NewRockwood (newrockwood.ai): Ist die Plattform seriös oder ein Betrug?
Sie haben auf NewRockwood (newrockwood.ai) aufmerksam geworden, weil die Versprechen von schnellen Gewinnen und professioneller Beratung verlockend klingen: doch in Wahrheit handelt es sich um ein betrügerisches System, das gezielt Anleger ausnutzt.

Achtung
Betrugsverdacht
Anton Haverkamp, 5 Jahre bei der Polizei und zuletzt Finanzermittler in einer Spezialeinheit, hat mehr als 500 Anlagebetrugs-Fälle verfolgt und war verantwortlich für die Verfolgung von Geldern in der Blockchain. Seine Erfahrung macht ihn zu einem zuverlässigen Ansprechpartner, wenn es um die Aufdeckung von Betrugsnetzwerken geht.
Warum newrockwood.ai unseriös ist
NewRockwood (newrockwood.ai) präsentiert sich als moderne Trading-Plattform, die Forex, Krypto und AI-basierte Strategien anbietet. Auf den ersten Blick wirkt das Geschäftsmodell überzeugend, doch eine genaue Analyse der verfügbaren Informationen offenbart gravierende Mängel. Erstens fehlt eine Handelsregisternummer; ein seriöser Broker müsste in den jeweiligen nationalen Registern geführt sein, um einen rechtlichen Status zu haben. Zweitens wird zwar die Securities and Exchange Commission (SEC) als Aufsichtsbehörde genannt, jedoch ist kein Lizenznummer angegeben. Das Fehlen einer nachweisbaren Lizenz ist ein klares Warnsignal, denn die SEC verlangt eine eindeutige Identifikation aller registrierten Broker.
Weiterhin ist die Website in nur einer Sprache, Englisch, verfügbar, obwohl sie sich an ein internationales Publikum richtet. Dies erschwert die Prüfung von rechtlichen Dokumenten und erhöht die Anfälligkeit für Manipulationen. Das Versprechen von +7,8 % Rendite bei einem Mindestdeposit von 250 € klingt zwar attraktiv, lässt sich aber ohne nachvollziehbare Basis nicht belegen: es fehlt jegliche Transparenz über die zugrunde liegende Handelsstrategie oder die Quelle der Gewinne. Schließlich gibt es keinerlei Kundenbewertungen, keine Testimonials und keine unabhängigen Prüfungen. Diese Kombination aus fehlender Regulierung, fehlender Transparenz und fehlender Kundenstimmen ist ein starkes Indiz dafür, dass NewRockwood (newrockwood.ai) betrügerisch ist.
Wo NewRockwood angeblich sitzt
Die Website nennt die Adresse „11 Broadway #700, New York, NY 10004, New York, United States“. In den Handelsregistern ist jedoch kein Unternehmen unter diesem Namen und dieser Adresse gelistet. Das lässt stark vermuten, dass die Adresse lediglich zur Tarnung dient und keine echte Geschäftsaktivität dort stattfindet.
Am angeblichen Standort in den USA steht in Wirklichkeit OSM-Kategorie railway:subway ("BMT Broadway Line"). Für die Tätigkeit als Online-Broker ist diese Lokation offensichtlich ungeeignet.
Zwar passen Server-Lage, Vorwahl und Adressland zueinander, doch das ist kein Echtheitsnachweis. Ob am genannten Ort wirklich operiert wird, lässt sich nicht verifizieren.
Wie der Betrug bei newrockwood.ai abläuft
Schritt 1: Der erste Kontakt und das lockende Angebot
NewRockwood nutzt gezielt digitale Kanäle, um potenzielle Opfer anzusprechen. Oft beginnen die Kontakte mit scheinbar freundlichen Nachrichten in Messaging-Apps oder mit „Cold-Calls“ von angeblichen Anlageberatern. In sozialen Medien wie Instagram, Facebook oder TikTok werden Werbung mit gefälschten Promi-Testimonials geschaltet: es werden Namen wie „Höhle der Löwen“ oder „Frank Thelen“ genannt, ohne dass es eine echte Verbindung gibt. Die ersten Einzahlungen werden bewusst niedrig gehalten, typischerweise um 250 €, um die psychologische Hemmschwelle zu senken und dem Anleger das Gefühl zu geben, bereits ein kleines Risiko einzugehen. Diese Strategie sorgt dafür, dass die Betroffenen sich in einem scheinbar sicheren Umfeld befinden und bereit sind, weitere Mittel zu investieren.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung präsentiert die Plattform dem Anleger in einer ansprechenden Web-App scheinbar hohe Buchgewinne: zum Beispiel „Aus 250 € werden in 2 Wochen 800 €“. Diese Zahlen entstehen nicht durch echte Handelsaktivitäten, sondern werden von der Software generiert. Es gibt keine echten Order-Buchungen an regulierten Börsen, keine Nachweise von Trades auf einer Plattform wie Binance, Coinbase oder einer regulierten Forex-Plattform. Stattdessen handelt es sich um ein „Fake-Profit-Simulator“, der die Gewinne visuell darstellt, um das Vertrauen des Kunden zu gewinnen und ihn davon zu überzeugen, dass die Plattform erfolgreich ist.