegende Inkonsistenzen:
- Fehlende Registrierung: Auf der Website fehlt jegliche Angabe einer Handelsregisternummer. Ein legitimer Broker muss im jeweiligen Landesregister eingetragen sein, was hier nicht der Fall ist.
- Unklare Lizenzierung: Die Plattform nennt lediglich „CH, UK“ als Aufsichtsbehörde, liefert jedoch keine Lizenznummer. Ohne eine verifizierbare Lizenz kann keine regulatorische Genehmigung nachgewiesen werden.
- Unrealistische Renditeversprechen: Die Plattform verspricht Renditen von „min. $4.500: max. $5.000“ aus einem Mindestbetrag von 500 €. Für eine 1-Tagesinvestition sind solche Werte astronomisch und lassen auf manipulierte Gewinnzahlen schließen.
- Fehlende Kontaktdaten: Es sind weder eine Telefonnummer noch eine E-Mail-Adresse angegeben. Dies verhindert jegliche Rückverfolgbarkeit und erschwert die Kontaktaufnahme mit einer Aufsichtsbehörde.
- Ungeprüfte Auszeichnungen: Die Plattform listet mehrere angebliche Auszeichnungen, wie „BEST CFD BROKER“ oder „BEST TRADING EXPERIENCE“, ohne Belege oder Quellen. Solche Claims sind oft reine Marketingpropaganda ohne unabhängige Bestätigung.
- Mehrsprachigkeit ohne Qualitätskontrolle: Die Plattform bietet mehr als 70 Sprachvarianten an, was ein Anzeichen für eine automatische Übersetzungssoftware sein kann. Die Qualität der Inhalte in den meisten Sprachen lässt stark zu wünschen übrig, was auf ein geringes Qualitätsniveau hindeutet.
Alle genannten Punkte deuten eindeutig darauf hin, dass multimarketzone.top kein regulierter Broker ist, sondern ein betrügerisches System, das sich auf Manipulation und Täuschung stützt.
Angegebene Adresse von Multimarketzone
Auf der Webseite multimarketzone.top wird folgende Adresse angegeben: 55-61 High St, SE9 1TD, Eltham, United Kingdom. Unter dieser Adresse ist das Unternehmen jedoch nicht im Handelsregister eingetragen und auch sonst nicht nachweisbar geschäftlich tätig.
Wer die genannte Adresse im Vereinigten Königreich aufsucht, findet dort ein gastronomischer Betrieb ("McDonald's"), was mit einer professionellen Finanzdienstleistung schlicht nicht vereinbar ist.
Beim genaueren Hinsehen fällt eine Diskrepanz ins Auge. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen im Vereinigten Königreich. Wer Adresse, Server und Vorwahl bewusst auseinanderzieht, will Strafverfolgung erschweren. Genau dieses Muster prägt die Mehrzahl der von uns dokumentierten Betrugsfälle.
- Adresse
- Vereinigtes Königreich
- Server-Standort
- unbekannt
- Hosting-Land
- USA
Wie der Betrug bei multimarketzone.top abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Die Plattform nutzt gezielte Social-Media-Werbung, insbesondere auf Instagram, TikTok und Facebook, um potenzielle Anleger anzusprechen. Oft werden gefälschte Testimonials von angeblichen „Erfolgsstorys“ gezeigt, die die vermeintliche Sicherheit und die hohen Erträge hervorheben. In vielen Fällen beginnt der Kontakt über ein scheinbar harmloses „Anlageberatung“-Chat. Der erste Einsatz, der von den Betreibern gefordert wird, beträgt lediglich 500 €. Durch die niedrige Einstiegshürde werden die Nutzer psychologisch dazu verleitet, ein größeres Vertrauen aufzubauen, während gleichzeitig die Plattform ihre Kontrolle über die Kontobewegungen festigt.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Plattform dem Nutzer auf einer benutzerfreundlichen Oberfläche eine schnelle Gewinnentwicklung, z. B. 4.500 € innerhalb weniger Tage. Diese Zahlen sind jedoch reine Software-Simulationen. Es gibt keine realen Handelsaufträge, die auf einer regulierten Börse platziert werden. Die Gewinne entstehen lediglich aus der internen Datenbank der Plattform und dienen ausschließlich dazu, das Vertrauen zu festigen und die Nutzer zu ermutigen, weiter zu investieren.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald das Vertrauen gestiegen ist, wird der Nutzer als „VIP“ behandelt. Der vermeintliche Account-Manager bietet Hebel-Boni von bis zu 1:500, garantierte Profite und exklusive „IPO-Zugänge“ an. Diese Versprechen sind jedoch ohne Grundlage, da die Plattform nicht an einer regulierten Börse operiert. Durch gezielte Zeitlimits („Nur heute“) und die Simulation von Social Proof wird der Nutzer dazu gedrängt, zusätzliche Beträge: häufig im Bereich von 5.000 € bis 50.000 €: einzuzahlen. In manchen Fällen überschreiten die Beträge sogar 500.000 €.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn ein Anleger versucht, seine Gewinne auszuzahlen, wird ihm plötzlich eine Reihe von Gebühren auferlegt. Die typischen Forderungen sind:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Sobald die Gebühren erhoben werden, werden die angeblichen Gewinne sofort wieder verschwindet, und es kommt zu keiner Auszahlung. Die Forderungen dienen ausschließlich dazu, das verbleibende Kapital zu ergaunern, während der Kunde in der „Auszahlungs-Phase“ gefangen bleibt.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach ersten Verlusten tauchen häufig angebliche Anwälte, „Krypto-Forensiker“ oder sogar angebliche Polizeibehörden auf, die versprechen, das Geld zurückzuholen. Sie fordern Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ und „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Forderungen stehen in der Regel dieselben Täter, die die Plattform betrieben haben. Die Versprechen der Wiedererlangung sind reine Täuschung, die auf dem Wunsch der Opfer, ihr Geld zurückzubekommen, basiert.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten. Jede weitere Einzahlung verschlechtert die Ausgangsposition und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Geld verloren geht.
- Beweise sichern. Bewahren Sie sämtliche E-Mails, Screenshots, Kontoauszüge und Chat-Logs auf. Diese Unterlagen sind entscheidend für spätere Ermittlungen.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihre Kryptobörse. Informieren Sie die Institution, dass Sie auf einer betrügerischen Plattform investiert haben. Fordern Sie die sofortige Sperrung aller Konten und Transaktionen.
- Erstatten Sie Strafanzeige. Wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle oder an die zuständige Finanzaufsichtsbehörde. Geben Sie alle gesammelten Beweise an.
- Ignorieren Sie Recovery-Scams. Seien Sie skeptisch gegenüber jedem Angebot, das Vorauszahlungen verlangt. Seriöse Anwälte oder Behörden werden nicht unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram kontaktiert.
Kontakt
Falls Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen, wenden Sie sich an die Ermittlungsbehörde Ihrer Region. Der Schutz Ihrer finanziellen Interessen sollte oberste Priorität haben.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei multimarketzone.top gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.