Orbix (orbixtrading.net): Der Betrug im Überblick
Orbix, präsentiert als „Krypto-Trading-Plattform“, ist ein reiner Betrug. Die Firma bietet unrealistische Renditen, keine Lizenz und nutzt manipulierte Zahlen, um Anleger zu täuschen. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt seit dem 13. Mai 2026 ausdrücklich vor Orbixtrading unter dem Titel „Bafin warnt vor Plattformreihe - „Verdienen Sie bis zu 934 € täglich im Schlaf. Keine Erfahrung nötig.““. Die vollständige BaFin-Warnung zu Orbixtrading steht auf der offiziellen Seite der BaFin zur Verfügung.

Achtung
Betrugsverdacht
Warum orbixtrading.net unseriös ist
- Fehlende regulatorische Angaben: Auf der Website von Orbix gibt es weder eine Handelsregisternummer noch einen Hinweis auf eine Aufsichtsbehörde.
- Unrealistische Renditeversprechen: Der Slogan „Earn up to 934 € daily“ ist ohne Quelle, ohne Referenz zu historischen Renditen und ohne Angabe von Gebühren.
- Fehlende Lizenznummer: Die Plattform nennt weder eine Lizenznummer noch einen Regulierungsbehörde.
- Verwendung von SSL- und SOC-Zertifikaten: Diese Zertifikate geben keinen Aufschluss über die tatsächliche Geschäftstätigkeit, sondern dienen lediglich als Ablenkung.
- Testimonial-Strategie: Die Namen Emily T., Olivia R. und Charlotte B. erscheinen ohne verifizierbare Profile. Die Plattform nutzt diese Namen, um Glaubwürdigkeit zu erzeugen, ohne dass die Personen tatsächlich in der Anlagebranche tätig sind.
- Telefonnummer ohne Landeskürzel: Die angegebene Telefonnummer beginnt mit +49, enthält jedoch keine weitere Angabe, sodass die tatsächliche Herkunft nicht eindeutig feststellbar ist.
Diese Inkonsistenzen sind klare Indikatoren dafür, dass Orbix keine legitime Handelsplattform ist.
Wie der Betrug bei orbixtrading.net abläuft
Schritt 1: Erster Kontakt + Lockangebot
Die meisten Opfer werden durch gezielte Social-Media-Kampagnen auf Orbix aufmerksam. Die Plattform nutzt gefälschte Anzeigen auf Instagram, Facebook und TikTok, die schnelle Gewinne von „bis zu 934 € täglich“ versprechen. In Telegram-Gruppen wird Orbix als „Top-Trader“ beworben und bietet einen „Erst-Einzahlung“-Bonus von 100 € an.
Diese geringe Einzahlung dient dazu, die Hemmschwelle zu senken. Sobald der Kunde seine ersten 100 € überträgt, erhält er Zugriff auf die Plattform, die ihm sofort ein Dashboard mit scheinbaren Trades präsentiert.
Schritt 2: Vorgetäuschte Gewinne
Nach der ersten Einzahlung zeigt die Software von Orbix automatisch hohe Buchgewinne an: beispielsweise 800 € innerhalb von 2 Wochen. Dabei handelt es sich lediglich um Datenbank-Einträge, die von der Plattform generiert werden. Es gibt keine echten Order-Ausführungen auf einer Börse, keine verbindlichen Trades. Die Gewinne entstehen durch manipulierte Zahlen, um Vertrauen zu schaffen.
Schritt 3: Drängen zu weiteren Einzahlungen
Ein angeblicher „Account-Manager“ baut über Wochen eine persönliche Beziehung auf. Er verspricht exklusive „VIP-Konten“, Hebelboni von bis zu 1:500, garantierte Profite und „Insider-Tipps“. Oft wird der Kunde mit Zeitlimits, künstlicher Verknappung und gefälschten Mit-Anleger-Geschichten unter Druck gesetzt.
Typische Betrugsbeträge liegen zwischen 5.000 € und 50.000 €, manche Opfer übersteigen 500.000 €.
Schritt 4: Auszahlungswunsch und Forderung von Gebühren
Sobald ein Kunde seine Gewinne auszahlen lassen möchte, wird er plötzlich mit einer Vielzahl von Gebühren konfrontiert.
- Transaktionsgebühr
- Steuervorauszahlung ans Finanzamt
- Versicherungsgebühr gegen „Transaktionsrisiko“
- KYC-Verifizierungsgebühr
- Konto-Aktivierungsgebühr
- Anti-Geldwäsche-Hinterlegung
Zahlen Sie diese Gebühren NICHT. Sie sind frei erfunden. Eine seriöse Bank oder ein lizenzierter Broker würde NIEMALS Auszahlungs-Gebühren in dieser Größenordnung verlangen, und schon gar keine Vorauszahlung vor Auszahlung. Seriöse Anbieter ziehen Kosten immer vom Guthaben ab, nie umgekehrt.
Die angeblichen Gewinne existieren nicht real. Wer in dieser Phase eine „Gebühr“ zahlt, verliert zusätzliches Geld, und es kommt trotzdem keine Auszahlung.
Schritt 5: Recovery-Scam-Nachfolge
Nach den ersten Verlusten treten häufig angebliche Dritte auf: „Anwälte“, „Krypto-Forensiker“ oder „behördliche Vertreter“. Sie versprechen, das Geld zurückzuholen, verlangen jedoch Vorauszahlungen für „Gebühren“, „Übersetzungen“ oder „Server-Zugriffe“. Diese Personen sind meist die gleichen Täter, die die Opferdaten weiterverkaufen. Reale Anwälte oder Behörden melden sich NIEMALS unaufgefordert per WhatsApp oder Telegram.
Was Betroffene jetzt tun sollten
- Sofort keine weiteren Zahlungen leisten: Jede zusätzliche Einzahlung erhöht die Verlustwahrscheinlichkeit.
- Beweise sichern: Screenshots von Transaktionen, E-Mails, Kontoauszügen und allen Kommunikationen sollten archiviert werden.
- Bank/Krypto-Börse informieren: Melden Sie die verdächtigen Transaktionen bei Ihrer Bank oder Börse und fordern Sie eine Sperrung der betroffenen Konten.
- Strafanzeige erstatten: Wenden Sie sich an die örtliche Polizeidienststelle oder die Finanzaufsichtsbehörde, um die Ermittlungen einzuleiten.
- Recovery-Scam-Versuche ignorieren: Jede Forderung, die von außerhalb kommt, ist ein weiterer Versuch, die Opfer zu erpressen.
Fazit
Orbix (orbixtrading.net) ist ein klassischer Betrugsfall, der auf gefälschten Erfolgen, fehlender Regulierung und manipulativen Techniken basiert. Nutzen Sie die oben genannten Schritte, um weitere Verluste zu verhindern und die Täter zu melden.
Das Netzwerk hinter orbixtrading.net
Orbix ist Teil eines Netzwerks von 137 weiteren Plattformen. Diese Plattformen teilen häufig dieselbe technische Infrastruktur und verwenden identische Markenlogos.