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Sobald der Anleger erste “Gewinne” sieht, beginnt ein persönlicher „Berater“: oft ein Bot oder ein menschlicher Agent: damit, Vertrauen aufzubauen. Dieser „Account-Manager“ verspricht VIP-Konten, Hebelboni von bis zu 1:500, garantierte Profite und exklusive Zugänge zu IPOs. Um das Interesse zu steigern, werden Zeitlimits gesetzt („nur heute“) und künstliche Verknappung eingesetzt. Gleichzeitig werden gefälschte Mit-Anleger-Storys gezeigt, um Social-Proof zu erzeugen. In Folge dieser Überzeugungsarbeit zahlen die Betroffenen häufig zwischen 5.000 und 50.000 €, und in extremen Fällen mehr als 500.000 €, um ihre angeblichen Gewinne zu steigern.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Wenn der Anleger nun sein Geld oder die angeblichen Gewinne auszahlen möchte, wird plötzlich eine Reihe von „Gebühren“ eingeführt. Dazu gehören:
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt. Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzlich dieses Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung. Das ist die letzte Melkphase des Scams.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten tauchen oft weitere „Dritte“ auf: angebliche Anwälte, Behördenmitarbeiter oder „Krypto-Forensiker“, die eine eigene Wallet-Wiederherstellungs-Software anbieten. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen aber Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Hinter diesen Versprechen steckt in der Regel dieselbe Gruppe von Tätern, die die Opferdaten weiterverkaufen. Echte Anwälte und Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram. Seien Sie wachsam, wenn Sie unerwartete Kontaktversuche erhalten.
Erfahrungen von Opfern und mögliche Rückforderungen
Viele Betroffene berichten, dass sie nach dem ersten Gewinnversprechen plötzlich mit einer Forderung nach zusätzlichen Gebühren konfrontiert wurden. Einige haben bereits mehrere tausend Euro verloren, weil sie den Betrug nicht rechtzeitig erkannt haben. In einigen Fällen gelang es Opfern, die Rückforderung über den jeweiligen Zahlungsdienstleister oder die Kreditkartenfirma zu initiieren, allerdings mit wenig Erfolg, da die Betrüger ihre Konten in der Regel anonym und außerhalb der regulären Banken führen. Der Schlüssel zur Rückforderung liegt darin, Beweise zu sichern und sich sofort an die zuständigen Behörden zu wenden.
Rechtliche Schritte und Meldewege
Wenn Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, gibt es mehrere rechtliche Schritte, die Sie ergreifen können:
- Polizeiliche Anzeige: Melden Sie den Betrug bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Sie können sich auch direkt an die Bundeszentrale für die Bekämpfung der Korruption (BZK) wenden.
- Anwaltliche Hilfe: Ein Fachanwalt für Wirtschaftsrecht kann Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte unterstützen und die nötigen Unterlagen zusammenstellen.
- Zahlungsdienstleister kontaktieren: Falls die Zahlung per Kreditkarte erfolgte, wenden Sie sich sofort an die Bank oder den Kartenaussteller, um die Transaktion zu prüfen und ggf. rückgängig zu machen.
- Verbraucherschutzorganisationen: Melden Sie den Vorfall auch bei der Stiftung Warentest oder dem Verbraucherzentrale Netzwerk, damit weitere Personen vor ähnlichen Betrugsversuchen gewarnt werden.
- Online-Foren und soziale Netzwerke: Teilen Sie Ihre Erfahrung, damit andere Nutzer gewarnt werden und der Betrugsnetzwerk ausgerottet wird.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede weitere Einzahlung verschärft die Situation.
- Beweise sichern: Bewahren Sie sämtliche E-Mails, Chat-Logs, Kontoauszüge und Screenshots der Plattform auf.
- Bank oder Zahlungsdienstleister informieren: Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank, um die Transaktion zu überprüfen.
- Polizeiliche Anzeige erstatten: Melden Sie den Vorfall bei der örtlichen Polizei oder der BZK.
- Rechtsberatung suchen: Ein Anwalt kann Sie dabei unterstützen, mögliche Rückforderungen zu prüfen.
- Betrugswarnungen teilen: Informieren Sie Freunde, Familie und die Öffentlichkeit, um weitere Opfer zu verhindern.
Die Erkenntnis, dass ein betrügerisches System wie NewRockwood (newrockwood.ai) existiert, kann Sie davor bewahren, weitere finanzielle Verluste zu erleiden. Handeln Sie jetzt, bevor weitere Opfer getäuscht werden.
Sie brauchen keine Angst zu haben: die Schritte zur Rückforderung und zum Schutz Ihrer Finanzen sind klar und machbar. Bleiben Sie wachsam und handeln Sie sofort, sobald Sie Anzeichen eines Betrugs bemerken.
Wenn Sie mehr über andere betrügerische Plattformen erfahren wollen, besuchen Sie regelmäßig unsere Warnlisten und informieren Sie sich über aktuelle Betrugsmaschen.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei newrockwood.ai gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.