Bloomberg L.P. (mybloomx.de): Betrugs-Fakten und Analyse
Bloomberg L.P. (mybloomx.de) ist eine betrügerische Trading-Plattform, die Anleger durch falsche Versprechen von hohen Renditen täuscht und ihre Gelder abschleust. Die Betreiber verbergen sich hinter einer scheinbar professionellen Website und nutzen technische Tricks, um Vertrauen zu erwecken.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum mybloomx.de unseriös ist
Die Analyse von mybloomx.de zeigt mehrere klare Anzeichen für betrügerische Absichten. Erstens fehlt eine Handelsregistrierungsnummer und es wird keine Aufsichtsbehörde angegeben, was bei seriösen Brokern obligatorisch ist. Zweitens akzeptiert die Plattform Kreditkarte, PayPal und Banküberweisung: Zahlungsmittel, die häufig von Betrügern genutzt werden, weil sie eine schnelle Auszahlung ermöglichen. Drittens ist das Mindestdepot auf 10.000 Euro festgelegt, ein ungewöhnlich hoher Betrag, der potenzielle Anleger in ein hohes Risiko lockt. Viertens gibt es keinerlei Angaben zu einer Lizenz oder Zertifizierung. Diese Kombination von fehlenden gesetzlichen Nachweisen, hohen Mindestanforderungen und fehlender Transparenz ist ein klassisches Indiz für unseriöse Plattformen.
Die behauptete Geschäftsadresse von Bloomberg L.P.
Bloomberg L.P. gibt an, im „Frankfurt (am Main), Germany, 60311“ zu sitzen. In den öffentlich zugänglichen Handelsregisterdaten ist das Unternehmen unter dieser Adresse jedoch nicht zu finden. Dies wirft sofort Fragen zur Existenz und zur Rechtmäßigkeit der angegebenen Sitzstelle auf.
Wer die genannte Adresse in Deutschland aufsucht, findet dort eine öffentliche Einrichtung (theatre) ("Oper Frankfurt"), was mit einer professionellen Finanzdienstleistung schlicht nicht vereinbar ist.
Eine technische Auffälligkeit verstärkt den Verdacht. Der Hosting-Anbieter ist in den USA registriert, der behauptete Sitz liegt dagegen in Deutschland. Diese Konstellation ist klassisch für Operationen, die in einem Land ihren Ruf aufbauen und in einem anderen ihre technischen Spuren verwischen.
- Adresse
- Deutschland
- Server-Standort
- unbekannt
- Telefon-Vorwahl
- Deutschland
Wie der Betrug bei mybloomx.de abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt und Lockangebot
Potenzielle Opfer werden häufig über soziale Medien, E-Mail-Kampagnen oder gezielte Anzeigen auf Plattformen wie Instagram, TikTok und Facebook angesprochen. Die Werbung verspricht schnelle Renditen aus dem Handel mit digitalen Assets, ohne die Risiken zu betonen. Oft wird ein persönlicher „Account Manager“ vorgestellt, der angeblich individuelle Beratung bietet. Der erste Einzahlungsbetrag wird bewusst auf 10.000 Euro gesetzt, um die Hemmschwelle zu erhöhen und den Eindruck einer hohen Einstiegshürde zu erwecken. Durch die gezielte Ansprache und den Einsatz von scheinbar professionellen Kontakten wird Vertrauen aufgebaut, ohne dass echte Handelsaktivitäten stattfinden.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung wird auf der Plattform ein Dashboard präsentiert, das angeblich hohe Gewinne aus dem Handel anzeigt. Diese Zahlen werden jedoch von einer Software generiert, die keine echten Orders an Börsen ausführt. Es gibt keinerlei Nachweise für tatsächliche Trades oder Handelsvolumen. Die Plattform nutzt animierte Grafiken und gefälschte Transaktionsprotokolle, um die Illusion von Profitabilität zu erzeugen. Diese Vorgehensweise ist darauf ausgelegt, das Vertrauen der Anleger zu festigen und sie zu ermutigen, weitere Mittel einzuzahlen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald ein Anleger erste Gewinne sieht: wenn auch fiktiv: wird ihm ein „VIP-Konto“ mit angeblich höheren Hebeln und exklusiven Handelsmöglichkeiten versprochen. Der „Account Manager“ betont, dass die Gewinne nur unter bestimmten Bedingungen realisiert werden können, wie z. B. das Einzahlen von zusätzlichen 50.000 Euro oder das Halten eines bestimmten Kontostands. Zeitlich begrenzte Angebote, gefälschte Testimonials und der Druck, sofort zu handeln, sind typische Techniken, um die Opfer zu überreden. In vielen Fällen investieren sie zwischen 50.000 Euro und mehreren Hunderttausend Euro, ohne dass echte Marktgeschäfte stattfinden.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Gebührenfalle
Wenn ein Anleger nun sein Geld auszahlen lassen möchte, tauchen plötzlich verschiedene Gebühren auf.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Dies ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten melden sich häufig Dritte: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder Krypto-Forensiker. Sie bieten an, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Rechtsberatung“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Angebote sind in der Regel von denselben Tätern, die die ursprüngliche Plattform betrieben haben. Sie verkaufen die Opferdaten weiter oder nutzen sie für weitere Betrugsaktionen. Seriöse Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram und verlangen solche Vorauszahlungen.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einlage erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihr Geld komplett verlieren.
- Sammeln Sie alle Beweismittel: Bewahren Sie E-Mails, Zahlungsbestätigungen, Bildschirmfotos und jegliche Kommunikation auf. Diese Dokumente sind entscheidend für eine spätere Strafanzeige.
- Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihr Zahlungsinstitut: Informieren Sie sie über den Vorfall und fordern Sie eine Rückbuchung der letzten Transaktion, sofern noch möglich.
- Reichen Sie eine Strafanzeige bei der Polizei ein: Nutzen Sie Ihre Kontakte zu der Finanzermittlungs-Spezialeinheit, falls vorhanden, um den Fall professionell verfolgen zu lassen.
- Ignorieren Sie angebliche Recovery-Angebote: Legen Sie keine Vorauszahlungen an „Anwälte“ oder „Forensiker“ an. Seriöse Rechtsanwälte bieten ihre Dienste auf Basis von Gebührenordnungen an, nicht im Voraus.
Schluss
Der Betrug von Bloomberg L.P. (mybloomx.de) ist gut organisiert und nutzt moderne Marketing- und Techniken, um Vertrauen zu erwecken und Geld zu stehlen. Die vorliegenden Beweise: fehlende Lizenzen, unrealistische Mindestdeposits, gefälschte Gewinne und die systematische Erhebung von Gebühren: sprechen eindeutig für einen Betrug. Es ist wichtig, dass Betroffene sofort handeln, ihre Beweismittel sichern und rechtliche Schritte einleiten, um weitere Verluste zu verhindern und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei mybloomx.de gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.