Algorixtradertrade
algorixtradertrade.com

Alphavesttrade
alphavesttrade.com

Altnzeptorax
altnzeptorax.net

Amthance
amthance.com

Andinamonetiv
andinamonetiv.com

Argentopinreks
argentopinreks.com
und 131 weitere technisch verbundene Seiten.
Geldverfolgung und Sperrung
Auch bei orbixtrading.net gilt: Die Täter sitzen häufig im Ausland. Am wichtigsten ist deshalb, das Geld zu verfolgen, bevor es endgültig verloren ist. Zahlungen mittels Kryptowährungen lassen sich mit spezialisierter Software bis zu den Auszahlungs-Börsen verfolgen. In der Vergangenheit konnten wir damit bereits Gelder sperren, bevor es zu spät war. In mehreren Fällen konnten wir auf diesem Weg sogar Tätergruppierungen ausfindig machen.
In einem Fall konnten wir die Gelder bis zu einem Krypto-Zahlungsanbieter verfolgen, insgesamt wurden 52.000 € gesperrt. In einem anderen Fall hat ein Geschädigter zunächst 250 € investiert und nach weiteren Einzahlungen und angeblichen Gebühren am Ende 110.000 € gezahlt. Durch schnelles Handeln konnten wir auch hier eine Sperrung der Gelder erreichen.
Was mir die Erfahrung mit solchen Fällen zeigt: Schnelles Handeln ist extrem wichtig. Je früher die Spur aufgenommen wird, desto höher die Chance auf eine Sperrung. Wenn Sie betroffen sind, kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung.


Über den Ermittler
Anton Haverkamp ist ehemaliger Finanzermittler einer Spezialeinheit der Polizei und war dort hauptverantwortlich für Kryptowährungen und die Nachverfolgung digitaler Zahlungen. In Zusammenarbeit mit dem LKA hat er zahlreiche Anlagebetrugs-Fälle bearbeitet und mit spezialisierter Software Geldflüsse bis zu den Verantwortlichen verfolgt.
Als studierter Wirtschaftsinformatiker und IT-Forensik-Experte berät er heute Opfer von Brokerbetrug und Krypto-Betrug sowie Kanzleien und Strafverfolgungsbehörden.